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Smallcap Aktie Analyse 

Smallcap mit Tenbagger-Ambitionen

Von Jan Fuhrmann und Christian Lämmle

▲ Readly International AB Aktie | WKN: A2QEQU | ISIN: SE0014855292 | Ticker: READ (OMXSTO)

Readly ist das Spotify im Bereich der Magazine und Zeitungen und bereits jetzt als Marktführer in Europa tätig. Weltweit wird die App in 50 Ländern genutzt und mit einem Abonnement kann auf die Produkte von Verlagen aus elf Nationen zugegriffen werden.

Der Podcast zu unserer Aktienanalyse

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Inhaltsverzeichnis

Kurzportrait

Dieses Mal werden wir im Kurzportrait noch nicht viel über das Unternehmen verraten, denn die Analyse soll unseren Mitgliedern vollständig vorbehalten sein. Wir haben uns eine Aktie herausgesucht, welche die eigene Branche disruptiert und zugleich als Marktführer in wichtigen Regionen tätig ist.

Das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre liegt im Durchschnitt bei über 50 % und auch die Prognosen bestätigen unsere Einordnung als starken Fast Grower. Trotzdem scheint die Aktie nicht sonderlich hoch bewertet zu sein…

Die Aktie ist in der vergangenen Zeit stark gefallen und befindet sich übergeordnet weiterhin in einem Abwärtstrend. Allerdings kam es das erste Mal seit längerem zu einem kurzfristigen Trendbruch, was der Beginn einer Bodenbildung sein könnte.

Die Analyse bezieht sich auf den Kenntnisstand unserer Recherche vom 06.11.2021.

WKN/ ISIN??? / ???
BrancheDisruptor im eigenen Segment
Peter Lynch EinordnungFast Grower
Fundamentales WLA-Rating?/10
Technisches WLA-Rating?/10
Porters Burggraben-Rating?/25
Marktkapitalisierungklein aber oho
Dividendenrendite0,00 %
KGV?
Firmensitzim Norden
Gründungsjahrnur einige Jahre her
Mitarbeiter*innennur dreistellig
WKN/ ISINA2QEQU / SE0014855292
BrancheNicht-Basiskonsumgüter
Peter Lynch EinordnungFast Grower
Fundamentales WLA-Rating4/10
Technisches WLA-Rating0/10
Porters Burggraben-Rating11/25
Marktkapitalisierung0,99 Mrd. SEK (0,10 Mrd. EUR)
Dividendenrendite0,00 %
KGV-4,21
FirmensitzVäxjö (Schweden)
Gründungsjahr2013
Mitarbeiter*innen121

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1. Das Unternehmen

Historie

Idee und Gründung

Während eines Urlaubs auf Zypern, im Jahr 2012, kam Joel Wikell die Idee für das Unternehmen Readly. Der Aboservice für Magazine und Zeitschriften erinnert vom Konzept her an Spotify oder Netflix und die Nutzung eines Musik-Streaming-Dienstes im genannten Urlaub gab schlussendlich auch den Impuls für die Gründung von Readly. Die Zeitschriften, die Wikell mit nach Zypern genommen hatte, waren schnell durchgelesen und er blätterte sie wieder und wieder durch — das wird natürlich langweilig. Beim Musik-Streaming war das anders: Wikell hatte unlimitierten Zugang zu schier unendlich vielen Liedern.

Um die Vorteile aus der Streaming-Welt mit dem Kosmos der Zeitschriften und Magazine zu verbinden, gründete Wikell noch im selben Jahr Readly und drei Entwickler begannen zu programmieren. 2013 konnte das Produkt im Heimatland Schweden auch schon gelauncht werden.

Expansion

Nach der Markteinführung in Schweden im Jahr 2013 expandierte Readly schnell in weitere Länder:

  • 2014: Großbritannien
  • 2015: Deutschland
  • 2018: Niederlande
  • 2019: Italien

2020 wagte Readly dann zum ersten Mal den Schritt über die Grenzen Europas hinaus und bot den Service in Australien und Neuseeland an. Das vergangene Jahr war aber nicht nur deshalb etwas ganz besonderes für das Unternehmen, denn man ging auch an die Börse.

Börsengang

Am 17. September 2020 wurde die Aktie von Readly das erste Mal an der Börse in Stockholm, welche übrigens wie die amerikanische NASDAQ Börse auch zum Unternehmen Nasdaq Inc. gehört, gehandelt. Das Wertpapier startete bei 61 SEK in den Handel und erreichte im Januar 2021 den Höchststand von über 85 SEK. Seitdem ging es aber nur noch abwärts und im Tief verlor das Unternehmen knapp 70 % der Marktkapitalisierung.

Heute

Heute ist Readly der Marktführer unter den europäischen “all-you-can-read”-Anbietern für Magazine. Insgesamt gehören nun 5.000 Titel und 140.000 Veröffentlichungen zum Portfolio und man arbeitet weltweit mit rund 900 Herausgebern zusammen. Die 140.000 Veröffentlichungen von Readly wurden insgesamt ca. 99 Mio. Mal im Jahr 2020 gelesen. Die App hat inzwischen Nutzer aus 50 Ländern.

Um die Marktführung in Europa zu sichern, hat Readly im Jahr 2021 den französischen Konkurrenten Toutabo für 3,90 Mio. EUR (bis max. 4,30 Mio. EUR zu einem späteren Zeitpunkt) übernommen. Dieser Schritt sollte im Oktober abgeschlossen werden und die Summe soll zum Teil in bar und zum Teil in Form von Aktien gezahlt werden.

Ungewöhnlich für ein solches (noch recht junges) Tech-Unternehmen ist allerdings die Tatsache, dass sich der Gründer Joel Wikell bereits weitestgehend zurückgezogen hat. In einem Interview erklärte Wikell, dass er sich nicht mehr zur Wahl für den Verwaltungsrat aufstellen ließ, um sich auf seine anderen Geschäfte zu konzentrieren. Beim Börsengang verkaufte er zudem Aktien für fast 74 Mio. SEK und hält nun nur noch 3,80 % am Unternehmen. Seine Zeit im Vorstand bei Readly bezeichnete er im genannten Interview als ereignisreich und aufregend, vor allem mit der schnellen internationalen Expansion.

Strategie, Werte und Nachhaltigkeit

Unternehmenszweck

Readly möchte die Digitalisierung der Magazin-Industrie anführen und sieht dabei einen konkreten Unternehmenszweck, der sich auf den Nutzen des Angebots für den Kunden bezieht:

Unser Ziel ist es, die Magie der Zeitschriften in die Zukunft zu bringen und die Entdeckung und das Überleben von Qualitätsinhalten zu ermöglichen.

