
Die 12 besten Lithium Aktien
Welche Lithium Aktien sollte man jetzt kaufen?
Beitrag vom 13.06.2024
von Jan Fuhrmann und Tilman Reichel
Das erwartet dich in diesem Blog
In Zeiten der Elektromobilität und dem stark steigenden Bedarf an Akkus, speziell Lithium-Ionen-Akkus, ist die Nachfrage nach Lithium so hoch wie nie zuvor. In unserem Screening haben wir unter diversen Small Caps, Pennystocks und High-Risk-Aktien die besten Lithium Aktien herausgefiltert, die die Börse zu bieten hat. Etliche Unternehmen aus der Branche erzielen derzeit noch keine Umsätze, aber bauen Gewinnungsanlagen für das so wichtige Alkalimetall auf. Als Investor muss man deshalb umso vorsichtiger und bewusster vorgehen, damit man wirklich nur die qualitativ besten Lithium Aktien für ein Investment in Erwägung zieht.
1. Das Gold der Zukunft – Lithium-Aktien vor dem Boom?
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Lithium – Der wichtigste Rohstoff der Welt?
Lithium nicht nur das leichteste aller Metalle, sondern auch ein Rohstoff mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Aus Lithium wird bspw. Lithiumcarbonat (Lithiumcarbonat ist ein Salz) gewonnen, das heute als wichtigster Bestandteil von modernen Speichertechnologien gilt. Den meisten Menschen wird das Material (Lithium generell, aber genau genommen Lithiumcarbonat) im Zusammenhang mit Batterien ein Begriff sein, denn die sogenannten Lithium-Ionen-Akkumulatoren sind heutzutage aufgrund ihrer überlegenen Eigenschaften (Energiedichte, Lebensdauer, hohe Anzahl an Ladezyklen) in beinahe allen kabellosen elektronischen Geräten wie Smartphones, Werkzeuge und Elektroautos verbaut. Schätzungen der Behörde United States Geological Survey zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 74,00 Prozent des verarbeiteten Lithiums für die Herstellung solcher Batterien verwendet. Mit einem Anteil von ca. 14,00 Prozent folgt die Anwendung in der Keramik- und Glasindustrie. Zudem wird Lithium als Schmiermittel, in der Luftaufbereitung oder in der Gussindustrie verwendet. Wie Abbildung 1 zu entnehmen ist, sind diese Zwecke in Relation zur Verwendung für die Produktion von Akkumulatoren allerdings eher zu vernachlässigen.
Anteil der weltweiten Verwendung von Lithium zur Herstellung von verschiedenen Produkten
Dank der Einflüsse verschiedener Treiber, welche wir im weiteren Verlauf dieses Reports noch genauer unter die Lupe nehmen werden, ist der globale Bedarf für Lithium in den vergangenen Jahren äußerst dynamisch gewachsen, was sich selbstverständlich in einem Anstieg der Produktionsmenge widerspiegelt, um die höhere Nachfrage zu bedienen. Zeitweise explodierten auch die Preise für Lithium enorm, aber inzwischen sind die Preise wieder zurückgekommen – ebenso die Aktien. Die großen Profiteure von dieser Entwicklung waren natürlich die Produzenten und Bergbauunternehmen im Bereich des Lithium Abbaus wie SQM (Sociedad Quimica y Minera de Chile) & Co. Während zwischen den Jahren 2010 bis 2015 weltweit nur rund 30.000 Tonnen Lithium von den Lithiumproduzenten und Bergbauunternehmen im Bereich des Lithium Abbaus produziert wurden, ist insbesondere seit 2016 geradezu eine Explosion der Fördermenge zu beobachten. So ist diese bis 2018 zunächst auf 95.000 Tonnen gestiegen. Nach einer zweijährigen Stagnationsphase konnte bis 2023 ein Anstieg auf 180.000 Tonnen verzeichnet werden, sodass sich seit 2010 ein durchschnittliches Wachstum von 15,36 Prozent pro Jahr ergibt. Aktuellen Prognosen entsprechend wird sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen, womit Lithium ohne Fragen zu den begehrtesten und vermutlich wichtigsten Rohstoffen unserer Zeit zählt. Ob das zu einem erneuten Boom bei den Lithiumpreisen führt, bleibt abzuwarten. Aktuell haben diese Preise eine große Korrektur hinter sich, aber scheinen sich in den letzten Monaten zu stabilisieren.
Entwicklung der weltweiten Produktionsmenge von Lithium
Investitionen in Produzenten wie SQM sind daher bei Investoren äußerst beliebt. Sie gelten bei Aktionären als aussichtsreich, aber andererseits sind die Aktien aufgrund ihrer sehr unstetigen Wertentwicklung auch enorm spekulative Werte.
