
Kurzvorstellung
Die <strong>deutsche</strong> cyan AG ist in der elementaren Zukunftsbranche <strong>Cybersicherheit</strong> tätig, zu der bereits eine eigenständige Analyse vorliegt. Im Vergleich zu der weltweiten Konkurrenz ist cyan ein eher kleines Unternehmen, obwohl es bereits seit 15 Jahren in dem Segment tätig ist. An der Börse ist die cyan AG erst seit 2017 notiert. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem <strong>übergeordneten Abwärtstrend</strong>. Am letzten Tief kann jedoch ein sehr hoher Umsatz festgestellt werden, was eine nachhaltige Bodenbildung signalisieren könnte.
1. Das Unternehmen
Kurzvorstellung
Die cyan AG ist ein eher kleines Unternehmen, welches in der stetig wachsenden Branche der Cybersicherheit tätig ist. Einige Anleger wurden beim gemeinsamen Kurssturz mit der Wirecard-Aktie im Jahr 2020 auf cyan aufmerksam. Diese Reaktion ist auf die Abhängigkeit des Unternehmens von dem (ehemaligen) Fintech-Konzern zurückzuführen. Zum 31.12.2019 waren 135 Personen bei der cyan AG angestellt.
Mit einer Marktkapitalisierung von circa 120 Mio. EUR ist cyan zudem noch nicht in einen Index aufgenommen worden.
Unternehmenshistorie
Der Börsengang der cyan AG erfolgte im Jahr 2018. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gründung des Unternehmens bereits mehr als 10 Jahre zurück.
In der jüngsten Vergangenheit kaufte cyan in demselben Jahr die österreichische „I-New Unified Mobile Solutions“, welche laut eigener Aussage einen globalen Bekanntheitsgrad in dem eigenen Sektor genießt. Das übernommene Unternehmen hat sich auf BSS/OSS Software (für Telekommunikation) spezialisiert.
Der Aktienkurs der cyan AG ist parallel zum Einbruch der Wirecard-Aktie stark gefallen. Zeitweise verlor cyan über 60 % der Marktkapitalisierung innerhalb weniger Tage. Dies ist auf die Abhängigkeit (aktueller und zukünftig geplanter Projekte) des Dienstleisters von der Wirecard AG als Kunde zurückzuführen.
Mission, Werte & Ziele
Credo
Praktische Lösungen schaffen, die einen unfassbaren Schutz bieten.
– cyan AG
Werte
Einfachheit
Laut dem Unternehmen muss eine gute Lösung nicht kompliziert sein. Diesen Ansatz verfolgt die cyan AG, um verschiedene Kundengruppen möglichst schnell bedienen zu können.
Technische Exzellenz
Für den Dienstleister ist „Threat Intelligence“ der Kern aller Lösungen. Die Kenntnis über potenzielle Bedrohungen ist ein elementarer Teil in der Branche der Cybersicherheit. Das Unternehmen will dies mit globalen und patentierten Analysemethoden gewährleisten.
Flexibilität und Anpassung
Die Produkte von Cyan sollen bestmöglich und flexibel auf verschiedene Kunden angepasst werden.
International und unabhängig
Cyan will Kunden auf der ganzen Welt betreuen und dabei für eine bestmögliche Zufriedenstellung sorgen. In dem Zusammenhang nennt das Unternehmen den Aspekt „mass-market proven“ (man möchte sich in der Masse bzw. auf dem Gesamtmarkt etablierten/ beweisen).
Geschäftsmodell
Die cyan AG ist in den Bereichen der Cybersecurity und der BSS (Business Support System)/ OSS (Operations Support System) tätig. Das Kundenfeld ist vor allem auf Mobilfunk- und Festnetzinternetanbieter beschränkt, aber auch Finanzdienstleister zählen zur Zielgruppe des Geschäftsmodells.
Cybersecurity:
Bei der Cybersecurity gibt es drei Kernbereiche von Cyan:
1. OnNet Security
OnNet Security ist eine vollständige netzwerkintegrierte Cybersecurity-Lösung. Dieses ist beispielsweise in Magenta (T-Mobile Österreich) im Einsatz. Das System ist direkt in der Netzinfrastruktur des entsprechenden Mobilfunkanbieters integriert. Dadurch kann dieser mit dem Endkunden z.B. Zusatzpakete abschließen, wobei die Sicherheit bei der Durchführung gewährleistet wird. Cyan erhält hier entweder festgelegte Lizenzgebühr für jeden aktiven Endkunden oder wird anderweitig direkt am Umsatz beteiligt.
2. Clean Pipe DNS
Hier soll, wie der Name es bereits aussagt, die Leitung des Mobilfunkanbieters von unnützen Datenströmen gefiltert bzw. gesäubert werden. Dies führt zu einer deutlich höheren Effizienz bei den Kunden. Insbesondere blockiert das System sogenannte „Background-Tracker“ und Werbung, welche im Hintergrund laden. Bei den Netzanbietern führt dies zu einer geringeren Belastung des eigenen Netzwerks.
3. Endpoint Protection
Die Endpoint Protection ist eine App, welche der Endkunde auf seinem mobilen Endgerät installiert. Dieses soll das Gerät vor Viren und sonstigen Cyberübergriffen schützen.
Beim BSS/OSS Geschäft werden sehr viele Leistungen angeboten, die für Mobilfunkunternehmen notwendig sind, um die Leistungen für den Endkunden zu erbringen. Cyans Fokus liegt dabei auf den folgenden Leistungen:
– Anbindung an das Netzwerk des Mobilfunk- und Festnetzinternetanbieters
– Rechnungsstellung
– Verwaltung von Guthaben und
– Provisionierung.
Geschäftsführung
Frank von Seth
Frank von Seth nimmt bei der cyan AG die Rolle des CEOs ein. Sein jetziger Arbeitgeber berichtet, dass er während seiner gesamten Karriere Unternehmen gegründet oder im Sinne des Erfolgs verbessert hat. Seth verfügt laut cyan über ein globales Netzwerk und sieht das Potenzial, das Unternehmen zum Weltstandard bei der Cybersicherheit für Mobilgeräte zu machen.
Markus Cserna
Der CTO (Chief Technical Officer) von cyan ist Markus Cserna, welcher nach seiner Beschäftigung als Software-Spezialist die heutige Aktiengesellschaft gründete (2006). Seit diesem Zeitpunkt führt Cserna die Funktion des CTOs mit Passion (gemäß eigener Angabe) aus.
Als CTO ist der Gründer des Cybersecurity-Unternehmens für den Erfolg von cyan mitverantwortlich. Man probiere sich von der Konkurrenz abzuheben und die eigenen Technologien stetig weiterzuentwickeln.
Aktionärsstruktur
Die Rolle des größten Einzelaktionärs nimmt Alexander Schütz ein, welcher ein ehemaliger Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG ist. Er verlor seinen Posten nach einem Mail-Verkehr mit Markus Braun, dem CEO von Wirecard. Zudem ist Schütz der Aufsichtsratsvorsitzende bei cyan.
Die Apeiron Investment Group Ltd. investiert vor allem in Unternehmen aus Deutschland und Afrika. Generell lässt sich eine hohe Risikobereitschaft bei dem Ansatz der Gesellschaft feststellen.
Die zwei größten Aktionäre halten gemeinsam über ein Viertel der Unternehmensanteile (Stand: Juli 2020).
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