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Spotify Aktie Analyse

Spotify Aktie kaufen?

Analyse vom 05.06.2021

von Adrian Rogl

Kurzvorstellung

Der weltweit bekannte <strong>Audio-Streaming-Anbieter</strong> Spotify ist bereits seit einigen Jahren an der Börse notiert und auch unter anderem im Portfolio des bekannten Investors <strong>Peter Thiel</strong> enthalten.<br>Neben dem gängigen Musik-Streaming hat sich Spotify auch im Bereich der Podcasts etabliert und verfügt derzeit über <strong>mehr als 350 Mio. aktive Nutzer</strong>. Langfristig ist Spotify in einem <strong>Aufwärtstrend</strong>. Dieser wird auf mittelfristiger Basis in einem Abwärtstrend korrigiert, welcher bereits zwei Abwärtsbewegungen entfaltet hat. In der kurzfristigen Sicht hat bereits eine Stabilisierung stattgefunden und eine Aufwärtsstruktur konnte eingeleitet werden.

1. Das Unternehmen

Vorstellung

Spotify ist vor allem für das Musik-Angebot bekannt und kann sich neben der Konkurrenz von Apple, Amazon & Co. behaupten. Dies ist nicht zuletzt auch an dem stetigen Wachstum der Nutzerzahlen erkennbar. Zum 31.12.2020 waren 6.554 Personen bei Spotify angestellt. Der Firmensitz befindet sich in Luxemburg, obwohl das Unternehmen einen schwedischen Ursprung hat.

Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit fast 45 Mrd. USD.

Unternehmenshistorie

Mission, Werte & Ziele

Werte

1. Wir sind innovativ.
2. Wir arbeiten zusammen.
3. Wir sind aufrichtig.
4. Wir sind passioniert.
5. Wir sind verspielt.

– 02.09.2016, Sally Whatley im Spotify HR Blog

Soundtrack Your Life.

“Spotify hat die Art und Weise, wie Menschen auf Musik zugreifen und sie genießen, verändert. Heute haben Millionen von Menschen in 178 Ländern und Territorien Zugang zu mehr als 70 Millionen Tracks, wann und wo immer sie wollen. Wir verändern die Musikindustrie, indem wir von einer “transaktionsbasierten” Erfahrung mit dem Kauf und Besitz von Audioinhalten zu einem “zugriffsbasierten” Modell übergehen, mit dem Benutzer bei Bedarf streamen können.”

– Spotify

Geschäftsmodell

Spotify ist grundsätzlich ein Audio-Streaming-Dienst – das sollte den meisten bekannt sein. Der Name wird zusammengesetzt aus den englischen Verben “to spot” = entdecken und “to identify” = identifizieren.

Das Unternehmen bietet seinen Kunden Musik, Podcasts und Shows, aber auch Hörbucher über Online-Streaming an. Diese Weise des Audiokonsums hat die Musikindustrie nachhaltig revolutioniert und die CD- und MP3-Technologie, sowie Radios mehr oder weniger ersetzt. Spotify ist für die Musik- / Radiobranche das, was Netflix für die Film- / TV-Branche ist.

Es ist also eine durchgehend disruptive Technologie, in der Spotify bisher noch das bekannteste Unternehmen mit dem gleichzeitig größten Marktanteil ist (siehe Abb. 2).

Das Problem mit Spotifys Inhalt

Das am meisten konsumierte “Produkt” auf Spotify ist Musik. Diese muss bisher noch größtenteils von anderen Labels gekauft werden.

Spotify plant bereits länger, neue Talente über ein eigenes Musiklabel zu “signen”. Außerdem gibt es Podcasts, die von Spotify exklusiv in Auftrag gegeben werden. Ähnlich also wie das Konzept von Netflix Originals. Bisher stockt diese Idee aber noch.

Diesen Schritt finden wir aber sehr wichtig, denn der Streaming-Markt wird in Zukunft immer mehr umkämpft sein. Das dürfte für Spotify vor allem in Anbetracht der extrem tiefen Geldbörsen von Apple, Amazon und Alphabet schwierig werden.

Derzeit sind etwa 70 Millionen Songs auf Spotify gelistet, 60.000 neue Songs kommen täglich dazu. Damit ist Spotify bei der gleichen Songanzahl wie Apple und Amazon – und das obwohl diese beiden “Big Player” viel später ins Musikstreaming eingestiegen sind. Der Grund für dieses schnelle Aufholen ist in Abb. 3 sichtbar – wer den Künstlern und Labels am meisten bietet, der bekommt die Musik.

Wie verdient Spotify Geld?

Jetzt, wo wir wissen was die genaue Geschäftstätigkeit von Spotify ist, müssen wir uns die Frage stellen, wie das Unternehmen Geld mit seinen Mitgliedern verdient. Das ist sehr simpel und geschieht über lediglich zwei Wege.

