Gilead Sciences Inc.

NASDAQ: GILD

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Autoren dieser Analyse:

Christian Lämmle

Christian Lämmle

"Markets are never wrong, only opinions are."
- Jesse Livermore

WKN/ ISIN885823/ US3755581036
BrancheBiotechnologie, Pharma
Einordnung nach Peter Lynch-
CS Research-Rating6/10
Marktkapitalisierung79,38 Mrd. USD
Dividendenrendite4,36 %
FirmensitzFoster City, USA (Kalifornien)
Gründungsjahr1987
Bekannte Persönlichkeit-
Mitarbeiter11.800 (31.01.2020)

Kurzportrait

Der US-amerikanische Biotechnologie-Konzern Gilead Sciences Inc. bekam zuletzt durch den Arzneistoff Remdesivir im Rahmen der Corona-Pandemie Aufmerksamkeit. Aber auch darüber hinaus ist das Unternehmen seit vielen Jahren, gerade in Bezug auf die Behandlungen des HI-Virus, bekannt.

Nachdem die Aktie von 2010 bis 2015 eine starke Aufwärtsbewegung von fast +700 % verzeichnen konnte, befindet sich der Wert seitdem in einer lange andauernden Abwärtskorrektur. Aktuell befindet sich Gilead in einer interessanten Zone und Käufer sind zurück in den Markt gekehrt. Auch für Dividendeninvestoren kann Gilead mit einer guten Dividendenrendite von über 4 % durchaus einen Blick wert sein.

Die Analyse bezieht sich auf den Kenntnisstand unserer Recherche vom 16.01.2021.

1. Das Unternehmen

Kurzvorstellung

Gilead Sciences ist ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der Biotechnologie (und Pharma), welcher sich bei der Entwicklung und Entdeckung von Behandlungsmöglichkeiten auf bestimmte lebensbedrohliche Krankheiten wie z.B. HIV konzentriert. Zum 31. Januar 2020 waren rund 11.800 Mitarbeiter bei Gilead beschäftigt.

Der Konzern weist eine Marktkapitalisierung von fast 80 Mrd. USD auf und gehört unter anderem zum S&P 500-Index.

Unternehmenshistorie

Im Jahr 1987 wurde das Unternehmen Oligogen von dem damals 29-Jährigen Michael L. Riordan gegründet. Im Folgejahr wurde der Name bereits in Gilead Sciences geändert.

1991 wurde der Grundstein für zukünftige Entwicklungen von Behandlungen für Krankheiten wie HIV gelegt, welche heute für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich sind. Das Unternehmen begann mit der Forschung in bestimmten Teilbereichen, um diese Behandlungsmethoden später ermöglichen zu können. Ein Jahr später kam es zum Börsengang an der Nasdaq in den USA.

1996 startete das erste Hilfsprogramm von Gilead, wobei der Zugang zum Mittel „Vistide“ erleichtert werden sollte. Acht Jahre später wurde dieses Programm Teil des 2004 gegründeten „U.S. Advancing Access Program“, um auch ärmeren Menschen ohne Versicherung Zugang zu dem Medikament zu verschaffen.

In der folgenden Zeit kam es zu vielen weiteren neuen Entwicklungen und Gilead übernahm andere Unternehmen. Z.B. erreichte Gilead im Jahr 2006, dass für die Behandlung von HIV nur noch eine einzelne Tablette am Tag eingenommen werden musste. Zuvor mussten die Betroffenen zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedliche Pillen einnehmen.
Im Juli des Jahres 2013 erhielt Gilead die Auszeichnung „Patents for Humanity“ (Patente für die Menschheit) für ihre lebensrettenden Lösungen, die in unterversorgten Regionen eingesetzt werden. Dieses Engagement in weniger entwickelten Ländern wurde im Folgejahr weiter ausgebaut. Durch mehrere Einigungen sollte der Zugang zu der Medizin gegen Hepatits C in insgesamt 91 Entwicklungsländern verbessert werden.

