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Direktlisting (Direct Listing)

Letzte Änderung am 09.10.2026

von Jan Fuhrmann

Was ist ein Direktlisting?

Das Direktlisting meint einen recht simplen Weg für Unternehmen den Schritt an die Börse zu gehen. Beim klassischen Direktlisting gibt es keine Ausgabe neuer Aktien, wodurch auch kein neues Eigenkapital generiert wird. In den USA ist seit Ende 2020 an der NYSE auch ein sogenanntes Primary Direct Listing mit Kapitalaufnahme möglich. Stattdessen werden die Wertpapiere lediglich durch Altaktionäre bereitgestellt und der erste öffentliche Kurs rein aus Angebot und Nachfrage gebildet.

1. Was ist ein Direktlisting?

Ein Direktlisting (Direct Listing) stellt einen vergleichsweise simplen Weg für ein Unternehmen dar, um den Schritt an die Börse zu wagen. Auf diese Weise können externe Investoren aus der Öffentlichkeit das erste Mal in ein Unternehmen investieren und Altaktionäre haben die Möglichkeit Gewinne zu realisieren.

Was ist der Unterschied zwischen einem IPO und einem Direktlisting?

Im Gegensatz zu einem IPO werden bei einem Direct Listing keine neuen Aktien des Unternehmens ausgegeben, sondern lediglich bestehende Aktien von Altaktionären bereitgestellt. Daher wird auch kein frisches Eigenkapital erlöst. Der erste öffentliche Kurs wird alleine durch Angebot und Nachfrage gebildet.

Ein weiterer Unterschied zu einem IPO besteht darin, dass für bestehende Anteilseigner keine Sperrfristen gelten. Daher sind Direct Listings insbesondere für Unternehmen interessant, die durch private Finanzierungsrunden mit ausreichend Kapital ausgestattet wurden, und deren Investoren zumindest zum Teil aussteigen wollen. Außerdem können die hohen Kosten, die mit einem IPO einhergehen, umgangen werden.

Wie läuft ein Direktlisting ab?

Die Roadshow wird bei einer Direktnotierung durch einen Investor Day ersetzt, zu dem institutionelle Investoren eingeladen werden. Normalerweise wird dieses Event auch als Webcast übertragen, wodurch wichtige Informationen für einen Großteil der Marktteilnehmer leichter zugänglich sind. Während Unternehmen im Zuge eines klassischen IPOs erst nach dem Börsengang Zukunftserwartungen kommunizieren, ist die Veröffentlichung von Prognosen zu wichtigen Geschäftszahlen bei einem Direct Listing Teil der Vorbereitungsphase.

Selbstverständlich gelten für Unternehmen nach einem Direct Listing die gleichen Vorschriften bezüglich Transparenzstandards, Ad-hoc Meldungen und der Veröffentlichung von Geschäftszahlen, wie nach einem IPO.

Direktlisting

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Transparenzhinweis

Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch „Wir Lieben Aktien“ statt. Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden; der Kunde handelt stets auf eigenes Risiko.

Mehr Infos unter: wir-lieben-aktien.de/haftungsausschluss