Premium

Das ist die mit Abstand wichtigste Sparte von Spotify. Über 90% des Umsatzes werden hier erzielt. Benutzer bezahlen einen monatlichen Beitrag. Dieser Monatsbeitrag beträgt 4,99 € / Monat (Standardkonto für einen Studenten) bis 14,99 € / Monat (maximal sechsköpfige Familie).

Über das Premium-Abo erhalten die Kunden unbegrenzten Zugriff auf sämtliche Inhalte, ohne Werbeunterbrechung, in höherer Tonqualität. Der Service kann geräteübergreifend (Smartphone, Fernseher, Konsole, Smarthome etc.) genutzt werden.

Der Anteil der Premiumnutzer verläuft relativ gleichmäßig und steigt synchron mit der Anzahl insgesamter Mitglieder an (siehe Abb. 5).

Ad-Supported

Diese Spotify-Version ermöglicht jedem, der sich bei Spotify anmeldet, begrenzten Zugriff auf alle Inhalte. Dabei werden Songs von Werbepausen unterbrochen und die Anzahl von “Weiter-/ Zurückspul”-Möglichkeiten ist begrenzt. Außerdem ist die Qualität schlechter. Geld wird hier über die Werbeeinnahmen verdient.

Die Kunden

Aktuell hat Spotify 356 Mio. Kunden, von denen 158 Mio. Premium-Mitglieder sind (Q1/2021). Die Kundenentwicklung haben wir in Abbildung 5 grafisch dargestellt. Diese verteilen sich auf insgesamt 178 verschiedene Länder (siehe Abb. 6).

Spotify ist bei Usern für das präzise Vorschlagen passender Musik bekannt. Das könnte ein kleines Ass im Ärmel für das Unternehmen sein, welches für Kundenbindung sorgt. Der Algorithmus hat über Jahre die Daten von Stammkunden gesammelt.

Kommentar eines Nutzers

Ich selbst (Adrian) benutze Spotify jetzt schon seit 2013. Ich kann aus Kundensicht sagen, dass ich zufrieden bin. Ich bin Premium Kunde und nutze die App auf dem PC und Smartphone.

Zur Frage, ob ich auch einen anderen Dienst nutzen würde, kann ich aus aktueller Sicht klar nein sagen. Und das obwohl ich sowohl ein iPhone besitze, als auch Amazon Prime Kunde bin. Der Grund: Ich habe mich einfach an Spotify gewöhnt und mich über die Jahre dort “eingerichtet”. Ich habe hunderte Playlists und bekomme immer gute Vorschläge von Spotifys Algorithmus.

Vielleicht ändert sich das eines Tages. Ich war früher auch nur bei Netflix, schaue inzwischen aber fast nur Amazon Prime – einfach weil Amazon so viel Geld in ihren Dienst gesteckt hat, dass die Anzahl und Qualität der Shows für mich persönlich inzwischen höher und teilweise besser ist (meine subjektive Meinung).

Geschäftsführung

Daniel Ek

Daniel Ek nimmt zugleich zwei der wichtigsten Positionen im Unternehmen ein und ist zusätzlich auch der Gründer von Spotify. Aktuell ist er CEO und Chairman vom Board of Directors. Aus diesem Grund ist Ek für die Vision und Strategie des Konzerns verantwortlich.

Vor der Gründung von Spotify in 2006 hat Daniel Ek das Unternehmen Advertigo (Online-Werbefirma) gegründet, welches von Tradedoubler akquiriert wurde. Bei Tradera (Auktionsfirma) war er zudem in diversen leitenden Positionen tätig. Diese Firma wurde von eBay Inc. übernommen. Bei Stardoll (Mode- und Unterhaltungsgemeinschaft für Jugendliche) war Ek der CTO (Chief Technology Officer).

Daniel Ek studierte mehrere Monate an der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm, nachdem seine Bewerbung bei Google Inc. nicht angenommen wurde.

Martin Lorentzon

Martin Lorentzon ist Mitbegründer von Spotify und derzeit Mitglied vom Board of Directors.

Im Zeitraum von 2008 bis 2016 war Lorentzon auch als Chairman des genannten Boards tätig. Des Weiteren gehörte er von 2013 bis 2018 dem Board of Directors von der Telia Company AB (Telekommunikations-Konzern aus Schweden) an.
1999 gründete Lorentzon Tradedoubler (Internet-Marketing) und war dort Mitglied vom Board of Directors. Bei dem genannten Telekommunikationskonzern-Konzern Telia und bei Cell Ventures hielt Lorentzon zudem diverse Führungspositionen inne.

Martin Lorentzon hat einen Master-Abschluss in “Civil Engineering” an der Chalmers University of Technology erworben.

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Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch „Wir Lieben Aktien“ statt. Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden; der Kunde handelt stets auf eigenes Risiko.

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