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Kapitel | Timestamp |
|---|---|
Einleitung und Unternehmensvorstellung | 00:00:00 |
Fundamentale Analyse | 00:09:10 |
Branchenanalyse und Konkurrenzvergleich | 00:20:10 |
Chancen und Risiken | 00:30:20 |
Unsere Bewertung | 00:35:50 |
Technische Analyse | 00:41:15 |
Fazit | 00:44:35 |
Kurzportrait
Das Unternehmen dieser Hidden Analyse ist hierzulande kaum bekannt, in seinem Heimatmarkt dagegen aus dem Alltag nicht wegzudenken. Es vereint Zahlungsverkehr, Onlinehandel und Finanzprodukte in einer einzigen App und erreicht damit einen Großteil der erwachsenen Bevölkerung des Landes. Seit Kurzem ist der Konzern über eine Mehrheitsbeteiligung zudem in einem weiteren Land aktiv.
Fundamental wächst das Unternehmen seit Jahren mit hohen Raten bei gleichzeitig außergewöhnlicher Profitabilität. Die Aktie notiert dennoch auf einem niedrigen Bewertungsniveau. Wir analysieren, ob der Markt die Risiken des Unternehmens überschätzt.
Die Analyse bezieht sich auf den Kenntnisstand unserer Recherche vom 03.10.2026.
WKN/ISIN | exklusiv für Mitglieder |
|---|---|
Branche | Finanzwesen |
Peter Lynch Einordnung | Fast Grower |
Fundamentales WLA-Rating | ?/10 |
Technisches WLA-Rating | ?/10 |
Porters Burggraben-Rating | ?/25 |
Marktkapitalisierung | Large Cap |
Dividendenrendite | sehr hoch |
KGV | einstellig |
Firmensitz | in einem Schwellenland |
Gründungsjahr | vor zwei Jahrzehnten |
Mitarbeiter | fünfstellig |
Inhaltsverzeichnis
1. Das Unternehmen
Geschäftsmodell
Einleitung
Banken, die nebenbei einen Onlineshop betreiben, gibt es einige. Bei Kaspi.kz verhält es sich eher umgekehrt: Der Konzern aus Almaty versteht sich als Technologieunternehmen, das Zahlungsverkehr, Onlinehandel und Finanzprodukte in einer App bündelt, und besitzt mit der Kaspi Bank lediglich die nötige Banklizenz dafür. Gegliedert ist das Geschäft in die drei Segmente Payments, Marketplace und Fintech. Zum 31.12.2025 nutzten in Kasachstan durchschnittlich 15,70 Mio. Menschen pro Monat die Kaspi.kz Super App, 68,00 % davon öffneten sie täglich.
Das Super-App-Prinzip
Kern des Geschäftsmodells sind zwei Apps: die Kaspi.kz Super App für Konsumenten und die Kaspi Pay Super App für Händler, von denen zuletzt rund 764.000 aktiv waren. Beide greifen ineinander. Je häufiger Konsumenten über Kaspi.kz bezahlen und einkaufen, desto attraktiver wird die Plattform für Händler, und je mehr Händler angebunden sind, desto größer werden Auswahl und Preiswettbewerb für die Konsumenten. Ein aktiver Nutzer tätigte zuletzt durchschnittlich 77 Transaktionen pro Monat.
Hinzu kommen Angebote, mit denen Kaspi.kz direkt kein Geld verdient, die die Nutzer aber an die App binden. Über die integrierten Behördendienste können Kunden etwa digitale Ausweisdokumente speichern, ein Auto ummelden oder eine Firma registrieren. Bis Ende 2025 hatten bereits 12,20 Mio. Menschen diese Dienste genutzt.
Payments, Marketplace und Fintech
Das Segment Payments umfasst Überweisungen zwischen Privatpersonen, das Bezahlen von Rechnungen sowie das Bezahlen im Geschäft per QR-Code. Händler erhalten im Gegenzug Akzeptanzlösungen, Kassensoftware und Zahlungen zwischen Unternehmen. Seit Dezember 2025 bietet der Konzern mit Kaspi Alaqan zudem das Bezahlen per Handflächenscan an.
Das Segment Marketplace verbindet Händler und Konsumenten. Abgesehen vom Lebensmittellieferdienst e-Grocery und vom türkischen Geschäft verkauft Kaspi.kz dabei keine eigenen Waren, sondern stellt die Plattform für Drittanbieter bereit. Zum Segment gehören außerdem das Reiseportal Kaspi Travel, Werbedienste für Händler sowie die Kleinanzeigenportale Kolesa.kz und Krisha.kz für Autos und Immobilien. Ausgeliefert werden die Bestellungen über ein eigenes Logistiknetz, zu dem 10.441 Abholstationen gehören.
Das Segment Fintech umfasst schließlich Ratenkäufe auf dem Marktplatz, Konsumentenkredite, Autofinanzierungen und Kredite für kleine Unternehmen sowie Einlagen.
Expansion in die Türkei
Seit dem 29.01.2025 gehört die türkische E-Commerce-Plattform Hepsiburada mehrheitlich zu Kaspi.kz. Der Anteil lag zunächst bei 65,41 % und wurde seitdem durch weitere Zukäufe auf zuletzt 86,74 % ausgebaut. Im Juli 2026 folgte die Übernahme der türkischen Rabobank-Tochter, die unter dem Namen Hepsi Bank das Fintech-Geschäft in der Türkei aufbauen soll. Insgesamt bedient der Konzern damit rund 27,50 Mio. Nutzer, davon 11,80 Mio. in der Türkei.
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Jan Fuhrmann
Adrian Rogl
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