
FactSet Aktie Analyse
FactSet-Aktie kaufen?
Aktualisiert am 03.06.2025. Analyse vom 03.06.2025
von Adrian Rogl und Jan Fuhrmann
Kurzvorstellung von FactSet Research Systems
Ob sekundenaktuelle Finanzdaten, Echtzeit-Börsenkurse oder kürzlich erst veröffentlichte Kennzahlen aus Unternehmensberichten - die sofortige Verfügbarkeit all dieser Informationen im Internet ist heutzutage für jeden Investor völlig selbstverständlich. Aus heutiger Sicht klingt es daher ziemlich undenkbar, dass vor nur etwa 20 Jahren Aktienkurse meist nur morgens in der Zeitung abgelesen werden konnten. So begann auch bei FactSet Research Systems - im Weiteren kurz FactSet - vor über 40 Jahren das erste Geschäft mit der Auslieferung von klassisch auf Papier gedruckten Aktienanalysen. Schon damals im Abo-Modell und mit der einfachen Idee: Daten und Kennzahlen von Unternehmen aus endlosen und unübersichtlichen Geschäftsberichten zu analysieren und einfach sowie anschaulich aufzubereiten, um dann im Ergebnis Kunden bei ihren Investment-Entscheidungen zu unterstützen. Im Wesentlichen also das, was auch wir heute bei Wir Lieben Aktien machen. Wir nutzen ebenso die Daten von FactSet, weswegen es umso interessanter für uns ist, das Unternehmen im Detail anzuschauen.
1. Das Unternehmen FactSet
Geschäftsmodell
Einleitung
Segmente
FactSet unterteilt das operative Geschäft geographisch in die drei Segmente Amerika, EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Asien-Pazifik. Wenig überraschend wurden im Geschäftsjahr 2021 knapp 63 % der Umsätze des Unternehmens auf dem amerikanischen Kontinent erwirtschaftet, etwa 27 % entfallen auf den EMEA-Wirtschaftsraum und 10 % auf die Region Asien-Pazifik.
Interessantes Detail dabei: Betrachtet man einzelne Länder, werden etwas mehr als 5 % der Gesamtumsätze von FactSet in Deutschland erwirtschaftet. Die Bundesrepublik ist damit nach den USA und Großbritannien der drittwichtigste Absatzmarkt für das Unternehmen. Aber nicht nur hierzulande erfreuen sich die Services von FactSet großer Beliebtheit: Als global operierendes Unternehmen ist FactSet mit 39 Standorten in 20 Ländern in den meisten großen Finanzzentren der Welt vertreten.
Abo-Modell und Kunden
FactSet bietet Kunden die eigenen Services in einem klassischen Abo-Modell an, wobei man sich hier gegenüber der konkurrierenden Datenlieferanten vor allem in einem Punkt abhebt: Dem Preis eines Abonnements. Die jährlichen Kosten für die Nutzung der FactSet Workstation – dem Pendant zum populären Bloomberg Terminal oder dem ebenso bekannten Thomson Reuters Eikon – beginnen bei 12.000 USD pro Nutzer. Zum Vergleich: Ein Zugang zum Bloomberg Terminal kostet mindestens das Doppelte.
Die wichtigste Kennzahl für den operativen Erfolg von FactSet ist der Annual Subscription Value (ASV), also der Gesamtwert der jährlichen Abonnements. Dieser Wert ist fast identisch mit den Umsätzen des Unternehmens. Hier zeigt sich seit vielen Jahren ein konstantes Wachstum über alle geographischen Segmente. Zudem liegt die Kundenbindung bei über 90 %, was für die Qualität der von FactSet angebotenen Services spricht.
Zu den Kunden von FactSet gehören Banken wie die Bank of America oder Wells Fargo, große Hedgefonds und deren Analysten oder Finanzportale und Broker. Einteilen lassen sich die Kunden von FactSet in die Buy-Side und Sell-Side: Zur Buy-Side, also der Käuferseite an den Finanzmärkten, gehören bspw. große Vermögensverwalter, Pensionsfonds, Hedgefonds und Versicherungen. Die Sell-Side dagegen bezeichnet die Emittenten von Wertpapieren – im Wesentlichen also große Investmentbanken.
Lösungen
Rund um und als Teil des Kernprodukts, der FactSet Workstation, bietet das Unternehmen spezialisierte Lösungen/Datenpakete als Module, die einzeln angeboten werden. So können Kunden bei FactSet einen Service in Anspruch nehmen, der spezifisch an die jeweiligen Anforderungen angepasst ist. News-Seiten wie Yahoo Finance oder das Handelsblatt, die zu den Kunden des Unternehmens zählen, benötigen in der Regel nur Echtzeitkurse oder historische Daten zu Aktien. Diese können dann auf den jeweiligen Websites eingebunden werden.
Analysten von großen Banken oder Hedgefonds dagegen sind auf umfangreiche Analyse-Tools, Datenbanken, professionelle Schnittstellen oder Unternehmensanalysen angewiesen. Aus diesen unterschiedlichen Anforderungen ergibt sich, dass FactSet seine Lösungen in drei verschiedene Bereiche unterteilt:
Research & Advisory
Das angebotene Servicepaket richtet sich vor allem an Analysten oder Portfoliomanager. Es werden umfangreiche Finanzdaten zur Verfügung gestellt, Tools zur Analyse von Unternehmen und historische Fundamentaldaten zu über 80.000 Aktien.
Analytics & Trading
Die hier angebotenen Tools ermöglichen FactSets Kunden umfangreiche Möglichkeiten zum Testen eigener Strategien, der Portfolio-Analyse, dem Risikomanagement oder der Performance-Berechnung. Dieser Service richtet sich z. B. an institutionelle Investoren und Vermögensverwalter, die für ihre tägliche Arbeit auf professionelle Recherche-Möglichkeiten angewiesen sind und gleichzeitig sekundenaktuelle Kurse für die eigene Handelsaktivität benötigen.
Content & Technology Services (CTS)
FactSet hat in den letzten Jahren damit begonnen, eigene Cloudlösungen anzubieten. Kunden haben die Möglichkeiten, als Extra-Dienstleistung strukturierte Daten und individuelle Analysen oder Recherchen, auf durch FactSet zur Verfügung gestellten Cloud-Servern zu sammeln und so zu zentralisieren. Ebenso kümmert sich das Unternehmen um die richtige Formatierung der Daten.
FactSet Workstation
Historie
Gründung
Erste Auswirkungen der Digitalisierung
Internationale Expansion, Börsengang und Weiterentwicklung
Akquisitionen
Aktionärsstruktur der FactSet Aktie
Geschäftsführung
Philip Snow
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Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch „Wir Lieben Aktien“ statt. Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden; der Kunde handelt stets auf eigenes Risiko.
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