2016 nahmen Mitarbeiter von Gilead an der „San Francisco Pride parade“ teil, wobei dies von einer Gruppe innerhalb des Unternehmens („LGBT Alliance“) organisiert wurde. Zudem ist die Anzahl der Personen in Entwicklungsländern, die ein HIV-Mittel (von Gilead entwickelt) erhalten hat, auf 10 Mio. Menschen gestiegen.
Im Jahr 2017 wurde die „Compass Initiative“ gegründet, welches das Ziel verfolgt die südlichen US-Staaten in Bezug auf das HI-Virus zu unterstützen. Damit soll den gesellschaftlichen Ungleichheiten (zulasten der Bürger der Südstaaten) entgegengewirkt werden. Insgesamt hat Gilead eine Unterstützung in der Höhe von 100 Mio. USD für einen Zeitraum von 10 Jahren versprochen.

In der Corona-Krise wurde das Unternehmen im Jahr 2020 zuletzt durch den Arzneistoff Remdesivir bekannt, welcher zur Behandlung von der Erkrankung COVID-19 dienen sollte. In den USA ist dieser seit dem Oktober 2020 zugelassen.

Mission, Werte & Ziele

Bei allen Arbeitsschritten verfolgt Gilead stets die Vision, eine bessere, gesündere Welt für jeden Menschen zu schaffen. Diese explizite Nennung von allen Menschen spiegelt sich in dem Engagement z.B. in Entwicklungsländern wider. Dabei möchte das Unternehmen neue Behandlungsmöglichkeiten, speziell für lebensbedrohliche Krankheiten entdecken, entwickeln und den Patienten liefern.

Beim Erreichen dieser Ziele setzt Gilead im Kern auf folgende Werte, wobei vor allem der Mensch (als Mitarbeiter und Patient) in den Fokus gerückt wird:

Geschäftsmodell

Der Pharmakonzern ist in mehreren Behandlungsbereichen etabliert. Der Fokus liegt hier auf der Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten, wobei das Hauptstandbein das HIV-Geschäft darstellt. Andere Bereiche sind Leberkrankheiten (wie beispielsweise Hepatitis C), Hämatologie (Bluterkrankungen) und sonstige Zelltherapien. Seit September 2020 vertreibt Gilead auch ein Medikament welches zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird.

Gilead erforscht, entwickelt und verkauft Medikamente für diese Krankheitsfelder. Die Erforschung ist ein sehr zeit- und kostenintensiver Prozess. Ähnlich wie beim Entwickeln eines Impfstoffs muss ein Medikament mehrere Phasen bis zur Genehmigung durchlaufen. Es gibt drei Phasen bis das Medikament eine Zulassung erhält. Solange sich ein Medikament in einer dieser Phasen befindet, sagt man, dass sich dieses in der „Pipeline“ des Unternehmens befindet.

Damit erforschte Medikamente nicht von einem Konkurrenten kopiert werden dürfen, findet grundsätzlich immer eine Patentierung statt. Medikamente werden aus Kostenausgleichsgründen patentiert. Pharmakonzerne entwickeln oft potenzielle Heilmittel, welche die Testphasen nicht bestehen. Diese stellen im Ergebnis einen reinen Entwicklungsaufwand für das Unternehmen dar, da eine Vermarktung aufgrund der fehlenden Zulassung nicht erfolgen kann.
Damit diese Kosten kompensiert werden können, wird dem Forschungsunternehmen ein zeitlich limitiertes Patent gewährt, welches das Unternehmen berechtigt das Medikament zu nutzen. Dies bedeutet, das Entwicklungsunternehmen kann es z.B. genehmigen, dass andere Firmen das Patent verwenden. Dieses Nutzungsrecht wird dann oftmals gegen Ausgleichszahlungen verliehen. Patente für Medikamente sind grundsätzlich auf 20 Jahre beschränkt.

Geschäftsführung

Daniel O’ Day

Der US-Amerikaner Daniel O‘ Day nimmt seit März 2019 die Rolle des CEO und Vorstandsvorsitzenden bei dem Unternehmen ein. Er wurde 1964 geboren, studierte Biologie (Bachelor) und absolvierte zudem einen MBA (Master of Business Administration). An dieser Stelle lässt sich die Verbindung zwischen der Tätigkeit von Gilead und der Kompetenz zur generellen Unternehmensführung erkennen.

Über drei Jahrzehnte arbeitete Daniel O‘ Day für den Pharma-Konzern Roche in unterschiedlichen (Führungs-)Positionen.

Im Verband PhRMA (Pharmaceutical Research and Manfacturers of America) ist Daniel O’ Day ein Teil des Vorstandes. Das Ziel des PhRMA-Verbands ist die Repräsentation der zugehörigen Branche in den USA.