Readly International AB (übersetzt)

Strategie

Readly befindet sich laut eigener Aussage in einem stark wachsenden Markt, welchen sie in Europa anführen. Zudem ist ihr Produkt skalierbar und die Nutzung stellt Vorteile für alle Seiten (Kunden und Herausgeber) dar. Aus diesem Grund ist das Unternehmen vom weiteren Wachstum überzeugt und orientiert sich dabei strategisch an sechs Punkten:

Werte und Nachhaltigkeit

Im Jahr 2020 hatten verschiedenste Personengruppen (z. B. Kunden, Mitarbeiter, Analysten und Investoren) die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung von Readly unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu äußern. Dies hat das Unternehmen ausgewertet und drei Punkte von außerordentlicher Wichtigkeit hervorgehoben:

Zudem berichtet das Unternehmen von dem “Readly Mindset”, welches auf die Arbeitsweise der Mitarbeiter und die generelle Philosophie abzielt. Dies setzt sich aus den folgenden drei Punkten zusammen:

  • be brave (sei mutig)
  • say it as it is (sag es wie es ist)
  • win as a team (als Team gewinnen)

Diese Aspekte sind typisch für junge Start-ups, vor allem aus dem Technologie-Sektor. Der Anspruch mutig zu sein und somit neue Dinge zu probieren, auch wenn man scheitern könnte, wird oft mit der Arbeitsweise im Silicon Valley verbunden. Die Region in den USA ist der Ursprung für viele Technologie-Konzerne und Innovationen der heutigen Zeit.

Aktionärsstruktur

Die zehn größten Aktionäre halten mit 48,30 % rund die Hälfte aller Aktien von Readly, was im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen ein relativ hoher Anteil ist. Handelsbanken Fonder und Swedbank Robur Fonder sind mit 9,70 % und 9,10 % die mit Abstand größten Anteilseigner, bei denen es sich um Banken bzw. Investmentgesellschaften aus Schweden handelt. Der Gründer Joel Wikell ist die einzige Privatperson unter den größten zehn Aktionären und hält 3,80 %.

Geschäftsmodell

Einleitung

Im Laufe der Jahre haben sich Streaming-Anbieter in verschiedenen Branchen etabliert. Zwei der bekanntesten Vertreter sind Spotify für den Musikbereich und Netflix für Videos, Serien und Filme. Andere Konzerne wie Amazon haben den Trend ebenfalls erkannt und positionieren sich gleich sektorübergreifend im gesamten Streaming-Universum. Diese Entwicklung war auch die Inspiration für den Gründer von Readly, allerdings sollte man das Angebot des Unternehmens nicht direkt mit dem typischen Streaming vergleichen. Während es bei Streaming-Angeboten darum geht, dass man das Medium (z. B. den Film oder das Video) nicht mehr herunterladen und auf seinem Endgerät abspeichern muss, so stand für Joel Wikell bei Readly eine andere Gemeinsamkeit mit Netflix & Co. im Fokus: on demand.

Übersetzt man den Ausdruck “on demand” wortwörtlich, dann bedeutet es “auf Nachfrage”. Das beschreibt das grundsätzliche Konzept auch treffend, denn bei On-Demand-Angeboten kann zu jedem Zeitpunkt auf ein bestimmtes Produkt zugegriffen werden — immer, wenn man möchte. Was bspw. Spotify nun für Musik macht, das macht Readly im Bereich der Magazine und Zeitungen ganz nach dem Motto “all-you-can-read” (sinngemäß: Lies so viel wie du kannst.). Laut eigener Aussage ist Readly in Europa hier der Marktführer, aber expandiert wie in der Historie beschrieben auch weltweit.

Abonnement

Umsätze erzielt Readly allein mit dem Abo-Service, welchen zum Ende des Jahres 2020 knapp 370.000 Kunden nutzten. Das Angebot des Unternehmens läuft über eine App, die im App Store von Apple und im Google Play Store heruntergeladen werden kann. Alternativ kann man sich auch auf der Website anmelden.

Das gesamte Sortiment umfasst 35 verschiedene Kategorien, mehr als 5.000 Titel (ein Magazin gilt z. B. als Titel) und über 168.000 einzelne Ausgaben. Fast 1.400 Magazine sind deutschsprachig, aber man kann mit dem Abonnement ebenso Titel in einer der anderen 16 Sprachen lesen. Es sind aber nicht nur typische Magazine und Zeitungen in dem Angebot mit inbegriffen, sondern auch Rätselhefte, die man bspw. direkt in der App bearbeiten kann.

Wenn man die Magazine liest hat man außerdem die Option diese herunterzuladen, um jederzeit offline auf diese zugreifen zu können.

In Deutschland kostet das Abonnement 9,99 € im Monat, allerdings gibt es hin und wieder auch Rabattaktionen zum Testen. Bei der Registrierung erhält ein Neukunde zunächst 48 Stunden, um sich vom gesamten Service zu überzeugen. In diesem Zeitraum kann ohne Einschränkungen auf das Sortiment zugegriffen werden.

Nach der Anmeldung können einige persönliche Informationen wie das Alter, das Geschlecht und die persönlichen Interessenskategorien angegeben werden. Auf Basis davon wird ein Profil erstellt, für das dem Kunden dann Magazine und Zeitungen empfohlen werden. Da das Abonnement für 9,99 € auch als “Familienabonnement” beworben wird, können fünf Profile pro zahlendem Kunden erstellt werden.

Verlage

Readly arbeitet mit rund 900 Verlagen/Herausgebern zusammen, deren Magazine und Zeitungen für die Kunden immer verfügbar sind. Der Axel Springer Verlag und die Funke Mediengruppe sind die bekanntesten Partner im deutschsprachigen Raum.

Laut Readly haben Verlage bei einer Zusammenarbeit drei Vorteile:

  • Leserschaft erweitern (ggf. auch international)
  • Bekanntheitsgrad steigern
  • digitale Präsenz
  • zusätzliche Umsätze durch Beteiligung an Abo-Umsätzen von Readly und Werbeeinnahmen

Die Werbeeinnahmen klingen erst einmal widersprüchlich, denn immerhin zahlt ein Kunde ja bereits, um die Magazine zu lesen. In vielen Magazinen ist aber generell Werbung enthalten, die mehr Leute erreicht, wodurch der Verlag letztendlich mehr mit diesem Geschäft verdienen kann. Daraus ergibt sich eine Win-Win-Situation für den Verlag und Readly.

Personalisierte Werbung

Im Werbegeschäft sieht Readly aber auch künftig noch an anderer Stelle gutes Potenzial. Das Unternehmen hat die Möglichkeit einige Daten über den Nutzer zu sammeln, die sich aus dessen Verhalten und dem Profil ergeben. Mit der geeigneten Auswertung dieser Daten ist die Anzeige personalisierter Werbung möglich, die im Allgemeinen deutlich effektiver ist als herkömmliche Werbeplatzierungen. Das Prinzip der personalisierten Werbung hatten wir im Kontext der sozialen Medien in unserer Quick Analysis zu Facebook (alter Analysestandard) bereits einmal erklärt und damals erläutert, dass Printmedien hier stark im Nachteil sind. Eine digitale Version der (ursprünglichen) Printmedien kann diesen Nachteil allerdings erneut ausgleichen, denn hier kann die gewollte Zielgruppe wieder genau erreicht werden.