Geographischer Überblick zur Lithiumindustrie
Grundsätzlich lässt sich Lithium auf dem gesamten Globus finden. Die Vorkommen sind regional jedoch sehr ungleich verteilt, sodass sich das Metall nicht überall wirtschaftlich fördern lässt. Als mit Abstand wichtigstes Land in der globalen Produktion ist Australien zu nennen, denn Down Under war in 2023 für immerhin 46,57 % der Lithiumförderung verantwortlich. An zweiter und dritter Stelle folgen Chile und China mit Anteilen von 23,82 % bzw. 17,87 %. Auf alle anderen Länder wie Argentinien, Brasilien, Simbabwe oder Kanada entfielen im vergangenen Kalenderjahr nur ca. 5,00 % oder weniger in der weltweiten Fördermenge.
Anteile verschiedener Länder an der weltweiten Produktion von Lithium
Was die verbliebenen Reserven und Lithiumvorkommen an Lithium betrifft, so lässt sich ein ähnliches Bild zeichnen: Auch hier befinden sich Chile, Australien und China mit Schätzungen zwischen 3,00 Millionen Tonnen bis 9,30 Millionen Tonnen in den Top 5. Mit 1,10 Millionen Tonnen bzw. 0,93 Millionen Tonnen befinden sich zudem in den Vereinigten Staaten sowie Kanada im globalen Vergleich große Lithiumvorkommen, weshalb eine Vielzahl der Lithiumproduzenten, welche wir im weiteren Verlauf vorstellen werden, in diesen Märkten tätig sind.
Länder mit den größten Lithiumreserven
Wachstumstreiber Lithium
Im Rahmen unseres exklusiven Aktien-Reports vergangenen Monat haben wir uns ausführlich mit aktuellen Entwicklungen der E-Mobilität befasst. Die Branche der Elektroautos hat in den vergangenen Jahren u. a. aufgrund von politischen Förderungen sowie einem wachsenden Umweltbewusstsein der Menschen attraktive Zuwächse verzeichnen können. Bspw. ist die Anzahl an jährlichen Neuzulassungen von Elektroautos zwischen 2012 und 2022 von nur 127.880 auf mehr als 10,00 Mio. Stück angestiegen. Da für die Herstellung einer Autobatterie rund zehn Kilogramm an Lithium vonnöten sind, war das globale Wachstum der Elektromobilität zuletzt für einen bedeutenden Anteil des Nachfrageanstiegs für das Metall verantwortlich. In Folge der positiven Wachstumsaussichten der Branche wird sich diese Entwicklung in Zukunft voraussichtlich fortsetzen.
Doch Elektrofahrzeuge sind nicht die einzigen Produkte, welche auf Lithium-Ionen-Akkumulatoren setzen. Wie einleitend bereits erwähnt, werden diese heutzutage in so gut wie allen elektronischen Geräten, welche nicht im Kabelbetrieb verwendet werden, verbaut. In den kommenden Jahren ist seitens der Produktion von Batterien folglich von einem weiteren Zuwachs des globalen Bedarfs für Lithium auszugehen. Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Benchmark Mineral Intelligence zufolge wird die Nachfrage nach Lithium für die Produktion von Akkumulatoren bis 2028 auf 1,57 Mio. Tonnen steigen, was relativ zum vergangenen Jahr einem Anstieg von 10,32 % p. a. entsprechen würde. Auch Batteriehersteller sollten von diesem Boom (bzw. der höheren Absatzmenge) profitieren können, sofern diese Batteriehersteller potenziell höhere Lithiumpreise an ihre Kunden weitergeben können.
Reine Lithium ETFs findet man übrigens eher nicht, aber dafür Kombinationen aus Lithium- und Batterien-Aktien, die in einem ETF gebündelt werden: Global X Lithium & Battery Tech UCITS ETF (WKN: A143H3, ISIN: US37954Y8553). Wir würden allerdings immer die besten Einzelaktien gegenüber einem solchen Fonds, in dem auch viel “Schrott” drin ist, vorziehen.
Entwicklung des globalen Bedarfs für Lithium zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien
Neben Elektrofahrzeugen und sonstigen elektronischen Geräten wird Lithium auch in den Bereichen Solarenergie sowie Wind- und Wasserkraft, also zusammengefasst den erneuerbaren Energien eingesetzt. Dass es sich vor dem Hintergrund des Klimawandels dabei ebenfalls um eine wachstumsstarke Branche handelt, sollte klar sein. Das entsprechende Potenzial spiegelt sich in Schätzungen des Verbands Eurometaux wider, welcher bis 2050 im Vergleich zum Basisjahr 2020 einen Anstieg der Nachfrage nach Lithium um 2.109,00 % prognostiziert. Dieser Wert stellt den erwarteten Zuwachs aller anderen Metalle wie Dysprosium, Cobalt oder Tellur mit weniger als 450,00 % in den Schatten. Sollten die Prognosen von Eurometaux eintreffen so würde sich der jährliche Nachfrageanstieg seitens Unternehmen aus dem Bereich „Erneuerbare Energien“ auf 10,89 % belaufen.
Prognose zum Anstieg der weltweiten Nachfrage von ausgewählten Metallen für erneuerbare Energien
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