Andrew Dickinson

Andrew Dickinson führt die Aufgaben des CFOs bei Gilead aus. Seit 2016 ist er bei dem Unternehmen beschäftigt und war zuvor der Verantwortliche für die Bereiche der Entwicklung und Strategie von Gilead.

Dickinson studierte in einem Fachbereich der Biologie („molekulare, zelluläre und entwickelnde“ Biologie) und erreichte zudem einen Abschluss in Rechtswissenschaften.

Zuvor war der CFO bei anderen Unternehmen in Führungspositionen tätig, wie z.B. bei Myogen Inc., welches von Gilead in 2006 übernommen wurde. Derzeit sitzt Dickinson zudem im leitenden Gremium des chinesischen Pharma-Unternehmens Fosun Pharma, woran man seine globalen Verbindungen und Kontakte erkennen kann.

2. Fundamentale Ansicht

Kennzahlen

Umsatz

Der Umsatz ist von 2015 bis 2019 um insgesamt 32 % gefallen. Dies ist jedoch vor allem auf das Rekordjahr 2015 zurückzuführen. Wird beispielsweise die Zeitspanne von 2013 bis 2019 betrachtet, so ist insgesamt ein Umsatzanstieg von rund 100 % ersichtlich.

Bis 2022 wird ein Umsatz von rund 23,5 Mrd. USD. erwartet. Im Vergleich zu 2019 ist dies ein recht kleiner Anstieg von knapp 5 %.

2020 soll der Umsatz jedoch stärker wachsen, da zusätzliche Umsätze mit dem Medikament Remdesivir erwirtschaftet wurden.

Bei der Umsatzverteilung wird ersichtlich, dass die Umsätze aus dem Bereich der HIV-Medikamente mit 74 % den größten Teil ausmachen. Im Vergleich zu 2019 ist der Umsatz in diesem Bereich um 7 % gestiegen. Dies verdeutlicht, dass diese Einnahmen recht konstant sind und nicht durch eine Krise (wie derzeit durch COVID-19) beeinflusst werden.

Anders ist dies bei den Umsätzen mit Hepatitis-Medikamenten (HCV). Dieser ist um 29 % zurückgegangen, was allerdings durch die Verkäufe von Remdesivir ausgeglichen wird.

Ziemlich genau 3/4 der Umsätze wurden 2019 in den USA erzielt. Weitere 16% kommen aus den Verkäufen im europäischen Raum. Über 90 % der Umsätze werden damit in Industrienationen erwirtschaftet. Entwicklungsländer sind daher bisher eher weniger im Fokus vom Gilead, obwohl das Unternehmen dort durchaus Engagement zeigt.

EBIT und Konzerngewinn

Seit dem Rekordjahr 2015 ist der Gewinn und das EBIT von Gilead rückläufig. 2019 ist letzteres – im Vergleich zu 2015 – um 81 % und der Gewinn um 70 % eingebrochen.

Wie auch beim Umsatz ist dies aber vor allem auf das starke Jahr 2015 zurückzuführen. Hinzu kommt, dass die Forschungs- und Entwicklungskosten im besagten Zeitraum ebenfalls angestiegen sind. Während sich diese im Jahr 2017 auf nur 3,7 Mrd. USD beliefen, gab es bis 2019 eine Steigerung auf 9,1 Mrd. USD (+ 143 %).

2020 wird kein Konzerngewinn erwartet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Gilead im April „Forty Seven“ übernommen hat. Für diese Übernahme hat das Unternehmen rund 4,5 Mrd. USD an zusätzlichen Forschungs- und Entwicklungskosten aufgewendet.

Ab 2021 wird ein Gewinn von 7,6 Mrd. USD. erwartet. Prognosen für die zukünftige EBIT-Entwicklung haben wir bewusst unterlassen, da hierzu keine konkreten Angaben zugänglich waren.

Dividendenpolitik

Gilead zahlt seit 2015 Dividenden aus und steigerte diese stets. Zukünftig soll die Dividende um ca. 6 % p.a. wachsen.

Die Ausschüttungsquote lag in den letzten beiden Jahren bezogen auf den Gewinn bei rund 55 %. Auch in Zukunft wird eine derartige Ausschüttungsquote prognostiziert. Einzig das Jahr 2020 fällt durch den nicht vorhandenen Gewinn und der daraus resultierenden negativen Ausschüttungsquote aus der Reihe.