Auch wenn dieses Geschäft für Readly aktuell noch unbedeutend ist, so wird hier trotzdem ein mögliches wichtiges Standbein für die Zukunft gesehen

Kundengewinnung

Bei der Gewinnung von Neukunden arbeitet Readly u. a. mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Beispielhaft zu nennen sind hier Partner aus dem Energie-, Einzelhandel- oder Telekommunikationssektor, welche ihren Kunden Probeabonnements bei Readly anbieten. In 2020 konnten über 100 neue kommerzielle Partnerschaften geschlossen werden, wobei die Textilhandelskette H&M zu den bekanntesten Vertretern gehört.

Auf Instagram fällt aber auch auf, dass Readly versucht über Partnerschaften mit Influencern Neukunden zu gewinnen.

Burggraben

In den vergangenen Analysen konnten wir eigentlich immer auf Anhieb einen mehr oder weniger starken Burggraben ausfindig machen. Bei Readly müssen wir hier etwas genauer hinsehen. Im Geschäftsteil haben wir bereits über die Geschäftsstrategie von Readly gesprochen. Die Idee des Verkaufens von einzelnen eMagazinen ist bereits Teil vieler anderer Online Kiosk Anbieter. Hervorstechen kann Readly aber möglicherweise mit seinem Abo-Modell.

Im Vergleich zu seinen stärksten Konkurrenten (mehr dazu in der Sektion Konkurrenzvergleich) kann Readly auf den ersten Blick nicht mithalten. Andere Unternehmen bieten ebenfalls Funktionen wie das Offline lesen oder das Teilen von Inhalten innerhalb der Familie an. Auch preislich kann Readly nicht immer mit der Spitze mithalten. So bietet PressReader bspw. sogar rund 2.000 weitere Zeitschriften zum gleichen Preis an.

Um dennoch einige Argumente zu nennen, sehen wir vor allem bei folgenden Punkten einen möglichen Burggraben:

  • Internationalisierung, Kunden in vielen Ländern und in 17 Sprachen verfügbar
  • 5000 + Zeitschriften verfügbar
  • Stetig wachsende Abonnementzahl (+30 % in Q2 im Vergleich zur Vorjahresperiode, drittes Quartal in Folge gesteigert)

Porters Five Forces

Nachstehend führen wir die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter durch. Diese dient einer Einordnung von externen Kräften, welche auf die Unternehmen einer Branche einwirken. Unsere Skala reicht hierbei von 0 bis 5. Je besser Readly aufgestellt ist, desto höher ist die Punktzahl, welche wir vergeben.

Externe Kraft Stärke Begründung
Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern 1/5 Die externe Kraft der Rivalität unter bestehenden Mitbewerbern darf nicht unterschätzt werden. Readly muss sich Marktanteile mit einer starken Konkurrenz wie zum Beispiel Amazon Kindle aber auch lokalen Printmedien teilen. Daher nur 1/5 Punkte.
Bedrohung durch neue Wettbewerber 1/5 Readly steht mit einem guten Geschäftsmodell sowie Produktangebot bereits fest im Markt. Dies belegen auch diverse Statistiken zur Marktdominanz in diesem Sektor. Jedoch kann Readly kaum einen Burggraben vorweisen, deshalb 1/5 Punkte.
Verhandlungsmacht der Lieferanten 1/5 Als Lieferant wird hier der Verlag bezeichnet. Readly steht ganz klar in starker Abhängigkeit zu den verschiedenen Lieferanten. Die Verhandlungsmacht der Lieferanten sehen wir hier als groß an.
Verhandlungsmacht der Kunden 4/5 Die Verhandlungsmacht der Kunden sehen wir als schwächste Kraft nach Porter an. Wie bereits erwähnt ist Readly von der Gunst der individuellen Verläge abhängig.
Bedrohung durch Ersatzprodukte 4/5 Das Ersatzprodukt zu Readlys Geschäftsmodell ist ganz klar das klassische Printmedium. Wir sehen hier aber keine Bedrohung durch dessen Koexistenz daher 4/5 Punkte.

Geschäftsführung

Maria Hedengren

Da der Gründer selbst nicht mehr operativ im Unternehmen tätig ist, betrachten wir die derzeitige CEO, Maria Hedengren, genauer, welche ihr Amt seit April 2019 innehält. Sie hat Readly somit auch an die Börse geführt. 

Maria Hedengren hat Accounting & Finance, Business Administration an der Universität in Göteborg studiert. In ihrer Karriere war sie bereits mehrmals bei kleineren innovativen Unternehmen beschäftigt und übernahm dort auch große Verantwortung z. B. in der Position als Chief Financial Officer. Vor ihrem Wechsel zu Readly war Hedengren bei iZettle für die Finanzen verantwortlich und bereitete zudem auch den Börsengang vor. Letztlich erfolgte das IPO des Fintechs nicht, weil PayPal es für 2,20 Mrd. USD übernahm. Des Weiteren war Hedengren auch als CFO bei NetEnt, einem Softwareentwickler im Bereich des Online-Glücksspiels, tätig.

Insgesamt ist sie nun seit über 20 Jahren in der Führung von Technologieunternehmen aktiv und verfügt deshalb über eine gewisse Erfahrung. In einem Interview berichtete sie, dass es außerordentlich wichtig sei eine “Wachstums-Denkweise” zu haben und sich ständig an neue Gegebenheiten anzupassen. Laut ihrer eigenen Aussage ist das strategische Denken, auch immer ein paar Schritte weiter zu sein, ihre größte Stärke.

2. Fundamentale Ansicht

Kennzahlen

Aktienfinder
Aktienfinder

Die Prognosen aus diesem Abschnitt werden vom Aktienfinder zur Verfügung gestellt.

Umsatz

Entwicklung

Da es sich um ein schwedisches Unternehmen handelt, werden auch alle im Geschäftsbericht ausgewiesen Beträge in Schwedische Kronen dargestellt. Um ein besseres Gefühl für Schwedische Kronen zu bekommen, möchten wir hier an dieser Stelle den Umrechnungsfaktor von Euro in Schwedische Kronen anführen. Zum Erscheinungsdatum dieser Analyse entspricht 1 Euro = 9,9902429 Schwedische Kronen. Zur Vereinfachung kann auch der Faktor 10 genommen werden.

Wenn man sich den Bereich Umsatz ansieht, Abbildung 15, so wird deutlich, dass Readly doch ein sehr stark wachsendes Unternehmen ist. Der Umsatz im Berichtszeitraum belief sich auf 352,60 Mio. SEK (264,74 Mio. SEK im Jahr 2019), ein Plus von 33,20 %  im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Dies entspricht in Euro einem Gesamtumsatz im Jahr 2020 von 35,30 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist laut Readly auf das Wachstum von fixen Abonnenten sowie einem durchschnittlich höheren Umsatz pro Nutzer zurückzuführen (Abbildung 16).

2020 hat Readly pro Nutzer 93 SEK verdient. Zum Vergleich 2017 lag dieser Wert noch bei 84 SEK. Kritisch ist allerdings die Entwicklung in Bezug auf das erste Halbjahr 2021. Hier sank der Umsatz je Nutzer auf 91 SEK. Zukünftig wird also neben dem Nutzerwachstum auch interessant sein, ob der Umsatz je Nutzer gesteigert werden kann oder nicht. Betrachten wir den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer in Europa über alle Anbieter, so liegt dieser im Jahr 2021 bei ca. 22 EUR (ca. 218 SEK) für eMagazine sowie ca. 35 EUR (347 SEK) für ePapers.

