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TeamViewer Aktie Analyse

TeamViewer Aktie kaufen?

Analyse vom 03.04.2021

von Jan Fuhrmann und Adrian Rogl

Kurzvorstellung

Die <strong>deutsche TeamViewer AG </strong>ist in der Software-Branche aktiv. Das gleichnamige Produkt bietet Kunden eine cloudbasierte Plattform der digitalen Vernetzung. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer langfristigen Abwärtskorrektur und konnte sich nach dem letzten Abverkauf kurzfristig stabilisieren.

1. Das Unternehmen

Vorstellung

TeamViewer ist ein deutscher Konzern, dessen Idee den Ursprung in der Rossmanith GmbH hat. Zum 31.12.2020 waren bei dem Unternehmen 1.256 Personen beschäftigt. Der Firmensitz befindet sich in Göppingen, Deutschland.

Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit ca. 7,55 Mrd. EUR und die Aktie ist im MDAX und TecDAX gelistet.

Unternehmenshistorie

Mission, Werte & Ziele

Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Für die Erhaltung unseres Planeten müssen wir CO2e-Emissionen einsparen. Kreative, innovative und digitale Lösungen sind der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit – in der Wirtschaft, aber auch im Alltag.
– Stefan Gaiser, CFO bei Teamviewer

2030

möchte TeamViewer die Klimaneutralität spätestens erreichen.

34%

betrug der Frauenanteil bei den Beschäftigten in 2020.
Auch für die Führungspositionen strebt TeamViewer feste Quoten an.

Unternehmenswerte

1. Customer First
Kundenorientierung steht für TeamViewer an oberster Stelle.

2. Diversity
Diversität: TeamViewer beschäftigt laut eigenen Angaben Personen mit 70+ verschiedenen Nationalitäten.

3. Passion
Leidenschaft als Ansatz jeglicher Tätigkeit.

4. Trust
Vertrauen, unter anderem zu den Kunden.

5. Simplicity
Einfachheit anstatt der unnötigen Verkomplizierung.

6. Security
Sicherheit ist gerade im Bereich der Software und sensibler Daten eine elementare Thematik.

Geschäftsmodell

TeamViewers Geschäft besteht im Grundsatz in der Vernetzung von Menschen und Geräten weltweit. Somit profitiert das Unternehmen von zahlreichen Zukunftstrends. Auch wenn es eigentlich “nur” ein Kernprodukt gibt, so ist das Unternehmen über die Wertschöpfungskette und internationalen Kundenstämme diversifiziert.

Das Hauptprodukt

Die cloudbasierte Software, die Teamviewer anbietet, ermöglicht den Fernzugriff auf Computer und andere Endgeräte. Einzelne Funktionen werden immer weiter ausgebaut, was das Einbeziehen neuer Elemente der Wertschöpfungskette (vertikal & horizontal) betrifft und den Burggraben gegenüber Konkurrenzprodukten immer weiter stärken soll.

Geräte werden über das Internet oder lokale Netzwerke verknüpft. Der Aufbau von Verbindungen geschieht über automatisch generierte, individuelle IDs. Die Server von Teamviewer kontrollieren alle Endpunktdaten auf ihre Gültigkeit. Weitere Sicherheitsmechanismen sind vorhanden, die jedoch zu sehr in den IT-Bereich eintauchen würden und deswegen im Folgenden vernachlässigt werden.

Wachstumsstrategie

TeamViewer will laut eigenen Angaben mit drei verschiedenen Ansätzen weiter wachsen:

1. Use-Cases
Die Anwendungsmöglichkeiten von TeamViewers Softwarelösungen sollen erweitert werden.

2. Abdeckung mehrerer Kundensegmente
Das Unternehmen will sämtliche Kundenspektren abdecken, vor allem im Enterprise-Segment und Industrie 4.0.

3. Geografische Expansion
Eine geografische Expansion, in Zukunft vor allem in die Asien-Pazifik-Region, ist geplant, neben dem aktuellen Hauptabsatzmarkt Europa-USA.

Weitere Dienstleistungen und Erweiterungen

TeamViewer Meeting
Macht Konferenzen via Sprachanruf, Videochat, Screensharing für bis zu 300 Teilnehmer möglich und ist damit ein direktes Konkurrenzprodukt für den US-amerikanischen Anbieter “Zoom Inc.”.

TeamViewer Pilot
Remote Support mit Augmented Reality. Macht Echtzeit Support vor Ort mit dem Handy möglich, zum Beispiel von Maschinen und dem fixieren von Punkten und dem Teilen von Dokumenten für das Beheben von Fehlern.

TeamViewer Endpoint Protection
Soll die Endgeräte der Kunden u.a. schützen vor Viren, Ransomsoftware, Trojanern, Rootkits und Spyware.

TeamViewer Monitoring & Asset Management
Ermöglicht die Überwachung einer ganzen IT-Infrastruktur (zum Beispiel eines Unternehmens) und wenn nötig, dem Patchen aller Endpunkte gleichzeitig.

Teamviewer Web-Monitoring
Überwachung, Analyse und Verbesserung von Website-Performance und Benutzerfreundlichkeit.

Teamviewer Backup
Klassische cloudbasierte Datensicherung über Backups zum Schutz vor totalem Datenverlust.

Lizenzmodelle

Für Personen, die TeamViewer nur privat nutzen, ist der Dienst kostenlos. Für Firmen und andere kommerzielle Kunden werden Gebühren fällig. Hier ist das Unternehmen vom früheren Einmalkauf auf ein Abo-Modell umgestiegen. Die Höhe der Kosten hängt von der Anzahl der Nutzer ab und bewegt sich zwischen ca. 13,90 € und 360,00 € pro Monat.

Zukunftstrends

Das Geschäftsmodell von Teamviewer lässt das Unternehmen an zahlreichen Zukunftstrends teilhaben, die sich seit 2020 in der COVID-19-Pandemie noch einmal beschleunigt haben. Zu diesen Trends gehören:

– Digitalisierung (Homeoffice, Schulen, Unternehmen)
– Internet of Things
– Künstliche Intelligenz, Robotik
– Automatisierung
– Umweltschutz, flexible work

In all diesen Veränderungen der heutigen Marktwirtschaft will TeamViewer eine wichtige Komponente sein und bleiben.

Geschäftsführung

Oliver Steil

Oliver Steil ist seit dem Januar 2018 der CEO von TeamViewer und primär für die Strategieentwicklung und
die anschließende Umsetzung verantwortlich.

Er hat in Bochum sein Diplom im Bereich der Elektrotechnik gemacht und danach seine Karriere bei der Unternehmensberatung McKinsey begonnen. Im weiteren Verlauf hat Steil bereits den CEO-Posten bei der Sunrise Communications AG (Telekommunikation, Schweiz) und der heutigen freenet AG (Mobilfunkdienstleister, Deutschland) eingenommen. Bei Permira (Private Equity Gesellschaft) leitete Steil als Partner die Portfolio Group.

Stefan Gaiser

Stefan Gaiser ist seit dem Jahr 2017 der CFO bei TeamViewer.

Vor seiner Tätigkeit bei dem MDAX-Konzern war er bei weiteren Software-Unternehmen tätig. Die Rolle als CFO nahm er bereits bei Kofax Ltd. (Unternehmenssoftware, USA) und der P&I Personal und Informatik AG (HR-Software) ein.

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Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch „Wir Lieben Aktien“ statt. Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden; der Kunde handelt stets auf eigenes Risiko.

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