Die derzeitige Dividendenrendite liegt bei rund 4,3 %.

Einordnung nach Peter Lynch

Eine genaue Einordnung ist für Gilead anhand der vergangenen Daten nicht möglich. In den letzten fünf Jahren lag definitiv kein Wachstum vor, was besonders bei der Umsatzentwicklung deutlich wird. Auch die Begriffe „Turnaround“, „Asset Play“ oder „Zykliker“ beschreiben Gilead nicht passend.

Die Prognosen für die nächsten Jahre lassen eine Tendenz zum „Slow Grower“ zu und auch ein „Average Grower“ ist denkbar. Dies würde jedoch voraussetzen, dass eine Übernahme so starkes Wachstumspotenzial mitbringt, dass die Umsätze zukünftig deutlich höher ausfallen.

3. Chancen und Risiken

Branchenübersicht

Schwarz:        Gilead Sciences Inc.
Orange:          BB Biotech AG
Türkis:            Amgen Inc.
Rot:                 Biogen Inc.

Chancen

Solide Einkommensströme durch das HIV-Kerngeschäft

Durch die Corona-Krise wurde deutlich, dass der Umsatzbereich des HIV-Geschäfts sehr stabil ist. Im Vergleich zum Q3 Bericht 2019 konnte der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 sogar gesteigert werden. Langfristig gehen die weltweiten Infektionszahlen mit dem HI-Virus zwar zurück, allerdings bleiben die Umsätze recht konstant und dauerhaft. Die Krankheit gilt weiterhin als unheilbar.

Durch diese eher sicheren Einnahmen, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass die Dividenden zukünftig gehalten oder sogar erhöht werden können. 

Chancen für andere Umsatzfelder

Gilead hat in der Vergangenheit vor allem durch Übernahmen Umsatzwachstum generieren können. Auch in der jüngsten Vergangenheit hat das Unternehmen eine größere Übernahme für insgesamt 21 Mrd. USD getätigt.
Im September 2020 hat der Vorstand angekündigt „Immunomedics“ zu übernehmen. Dieses Unternehmen hat einen Wirkstoff gegen Brustkrebs entwickelt, welcher im April 2020 von der zuständigen Behörde zugelassen wurde. Damit diversifiziert Gilead die Umsätze zukünftig stärker. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass diese Übernahme vor allem aus liquiden Mitteln des Unternehmens bezahlt wurde und kaum neue Schulden aufgenommen werden mussten.

Der Verschuldungsgrad wird für 2020 auf das 1,97-fache des EBITDA geschätzt. Dies ist eine durchaus moderate und damit noch absolut gesunde Verschuldung.

Risiken

Patentverletzungen

Sowohl Gilead, als auch andere Konkurrenten haben Patente auf ihre Medikamente angemeldet. Der Hintergedanke ist dabei, dass die Konkurrenz die eigene Technologie bzw. das Wissen nicht missbrauchen kann.
Sollte Gilead unbewusst ein Patent eines Konkurrenten verletzen, so führt dies zu verschiedenen Problemen. Am relevantesten sind die hohen Schadensersatzklagen, sowie die dazugehörigen Anwalts- und Gerichtskosten, welche entstehen. Gilead würde enormen finanziellen Belastungen unterliegen, welche dem Wachstum nachhaltig schaden würden.

Im Geschäftsbericht 2019 wird ersichtlich, dass derzeit zwei solcher Klagen gegen Gilead laufen. Hier handelt es sich um die Medikamente Yescarta und Biktarvy. Letzteres ist besonders problematisch, da es 2019 über 4,7 Mrd. USD des Gesamtumsatzes ausmachte. Das Management sieht die Wahrscheinlichkeit für eine tatsächliche Verurteilung jedoch als gering an.

Probleme bei der Entwicklung oder Vermarktung von Produkten

Um die Forschungs-, Entwicklungs- sowie Rechtskosten decken zu können, ist Gilead grundsätzlich darauf angewiesen innovative Medikamente zu entwickeln und zu vermarkten. In der Vergangenheit wurde dies oft durch Übernahmen bewältigt.  

Gelingt dem Unternehmen dies nicht besteht durchaus die Gefahr Marktanteile und damit künftige Einnahmen zu verlieren.