Das durchschnittliche Umsatzwachstum seit 2016 beläuft sich auf 52,51 % pro Jahr. Betrachtet man jedoch die individuellen Umsatzzuwächse von Jahr zu Jahr, so wird ersichtlich, dass das Wachstum deutlich an Dynamik verliert. Konnte Readly im Jahr 2017 noch eine Umsatzsteigerung von 94,81 % zum Vorjahr erzielen, so war es von 2017 auf 2018 nur noch 54,33 % und im letzten Jahr, von 2019 auf 2020, nur noch eine 33,19 %ige Steigerung. Auf diesem soll sich das Niveau jedoch stabilisieren: So erwarten Analysten für die Folgejahre eine jährliche Umsatzsteigerung von 30,57 % pro Jahr und somit einen Gesamtumsatz von 784,95 Mio. SEK im Jahr 2023. Im ersten Halbjahr 2021 konnte diese Prognose bisher auch bestätigt werden.

Umsatzverteilung nach Regionen

Readly bezeichnet sich selbst als europäischen Marktführer für digitale Zeitschriften und kann Abonnements mit Kunden in 50 verschiedenen Ländern und 17 verschiedenen Sprachen vorweisen. Wie genau Readly im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, wird im Abschnitt Konkurrenzvergleich und Branchenanalyse angesprochen.

Derzeit bietet Readly ihr Angebot aktiv in folgenden Ländern an: Österreich, Australien, Deutschland, Irland, Italien, die Niederlande, Neuseeland, Schweden, Schweiz, Großbritannien und den USA. Im restlichen europäischen Raum ist Readly verfügbar, bewirbt dieses aber nicht, ebenso im Großteil des Asien-Pazifik-Raumes, Mittlerer Osten und Südafrika.

Die Kernmärkte für Readly, die hier auch mit einer physischen Außenstelle vertreten sind, sind:

  • Deutschland: 140,25 Mio. Sek — mit 40,09 % am Gesamtumsatz
  • Schweden: 84,11 Mio. SEK — mit 24,04 % am Gesamtumsatz
  • Großbritannien: 72,23 Mio. SEK — mit 20,65 % am Gesamtumsatz
 

Wir sehen in naher Zukunft durch die Übernahme von Toutabo aber auch Frankreich als wichtige Säule und wachsende Einnahmequelle für Readly.

Des Weiteren konnte im letzten Geschäftsjahr für alle Märkte ein Umsatzwachstum (im Vergleich zur Vorperiode) berichtet werden. Der Umsatz stieg in Deutschland um 27,97 % auf 140,25 Mio. SEK (109,60 Mio. SEK in 2019), 21,90 % in Schweden auf 84,11 Mio. SEK (69,00 Mio. SEK in 2019) und 28,98 % in Großbritannien auf 72,23 Mio. SEK (56,00 Mio. SEK in 2019). Positiv hervorzuheben ist der Gesamtumsatz in anderen Märkten, sprich der restlichen Welt. Hier stieg der Umsatz um 85,47 % auf 53,23 Mio. SEK (28,70 Mio. SEK in 2019). Dies deutet auf eine zumindest vorerst gelungene Expansion in anderen Märkten hin.

Im Halbjahresbericht 2021 wird das Wachstum der verschiedenen geografischen Märkte ebenfalls bestätigt. Besonders der Markt in UK ist mit 59,70 % gewachsen, was das Unternehmen auf das starke Nutzerwachstum zurückführte.

EBIT und Konzerngewinn

Im berichteten Zeitraum war Readly noch nicht in der Lage ein positives Nettoergebnis zu erzielen. Für 2020 wurde ein Nettoverlust von 197,42 Mio. SEK verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr (-146,57 Mio SEK) erhöhte sich dieser Verlust um 35,03 %. Analysten erwarten im Jahr 2023 weiterhin negative Ergebnisse, konkret einen Nettoverlust von -167,02 Mio. SEK. Die Verluste nahmen seit 2016 sukzessive zu, sollen aber ab 2021 wieder rückläufig werden. Gerade bei Unternehmen mit starkem Wachstum sind steigende Nettoverluste nichts ungewöhnliches und häufiger zu sehen, da hier viel Kapital für Produktentwicklung, Marketing usw. aufgewendet werden muss.

Betrachten wir die Entwicklung des Unternehmensgewinns ohne Berücksichtigung der fixen Kosten, sprich den Bruttogewinn, so ergibt sich ein komplett anderes Bild. Der Bruttogewinn stieg im berichteten Zeitraum um 41,40 % auf 117 Mio SEK (82,80 im Jahr Geschäftsjahr 2019). Kurz zur Erläuterung. Zieht man vom Umsatz die Kosten ab, welche man unmittelbar zur Erzielung des Umsatzes braucht, erhält man den Bruttogewinn. Dies sind bei Readly bspw. die Verlagskosten, um die Produkte überhaupt anzubieten. Der Bruttogewinn stellt grundsätzlich die Menge an Umsatz dar, mit welcher das Unternehmen aktiv arbeiten kann und somit für Marketing oder Forschung und Entwicklung investieren kann.

Da EBIT korreliert im betrachteten Zeitraum, beginnend bei 2016, mit dem berichteten Nettoverlust. Tendenziell kann aber eine positive Entwicklung beobachtet werden, jedoch befindet auch das EBIT für das abgelaufene Geschäftsjahr immer noch in den roten Zahlen. Konkret wurde für 2020 ein EBIT von189,78 Mio. SEK berichtet. Bis 2023 soll sich da EBIT um 27,76 % erhöhen und sich auf  -167,02 Mio. SEK belaufen.

Margen

Aktuell belaufen sich die Margen von Readly wie folgt:

  • operative Marge von -53,82 % und
  • eine Nettomarge von -55,99 %

Wie berichtet stieg der Gesamtumsatz im letzten Geschäftsjahr auf 351,60 Mio SEK an. Die daraus resultierende Bruttomarge beläuft sich auf 33,20 %. Die Bruttomarge zeigt somit eine leichte Steigerung gegenüber den letzten drei Jahren auf. Lag diese 2017 noch bei ca. 26,20 %, kommt sie laut dem Jahresbericht 2020 auf einen zuvor genannten Wert von 33,20 %. Die positive Margenentwicklung bezogen auf den Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr, ist laut Geschäftsbericht auf die verbesserte Umsatzverteilung unter den Herausgebern und gleichzeitig auf niedrigere Transaktionskosten mit höheren Einnahmen aus Währungseffekten zurückzuführen.

Aus unserer Sicht muss sich hier die Bruttomarge noch deutlich steigern, damit in Zukunft mehr Geld für Werbung sowie Forschung und Entwicklung zur Verfügung steht. Das Management von Readly hat dies auch erkannt und plant zukünftig auch mit einer Steigerung der Marge. In den ersten sechs Monaten lag die Marge jedoch immer noch fast unverändert bei 33,70 %, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine leichte Steigerung darstellte.

