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Peloton Aktie – jetzt kaufen? Mein Erfahrungsbericht!

Veröffentlicht am 21.04.22 | Lesedauer: 10 Minuten

Von Patrick Kirchberger

Kann die Aktie an alte Erfolge anknüpfen?

Seit nun etwas mehr als einem Monat teste ich das Peloton Bike. Ich möchte heute einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben. Dieser betrifft nicht nur das Produkt, sondern auch das Unternehmen und dementsprechend auch die Aktie.

Peloton? Muss das wirklich sein?

Also erstmal vorab: Ich habe mein Bike am 17. März geliefert bekommen. Ich hatte das normale Bike für 1720 EUR bestellt und musste knapp 3 Wochen auf die Lieferung warten.

Mit dabei war ein paar Schuhe, eine Matte und zwei Hanteln. Normalerweise lag der Preis hier 250 EUR höher, aber ich hatte einen Gutschein.

Ich nutze das Bike jetzt seit ziemlich genau einem Monat und bin bisher extrem begeistert. Ich habe das Bike bestellt, weil es eine 100 tägige Testphase gab. Bedeutet: Wenn mir das Bike nicht gefällt, wird es wieder abgeholt. Lieben wir – so kann man es ohne Risiko testen.

Zusätzlich brauchst du noch die monatliche Mitgliedschaft. Ohne diese Mitgliedschaft kannst du mit dem Bike nicht viel anfangen.

Die Kosten für diese Mitgliedschaft belaufen sich auf 39 EUR im Monat. Auch hier habe ich zuerst gedacht: Ui, ganz schön teuer. Du kannst dir die Mitgliedschaft aber im Prinzip mit der Familie teilen. Meine Frau nutzt das Bike dementsprechend, genauso wie mein Sohn.

Jetzt kann man natürlich sagen: Muss das sein? Kauf dir doch einfach ein Fahrrad und fahre an der frischen Luft. Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Man muss hier aber auch andere Menschen betrachten. Gehen wir mal von mir aus. Einem 39 jährigen faulen Typen, der normalerweise nur vor dem PC sitzt und seit Jahren keinen Sport mehr gemacht hat. So jemand setzt sich nicht einfach auf ein Fahrrad. Der Vorteil liegt hier ganz klar auf der Hand: Ich kann mich auf mich fokussieren. Ich bin keinem Wind, Regen, Schnee oder ähnlichen Wettereinflüssen ausgesetzt. Und ich muss nicht auf den Verkehr achten. Ich kann mich einfach aufs Bike setzen und loslegen. Was Peloton auch sehr gut macht ist das Community Gefühl, welches man hier hat – man wird im Prinzip nicht alleine gelassen und man wird gepusht, weiter zu machen. Ich habe einen permanenten Überblick über meine Leistungsdaten und Fortschritte. 

Peloton Century Shirt

Marketingtechnisch macht Peloton gefühlt alles richtig. Wenn ich 100 Rides absolviert habe, bekomme ich ein seltenes T-Shirt. Alleine das triggert die Leute extrem. Mich genauso. Ich habe jetzt heute den 50. Ride absolviert und freue mich über meine Fortschritte und über die Zwischenziele, die ich erreiche. Für diese erhalte ich auch Belohnungen in Form von Badges (Abzeichen). Wenn du in einem Livekurs bist, kann es sogar sein, dass du von einem Trainer genannt wirst. Er sagt dann sowas wie: “Hey Dividente, super! Du hast heute deinen 50. Ride geschafft.” Sowas motiviert die Leute zusätzlich. Außerdem ist das der nächste Pluspunkt für Peloton und gegen das normale Fahrrad. 

Du hast hier einfach schöne Menschen, die dich anschreien und extrem motivieren. Lieben wir.

Ich sage es euch wie es ist: Ich werde das Bike definitiv nicht abgeben. Das weiß ich jetzt schon. Ich bin absolut zufrieden mit der Qualität des Gerätes und der Plattform an sich.

Abschließend zu meinem Erfahrungsbericht: Das was ich bis jetzt geschafft habe, habe ich Peloton zu verdanken. Ich fühle mich tausendmal fitter und besser seit ich Peloton nutze. Wir dürfen bei dem ganzen Investieren nämlich eins nicht vergessen: Die Investition in unsere Gesundheit! 

Das Geschäftsmodell

Peloton stellt Gesundheitsgeräte her. Unter anderem das eben besprochene Bike und das etwas teurere Bike+.
Außerdem kannst du hier auch ein Laufband kaufen (Peloton Tread). Darüber hinaus verkauft das Unternehmen zusätzliches Zubehör wie Hanteln, Matten usw. aber auch Active Wear (Sportbekleidung).

Das Herzstück ist neben dem Bike und dem Rad selbstverständlich die App. Hier werden verschiedene Kurse und Challenges angeboten:

Fahrradfahren, Laufen, Boxen, Yoga, Pilates, Meditation, Cardio, Stretching und was ich cool finde: Es gibt auch Kraftkurse.

Mit ein Grund, warum Peloton auch coole Hanteln verkauft. Wenn du ein Bike besitzt, kostet dich die App 39 EUR im Monat. Wenn dir das Bike zu teuer ist, kannst du auch nur die App nutzen. In Deutschland zahlst du dafür 12,99 EUR pro Monat. Ein fairer Preis.

Der Burggraben

Die Frage nach dem Burggraben kann man nicht ganz so einfach beantworten. Was sicherlich den eigenen Burggraben von Peloton stärkt:

Die Marke die Peloton hat. Die Bekanntheit durch bspw. Joe Biden (Präsident USA) und andere Superstars, dem Produktplacement bei SEX AND THE CITY (auch wenn das erstmal nicht gut für den Aktienkurs war).

Zum anderen gehört auch die Qualität ganz eindeutig zum Burggraben. Es ist quasi das Apple der Fitnessgeräte.

Der letzte für mich sehr wichtige Punkt, der den Burggraben stärkt: Die Community und die Trainer. Da hat Peloton schon top Leute mit denen die zusammen arbeiten.

Es gibt zumindest den Mitbewerber Echelon, der etwas Gleiches probiert – hängt hier aber deutlich hinterher. Für mich keine Alternative.

Der Wandel

Peloton senkt die Preise für die Hardware und erhöht die Preise für das Abo. Die Preise für die Hardware wurden in Deutschland bereits gesenkt. Der Preis für das monatliche Abo hat sich in den USA und in Kanada bereits erhöht. Somit möchte Peloton die Eintrittsbarriere senken und mehr Mitglieder anlocken. Ich finde diesen Schritt gut, da die Hardware sehr teuer ist und das Abo vergleichsweise günstig.

Ist die Aktie kaufenswert?

Die Fundamentaldaten sagen: Nicht kaufen!
Die technische Analyse sagt: Nicht kaufen!

Ich mag Peloton sehr gerne, es reicht jedoch aktuell leider nicht für einen Platz in meinem Depot. Hier müssen wir noch etwas warten bis es charttechnisch und fundamental etwas besser aussieht.

Wenn dieser Fall eintritt, werde ich gerne investieren. Ggf. kommt es aber auch bis dahin schon zu einer Übernahme, denn Apple, Amazon, Nike und Netflix zeigen angeblich Interesse.

Ich hoffe, dass euch dieser Blogbeitrag gefallen und vor allem auch geholfen hat, die Situation um Peloton etwas besser einschätzen zu können. 

Lieber Gruß,

Patrick Kirchberger

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