Behördliche Eingriffe

Für die gesamte Pharma-Branche können gesetzliche Eingriffe Folgen für das finanzielle Geschäft darstellen. Beispielhaft könnte eine Preisobergrenze für bestimmte Produkte eingeführt werden, welche Gileads Marge deutlich reduzieren würde.

4. Charttechnische Trendeinordnung

Monatlich

Im Monats-Chart befinden wir uns auf einer sehr langfristigen Ebene in einem Aufwärtstrend, dessen letzte Trendbewegung seit dem Jahr 2015 korrigiert wird. Nachdem im Januar 2016 ein tieferes Tief ausgebildet wurde, ist der untergeordnete Trend abwärtsgerichtet. Im Oktober 2020 fiel Gilead auf ein neues Tief, sodass dieser Abwärtstrend erneut bestätigt wurde (übergeordnet weiterhin eine Abwärtskorrektur).
Oberhalb von 85,97 USD wird ein höheres Hoch etabliert und der untergeordnete Trend beendet die Abwärtsstruktur. Dies wäre ein Anzeichen für die Fortsetzung des sehr langfristigen Aufwärtstrends, welcher aber erst mit der Ausbildung eines neuen Allzeithochs final bestätigt wird. Wichtig ist jedoch, dass die genannten Marken nachhaltig überboten werden, am besten auf der Basis eines Monatsschlusskurses.

Wöchentlich

In der wöchentlichen Betrachtung ist die Struktur der letzten Abwärtsbewegung gut erkennbar, welche nun korrigiert wird. Die Umkehr erfolgte mit der Ausbildung eines Doppelbodens. Übergeordnet ist der Abwärtstrend aber weiterhin aktiv.

Täglich

Auf Tages-Sicht kann in den vergangenen Handelstagen ein starkes Momentum der Käufer betrachtet werden. Dies unterstützt die Relevanz des doppelten Bodens zusätzlich und somit die Umkehr des kurzfristigeren Trends, welche erfolgte, als das rot markierte Hoch überboten wurde. Der genannte Doppelboden wurde bereits erneut angetestet, woraufhin der Kurs erneut dynamisch nach oben drehte.

Aussicht

Aktuell befinden wir uns aus langfristiger Sicht an einer wichtigen Zone, auf die der Kurs auch deutlich reagierte. Die Ausbildung des Doppelbodens bietet ein erstes Signal und geht mit einer kurzfristigen Trendumkehr einher. Die fallende Trendlinie wurde erneut getestet und die Käuferstärke ist ersichtlich. Dennoch befindet sich der Kurs aktuell in einer relevanten Widerstandszone.

Wird diese nachhaltig überboten, kehrt die Aktie in die Seitwärtszone zurück. Ein Verlassen dieser nach oben führt zu einer Trendumkehr in der höheren Zeiteinheit. Bis dahin befindet sich der Kurs nur in einer Aufwärtskorrektur und sobald das letzte Tief bei 56,56 USD unterboten wird, gilt der Abwärtstrend als erneut bestätigt.

5. Fazit

Besonders gut gefallen uns bei Gilead die recht sicheren Umsätze im HIV-Geschäft. Diese generieren stetige Cashflows und decken einen großen Teil der Aufwendungen des Konzerns ab. Ebenfalls positiv ist, dass das Unternehmen trotz der vielen Übernahmen operativ nicht hoch verschuldet ist. In diesem Zusammenhang ist es jedoch fraglich, ob sich diese Übernahmestrategie auf Dauer durchsetzt.

Für Dividendeninvestoren könnte derzeit ein recht attraktiver Einstiegskurs erreicht werden. Eine Rendite von über 4 % mit Steigerungspotenzial ist vergleichsweise attraktiv. Wichtig ist hierbei, dass der weitere Dividendenverlauf mit dem Erfolg des Unternehmens bzw. der Übernahmen korreliert.

Aus charttechnischer Sicht wurde der Abwärtstrend (im Rahmen der übergeordneten Abwärtskorrektur) zuletzt erneut bestätigt. Allerdings erreichte die Aktie eine relevante Zone, an der sich eine Umkehrformation bildete. Nun besteht die Chance, dass sich der, in der kurzfristigen Zeiteinheit etablierte, Aufwärtstrend in die höheren Zeitebenen durchsetzt. Man sollte aber unbedingt berücksichtigen, dass die Abwärtstrendstruktur weiterhin intakt ist (siehe Wochen-Chart).

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