Dividendenpolitik

Readlys Vorstand bekräftigt, dass kurz- oder mittelfristig keine Dividende ausgezahlt wird. Stattdessen beabsichtigt das Unternehmen, den erwirtschafteten Cashflow für weitere Wachstumsinvestitionen zu verwenden. Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung sowie seiner operativen Ertrags- und Finanzlage werden jedoch mögliche Dividendenzahlungen jährlich durch den Vorstand neu evaluiert. Es wäre jedoch aus unserer Sicht für Readly nicht ratsam, in den nächsten fünf Jahren eine Dividende auszubezahlen. Dabei bleiben wir selbst dann, wenn die Entwicklung deutlich positiver ausfallen sollte als derzeit kalkuliert.

Historische Kennzahlen

Bevor wir im Detail auf die Multiple eingehen, möchten wir darauf hinweisen, dass bei Readly aufgrund der relativ kurzen Zeit an der Börse kein 10-Jahres-Vergleich möglich ist. Des Weiteren lässt sich auch der Vergleich innerhalb der Branche nur schwer anstellen. Zum einen stehen Konkurrenten wie Apple und Amazon gegenüber und zum anderen sind viele der direkten Konkurrenten nicht an der Börse gelistet.

KUV

Readly wurde im Geschäftsjahr 2020 mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 5,88 und wird zum heutigen Erscheinungsdatum mit einem KUV von 2,36 bewertet. Aufgrund der erwarteten Umsatzsteigerung von jährlich 30,57 % bis 2023, reduziert sich auch das KUV um 31,53 %. Konkret soll Readly im Jahr 2023 mit dem 1,89 des Umsatzes bewertet werden.

KGV

Basierend auf der Tastsache, dass Readly zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen positiven Nettogewinn verbuchen kann, ist auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis im negativen Bereich. Konkret beläuft sich das KGV zum Erscheinungspunkt der Analyse auf -4,21. Im vergangenen Geschäftsjahr war es mit -10,5 ebenfalls negativ. Seit Börseneintritt konnte das Unternehmen noch nie Gewinne erzielen und somit auch kein positives KGV vorweisen. Analysten erwarten im Jahr 2023 ein KGV von -8,87.

KBV

Anders hingegen sieht es beim Kurs-Buch-Verhältnis aus. Hier beträgt das KBV aktuell 2,99. Im berichteten Zeitraum lag das KBV bei 5,43. Auch hier kann die Entwicklung des KBV nicht dargestellt werden. In den nächsten drei Jahren prognostizieren Analysten jedoch eine Verminderung dieses Multiple um -257,01% auf konkret -21,01. Grund hierfür ist die Investition des kompletten Eigenkapitals bis 2023.

Einordnung nach Peter Lynch

Aufgrund des enormen Wachstums wird Readly in die Kategorie Fast Grower eingeordnet.

Fundamentales Wir Lieben Aktien-Rating

Im Wir Lieben Aktien Rating bekommt Readly 4 von 10 Punkten. Obwohl Readly ein enormes Umsatzwachstum zugesprochen wird, sehen Analysten eine EBIT Minderung um -5,68 % pro Jahr. Auch die aktuelle Konzerngewinn sowie EBIT Marge ist derzeit negativ. Punkten kann Readly bei einer Eigenkapitalquote von über 50 % sowie eine nicht vorhandene Verschuldungsquote.

3. Konkurrenzvergleich und Branchenanalyse

Allgemeine Infos über die Branche

Das Unternehmen Readly ist der Branche digitale Medien zugeordnet. Doch was genau verstehen wir unter digitale Medien und welche Subbereiche gibt es dort eigentlich? Digitale Medien umfassen audiovisuelle Medien und Anwendungen, die als Digitalformate über das Internet an den Endnutzer vertrieben werden. In Abbildung 25 haben wir für euch diesen Term etwas genauer aufgeschlüsselt. Generell gibt es 4 Hauptsegmente. Hierzu zählen zum einen digitale Videoinhalte (Video-on-Demand) wie Filme, Serien und Shows, digitale Musik die als Download oder Stream angeboten wird, Videospiele und natürlich das Segment in dem sich Readly wiederfindet, der Bereich der elektronischen Publikation (ePublishing). Unter ePublishing versteht man im Detail Bücher, Magazine oder Zeitungen die als Digitalversion z. B. für eReader oder andere mobile Endgeräte wie Tablet abrufbar sind.

Der globale Umsatz, generiert durch digitale Medien, soll laut Analysten bis 2025 mit einer Wachstumsrate von jährlich 12,80 % auf 417,70 Mrd. USD anwachsen. Abbildung 26 zeigt den Umsatz aller vier Hauptsegmente der vergangenen vier Jahre inkl. Prognose bis 2025.

Das Segment ePublishing macht 9,30 % des gesamten Markts für digitale Medien aus. Das Wachstum beläuft sich im dargestellten Zeitraum (Abbildung 26) auf knapp 5 % pro Jahr und liegt somit um mehr als die Hälfte unter dem Hauptsegment (12,80 %). Betrachten wir aber die in unseren Analysen übliche Darstellung (Prognosen drei Jahre in die Zukunft), so wird dieser Bereich bis 2023 mit 7,43 % pro Jahr wachsen. Im nächsten Abschnitt gehen wir noch etwas detaillierter in das Subsegment ePublishing ein.

Aus Abbildung 29 wird ferner deutlich, dass der globale ePublishing Markt durch das Segment eBooks dominiert wird. eMagazine und ePaper spielen hier nur eine kleinere Rolle. Dies muss nicht unbedingt überraschen, da viele Inhalte von Zeitschriften und Zeitungen auf diversen Nachrichtenportalen oder ähnlichen Websiten zumeist kostenlos erhältlich sind. Auch im Konkurrenzvergleich wird ersichtlich, dass die meisten Anbieter sich entweder auf eBooks oder eMagazine spezialisiert haben. Im Gegensatz dazu ist beim eBook unserer Meinung nach ein Kaufanreiz gegeben. Dieser Kaufanreiz ist auf den Kostenvorteil von eBooks zurückzuführen. In China liegt z. B. der durchschnittliche eBook Preis bei weniger als der Hälfte der gedruckten Version. In den USA hingegen liegt das Verhältnis Hardcover zu eBook bei 1 zu 0,70.

Wie in Abbildung 27 zu sehen, herrscht am Markt der digitalen Medien sehr hoher Konkurrenzkampf zwischen teils sehr bekannten Unternehmen im jeweiligen Segment. Es fällt sofort auf, dass Amazon hier in allen vier Segmenten vertreten ist. Falls Ihr mehr zu dem Online-Giganten wissen wollt, lest am besten nochmal unsere bereits veröffentlichte Analyse zu Amazon.

ePublishing

Das ePublishing Segment kann in drei Subsegmente unterteilt werden.

  • eBooks (kostenpflichtige, digitale Repliken gedruckter Bücher)
  • ePapers (Tages- oder Wochenzeitungen)
  • eMagazine (Zeitschriften)

Marktentwicklung

Der globale ePublishing Markt beträgt im Jahr 2021 etwa 27,50 Mrd. USD und soll laut Analysten bis 2025 mit einer jährlichen Wachstumsrate (2020-2025) von 5,28 % auf circa 32,60 Mrd. USD ansteigen (Abbildung 29).

67,20 % des globalen ePublishing Markts werden von den USA, Europa und China abgedeckt. Alle drei Regionen generieren im Jahr 2021 einen Gesamtumsatz von 18,50 Mrd. USD. 32,80 % werden den restlichen Ländern zugordnet. Das Subsegment eBooks ist in allen drei Regionen am beliebtesten, gefolgt von Tages- oder Wochenzeitschriften sowie Magazinen.

Den Löwenateil macht hier klar die USA mit einem Umsatz von 9,90 Mrd. USD aus. Nach China wird hier bis 2025 auch das zweitstärkste Wachstum von 4,10 % p. a. erwartet. Betrachten wir das erwartete Wachstum innerhalb Europas und nach Ländern gereiht, so steht Frankreich mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 5,60 % pro Jahr an erster Stelle. Weitere wichtige Märkte von Readly wie Deutschland kommen hier auf 2,70 % p. a. sowie Großbritannien auf sogar nur 1,90 % p. a.

Überblick über die Konkurrenz

Bevor wir auf die Kennzahlen der direkten Konkurrenten zu Readly eingehen, möchten wir noch einen Vergleich innerhalb der digitalen Medien, nämlich mit der Peer-Gruppe, der digitalen Musik anstellen.

Die globale Marktgröße für digitale Musik beträgt im Jahr 2021 etwa 24,90 Mrd. USD und ist somit etwas geringer als das Segment ePublishing mit 27,50 Mrd. USD. Bis 2025 soll der Markt einen weltweiten Umsatz von 35,10 Mrd. USD erreichen und mit einer jährlichen Wachstumsrate (2020-2025) von 9,89 % pro Jahr nahezu doppelt so schnell wachsen (Abbildung 31).

Spotify hält in den meisten Länder zusammen mit Amazon Musik den größten Marktanteil. Abbildung 32 zeigt die Marktaufteilung für Deutschland.

Kennzahlen

In folgender Tabelle vergleichen wir die direkten Konkurrenten von Readly anhand der Kennzahlen. Außerhalb der Konkurrenz möchten wir Readly aber noch mit Spotify vergleichen. Immer wieder wird Readly auch als das Spotify der ePublishing Branche bezeichnet.

Unternehmen Readly Amazon (prime reading) Apple (Apple News+) Barnes & Noble (nook) Spotify
WKN / ISIN A2QEQU / SE0014855292 906866 / US0231351067 865985 / US0378331005 A14WT8 / US06777U1016 A2JEGN / LU1778762911
Mitarbeiter*innen 121 1.298.000 147.000 5.500 5.584
Hauptsitz Vaxjö, Schweden Seattle, USA Cupertino, USA New York, USA Stockholm, Schweden
Marktkapitalisierung 0,99 Mrd. SEK 1.785 Mrd. USD 2.480 Mrd. USD 527,74 Mio. USD 55,10 Mrd. USD
Umsatz 352,60 Mio. SEK 386,06 Mrd. USD 274,15 Mrd. USD 1,85 Mrd USD 8,98 Mrd. USD
Umsatzwachstum (letzten 5 Jahre) 52,51 % p. a. 29,80 % p. a. 6,36 % p. a. 0,59 % p. a. 28,79 % p. a.
EBIT -189,78 Mio. SEK 22,90 Mrd. USD 65,34 Mrd. USD -23,78 Mio. USD -313,49 Mio. USD
EBIT Wachstum (letzten 5 Jahre) 33,79 % p. a. 51,32 % p. a. 2,81 % p. a. - % p. a. -5,07 % p. a.
EBIT-Marge -53,80 % 5,9 % 23,83 % -1,3 % - 3,49 %
KUV 2,36 4,24 6,96 0,35 5,37
KGV -4,21 76,80 26,88 - 53,76
KBV 2,99 17,54 39,32 2,03 22,93
Eigenkapitalquote 66,32 % 29,08 % 17,97 % 26,40 % 44,34 %
Dividendenrendite - % - % 0,98 % - % - %
Dividendenwachstum (letzten 5 Jahre) 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 9,82 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a.
Geschäftsmodell Abo Einzelkauf Abo Einzelkauf Abo
Titel 5000 + 100 + 300 + 4,5 Mio + -
eBooks Nein Ja Nein Ja -
ePapers Ja Nein Ja Nein -
eMagazines Ja Ja Ja Ja -

Alle hier aufgeführten Konkurrenten sind an der Börse notiert. Dabei gibt es noch unzählige direkte Konkurrenten, die nicht an der Börse gelistet sind, wie z. B.:

  • Scribd (Abomodell, Mio+ Publikationen, spezialisiert auf eBooks & eMagazine)
  • PressReader (Abomodell, 7000+ Publikationen, spezialisiert auf eMagazine & ePapers)
  • Zinio (Abomodell, 6000+ Publikationen, spezialisiert auf eMagazine)
  • Magtzer (Abomodell, 5000+ Publikationen, spezialisiert auf eMagazine & ePapers)
  • United Kiosk (Abomodell, 1000+ Publikationen, spezialisiert auf eMagazine & ePapers)

2-Jahres-Performance

Bei dem Performancevergleich schneidet Readly mit Abstand am schlechtesten ab und weist auch als einzige Aktie eine negative Performance auf. Man sollte allerdings berücksichtigen, dass z. B. Apple und Amazon in vielen weiteren Bereichen tätig sind.

4. Chancen und Risiken

Chancen

Digitale Infrastruktur als Basis für die Entwicklung der digitalen Medien (1)

Wie aus dem Titel bereits ersichtlich, sehen wir die Etablierung einer soliden weltweiten digitalen Infrastruktur als grundlegend wichtiges Fundament für die Entwicklung des digitalen Marktes an. Der Ausbau des mobilen Internetzugangs sowie verbesserte Verbindungsgeschwindigkeiten, die zunehmende Anzahl von Mobilfunk- und Streaming-Diensten führen zu einer stetig wachsenden Nachfrage nach allen Arten von digitalen Medien und bildet die Basis für die Nutzung digitaler Inhalte wie eMagazine oder ePapers. Im weltweiten Durchschnitt nutzt 64,10 % der Gesamtbevölkerung monatlich das Internet. Readly kann vor allem von den überdurchschnittlich guten digitalen Infrastrukturen in den Kernmärkten profitieren. Nachfolgend werden die Kernmärkte anhand der Internetverfügbarkeit aufgelistet (64 % im weltweiten Durchschnitt, 81 % in Europa):

  • Großbritannien, 91,44 %
  • Schweden, 90,93 %
  • Deutschland, 85,34 %

Entwicklung der weltweiten Nutzer (2)

Die Anzahl der Nutzer wird über die nächsten Jahre kontinuierlich steigen. Von dieser Entwicklung wird auch Readly profitieren können. Abbildung 34 bildet im Zeitraum 2017 bis 2025 eine jährliche Wachstumsrate von 4,77 % und 3,97 % für ePaper sowie eMagazine respektive ab. Betrachten wir die Entwicklung der Gesamtanzahl aller Nutzer bis ins Jahr 2025, so kann hier basierend auf 2020 ein stärkeres Wachstum von 5,35 % erwartet werden.

Synergien zwischen den Unternehmen und Magazinen zur Reichweitensteigerung (3)

Readly ist weltweit über diverse Geschäftspartner gut vernetzt. So z. B. gibt es mehrere Partnerschaften mit Unternehmen im Einzelhandel, dem Energiesektor oder auch der Telekommunikationsbranche. Diese Handelspartner bieten ihren Kunden Test-Abonnements für einen festgelegten Zeitraum (üblicherweise 1-2 Monate) als Teil ihres kommerziellen Angebots an. Danach wandelt sich das Testabo meist in ein Abonnement für vollzahlende Kunden um. Readly setzt verstärkt auf diese Art von Marketing. So unterzeichnete Readly im vergangenen Jahr mehr als 100 neue Partnerverträge mit Unternehmen, die auf unterschiedlichste Weise über ihre Vertriebskanäle Readly vermarkten. Ein gutes Beispiel ist H&M, die in diversen Modemagazinen für das ePublishing Unternehmen Reichweite generiert. Als weiteres Beispiel bietet Lidl seinen Neukunden Readly als Teil des Treueprogramms an.

Des Weiteren bietet Readly mit Readly Ads einen Service für Verlage an, denen es dadurch ermöglicht wird, zusätzliche Werbung in deren eigenen digitalisierten Medien zu schalten. Diese Anzeigen können ferner für die Abonnementen mithilfe der Datenanalyse im Hintergrund personalisiert werden. Sprich die geschaltete Werbung beinhaltet für jeden Abonnenten unterschiedliche Themen. Noch befindet sich Readly Ads in den Kinderschuhen, doch das Unternehmen erwartet sich durch diese Möglichkeit einen weiteren Nutzerwachstum. Ob diese Flut an Werbungen irritierend ist oder den Lesefluss gar stört, bleibt an dieser Stelle unkommentiert.

Risiken

Nicht alle großen Zeitungen im Abonnement inkludiert (1)

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel
Auswirkung: mittel

Obwohl auf dem ePublishing Markt viele Versuche zur Etablierung populärer Geschäftsmodelle (z. B. Diensten mit unbegrenztem Zugriff wie Readly) unternommen wurden, fehlen umfassende Portfolios an reichweitenstarken und beliebten Publikationen wie großen Zeitungen oder Zeitschriften.

Wir sehen hier ein klares Risiko, da der Bereich ePaper unserer Ansicht nach nicht für jeden ausreichend abgedeckt ist. So führt das Unternehmen zwar einige Tages- bzw. Wochenzeitungen in deren Sortiment, vergleicht man jedoch die Masse an Magazinen mit der Anzahl der angebotenen Zeitungen wird schnell klar, dass es hier noch aufholbedarf gibt. Derzeit verkaufen die großen Zeitungen ihr Angebot lieber selbst über deren eigenen Kanal. Schafft es Readly das ePaper Angebot zu verbessern, so kann aus diesem Riskio auch eine Chance durch zunehmende Abonnements entstehen. Falls nicht womöglich das Gegenteil.

Wir haben uns auch Bewertungen anderer Onlineportale angesehen, welche einen ähnlichen Eindruck vermitteln. Nachfolgend ein kurzer Auszug, aus einem Erfahrungsbericht von Mai 2021:

“Dabei ist Readly im Hinblick auf das Angebot noch nicht perfekt – gerade bei den Tageszeitungen wäre mir das eine oder andere Lokalblatt anstelle der BILD oder internationalen Presse lieber gewesen. Vor allem aber hätte ich mir Der Spiegel und Die Zeit gewünscht. Bei den Alternativen von Readly – United Kiosk News, Yumpu News und read-it, ist die Auswahl an Premiumzeitungen jedoch nicht besser.”

Schwacher Burggraben — leicht einzunehmen? (2)

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel
Auswirkung: hoch

Wir sind auf die Thematik des Burggrabens und wie sich dieser zusammensetzt bereits weiter oben in unserer Analyse im Detail darauf eingegangen. Dennoch müssen wir diese Besonderheit des wenig ausgeprägten Burggrabens zugleich auch als Risiko für das Unternehmen einstufen. Readly operiert in einem Geschäftsbereich mit relativ hoher Konkurrenzdichte. Daher sehen wir es als besonders wichtig an, wie schnell Readly hier in der Lage ist neue Kunden zu gewinnen, wie gut das Portfolio aufgebaut und erweitert wird, um dementsprechend eine starke Kundenbindung zu generieren.

5. Unsere Bewertung

Ein so kleines Unternehmen wie Readly zu bewerten, ist enorm schwer. Hier herrscht grundsätzlich die Devise „Lieber vorsichtig kalkulieren“. Wir gehen bei der Bewertung der Aktienanzahl davon aus, dass diese noch um 10 % steigt. Diese These haben wir bei den Multiples für 2031e ebenfalls berücksichtigt.

Der Eigenkapitalzins

Die Branche von Readly ist relativ unproblematisch. Es gibt hier natürliche Schwankungen, da diese auf Nachfrage abgerufen werden. Durch das Abo-Modell wird dieser Effekt jedoch ein Stück weit relativiert. Fraglich ist jedoch, wie das Geschäftsmodell in Zukunft von den Kunden angenommen wird. Wir kalkulieren folglich mit 8 % Branchenzins.

Zusätzlich kommen 5 % Sicherheitszuschlag. Geschuldet ist dieser zum einen durch ein Zinssteigerungsrisiko, welches wir mit einem Prozent gewichten. Zum anderen nehmen wir einen ordentlichen Zuschlag von 4 % vor, weil noch nicht absehbar ist, wann Readly wirklich profitabel arbeitet.

Für die Eigenkapitalquote setzen wir keinen Zuschlag an, da diese Quote relativ gesund wirkt und Readly über eine starke Nettoliquidität verfügt. Insgesamt beträgt der Zins somit 13 %.

Pessimistisches Szenario

Hier möchten wir nochmals, wie in den anderen Analysen auch, darauf hinweisen, dass das schlechteste Szenario von einem Small Cap wie Readly natürlich der Totalverlust ist. Eine Wahrscheinlichkeit dafür ist schwer abzuschätzen. Ich persönlich (Christian) sehe die Wahrscheinlichkeit für einen Totalverlust bei 20 %.

Im pessimistischen Szenario gehen wir davon aus, dass Readly sehr lange benötigt, um profitabel zu arbeiten. Das erste Jahr mit einer EBIT Marge von 4 % stellt das Jahr 2027 dar. Danach sehen wir ein Wachstum der Marge auf maximal 10 % an. Auch das Wachstum ist sehr niedrig kalkuliert. Anstatt rund 30 % wird großteils nur mit Wachstumsraten von unter 20 % kalkuliert, welche sich bis 2030 stark abschwächen.

Die Überbewertung beträgt dann 270 % bei einem fairen Wert von 7,38 SEK.  

Geht man allerdings davon aus, das Readly 2031 gewinnbringend arbeitet und eine EBIT Marge von 10 % durchsetzen kann, kann man die Firma mit einem Gewinnmultiple von 13 bewerten. Dadurch kommt man dennoch auf eine Renditeerwartung von 6,20 % pro Jahr.

Optimistisches Szenario

In diesem Szenario rechnen wir mit den klassischen Schätzungen. Somit rund 30 % Wachstum pro Jahr und ab 2025 erstmals profitabel. Das Wachstum nimmt bis ins Jahr 2031 langsam auf rund 20 % pro Jahr ab. Die EBIT Marge hingegen steigt weiter stetig auf 12 % an. Dies ist unseres Erachtens durchaus realistisch.

Der faire Wert beläuft sich dann auf 45,66 SEK mit einer Unterbewertung von -40 %.

Wenn das Wachstum in 2031 immer noch bei rund 15 % – 20 % liegt, kann man mit gutem Gewissen davon ausgehen, dass Readly mit einem KGV von rund 25 bewertet wird. Dann kommt man auf eine Renditeerwartung pro Jahr von rund 25 %. Das Ergebnis ist ein knapper Tenbagger.

Tenbagger Szenario

Die Berechnung ist bis 2025 relativ gleich wie die optimistische. Die große Unterscheidung tritt in den Jahren danach auf. Während im optimistischen Fall das Wachstum abflacht, nimmt das Wachstum bei der Tenbagger Bewertung nicht ab, sondern bleibt einige Jahre bei 35 %. Und flacht dann erst ab 2029 leicht ab.

Die Gewinnspanne haben wir im Vergleich zur optimistischen Bewertung ebenfalls leicht auf bis zu 14 % angehoben.

Der faire Wert je Aktie wird hier mit 94,32 angenommen und die daraus resultierende Unterbewertung beträgt -71 %.  

Durch das fiktive starke Wachstum kann das Unternehmen dann relativ leicht ein Gewinnmultiple von 30 rechtfertigen. Tendenziell sogar mehr.

Die Renditeerwartung beträgt dann pro Jahr ca. 33 %, was auf einen 10-Jahreszeitraum sogar mehr als einen Tenbagger entsprechen würde.

Unsere Einschätzung

Eine genaue Renditeerwartung traue ich (Christian) mir hier nicht zu, dafür ist die Zukunft noch zu ungewiss. Was ich jedoch durch mein subjektives Empfinden machen werde, ist eine Schätzung der jeweiligen Wahrscheinlichkeit für die vier relevanten Szenarien.

  1. Totalverlust (0 % Rendite):                           20 %
  2. Pessimistisches Szenario (6 % Rendite):  25 %
  3. Optimistisches Szenario (25 % Rendite):  40 %
  4. Tenbagger Szenario: (33 % Rendite):         15 %

Kumuliere ich dann die Renditeerwartungen je nach Wahrscheinlichkeit auf, so komme ich immer noch auf 16 % Rendite pro Jahr. Dies finde ich relativ preiswert und fair. Vor allem wenn man die Risiken einkalkuliert. Zu beachten ist aber wirklich, dass hier auch ein Totalverlust nicht abwegig ist. Ich persönlich werde mich nach Einstiegen umsehen. Dieser wird allerdings von charttechnischen Parametern abhängig gemacht. 

Die genaue Berechnung kann der Exceltabelle durch einen Klick entnommen werden. Man sollte jedoch beachten, dass sich (vor allem bei einem Unternehmen wie Readly) kurzfristig relativ große Verschiebungen in der Renditeerwartung und Bewertung ergeben können, wenn neue Informationen zur Verfügung stehen. In der kommenden Woche, am 11.11.2021, meldet die Firma bspw. Quartalszahlen.

6. Technische Ansicht

Charttechnische Trendeinordnung

Da der Börsengang von Readly erst vor rund einem Jahr erfolgte, kann keine Aussage über den langfristigen Trend getroffen werden. Von der Rangordnung folgt somit der mittelfristige Trend, welcher hier die höchste Priorität hat.

Übersicht

Mittelfristig

Mittelfristig befindet sich Readly in einem Abwärtstrend, welcher nun seit der Ausbildung des Allzeithochs vor zehn Monaten ununterbrochen intakt ist. Erst ein Überbieten des Hochs bei 42,20 SEK würde die Abwärtsstruktur brechen.

Kurzfristig

Die kurzfristige Trendrichtung bei Readly wechselte kürzlich von abwärts auf neutral, da das vergangene Hoch überboten werden konnte. Sobald die Aktie über 30,54 SEK steigt könnte eine Aufwärtsstruktur gebildet werden.

Aussicht

Der Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends ist seit längerer Zeit das erste Lebenszeichen der Käufer in der Aktie. Dennoch sollte man weiterhin im Hinterkopf haben, dass es sich weder um eine nachhaltige Bodenbildung handelt noch um einen Bruch des übergeordneten Abwärtstrends — dieser ist weiterhin aktiv. Nichtsdestotrotz ist die derzeitige Zone durchaus relevant und ein Anstieg über 30,54 SEK würde zumindest mit der Etablierung eines kurzfristigen Aufwärtstrends einhergehen. Ein solches Szenario gab es in den letzten Monaten kein einziges Mal.

Technisches Wir Lieben Aktien-Rating

Das technische Wir Lieben Aktien-Rating zielt generell auf die Bewertung einer Aktie aus technischer Sicht in einer langfristigen Perspektive ab. Die nötige Historie liegt bei Readly nicht vor und aus diesem Grund hat das Unternehmen keine Chance, z. B. die Punkte bei der Trendstabilität zu erreichen. Durch den aktiven Abwärtstrend erzielt die Aktie auch in den anderen Kategorien keinen Punkt.

Für eine solche Situation (mit der kurzen Charthistorie) ist das Rating schlichtweg nicht gedacht und die erreichte Bewertung von 0 von 10 Punkten sollte nicht überbewertet werden.

7. Fazit

Zusammenfassend können wir Readly als einfaches Unternehmen im ePublishing Sektor mit einem guten Produkt einstufen. Als Fast Grower prognostizieren Analysten dem Unternehmen weiterhin ein hohes Unternehmenswachstum in den nächsten Jahren. Auch die Kundenbasis soll in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Readly schreibt derzeit weder Gewinne noch erwirtschaftet das Unternehmen positive Margen (Netto & EBIT Marge). Laut Schätzungen wird dieser Zustand auch die nächsten Jahre so bleiben.

Der ranghöchste Trend ist bei Readly nur der mittelfristige Trend, da keine lange Charthistorie vorliegt. Dieser ist abwärtsgerichtet, aber kurzfristig könnte es zu einer Stabilisierung kommen, woraus wiederum ein kurzfristiger Aufwärtstrend entstehen könnte. Solange dies nicht geschehen ist, bleibt die charttechnische Lage weiterhin stark eingetrübt.

Autoren dieser Analyse: 

Christian Lämmle
Christian Lämmle

"Markets are never wrong, only opinions are."
- Jesse Livermore

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