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Die 7 besten deutschen Nebenwerte (Small Caps)

Welche deutschen Nebenwerte (Small Caps) sollte man jetzt kaufen?

Beitrag vom 15.08.2025

von Jan Fuhrmann und Tilman Reichel

Das erwartet dich in diesem Blog

Während sich die meisten Anleger immer für die großen Blue Chips interessieren, vergessen dabei viele einen Blick auf die unbekannteren kleineren Unternehmen zu werfen. In Deutschland gibt es neben dem Leitindex DAX noch die kleineren Geschwister MDAX und SDAX. Diese notieren derzeit noch deutlich niedriger und bergen das Potenzial für eine ordentliche Rallye. Doch welche deutschen Nebenwerte sind die besten Aktien? In welche Aktien aus dem MDAX und SDAX sollte man jetzt investieren?

1. Die DAX-Familie

Um die Wertentwicklung von Aktien verschiedener Länder messen und vergleichen zu können, existieren viele Indizes. Für hiesige Unternehmen wird in diesem Fall zumeist der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, herangezogen, denn hier sind alle Standardwerte mit vielen Milliarden an Marktkapitalisierung enthalten. Die Geburtsstunde des Börsenbarometers schlug vor etwas mehr als 36 Jahren am 01. Juli 1988 – seitdem wird die Entwicklung des deutschen Leitindex von seinem Herausgeber, der Deutschen Börse, fortlaufend berechnet. Doch wer kein Anleger ist oder sich nicht näher mit der Börse beschäftigt, dem ist vermutlich gar nicht bewusst, dass eine ganze Reihe von Indizes existiert, welche verschiedene Größenordnungen der Deutschen Börse betreffen. Die wichtigsten Aktienindizes bzw. Bestandteile der DAX-Familie sind folgende:

  • DAX: Die 40 bedeutendsten deutschen Aktien (Large Cap)
  • MDAX: 50 deutsche Aktien mit mittlerer Marktkapitalisierung (Mid Cap)
  • SDAX: 70 deutsche Aktien mit niedriger Marktkapitalisierung (Small Cap)
  • TecDAX: Die 30 bedeutendsten deutsche Technologieunternehmen

Hierbei sind mehrere Dinge zu beachten: Beim DAX, MDAX und SDAX kann es nicht zu Überschneidungen kommen – Jede Aktie kann sich nur in einem dieser Indizes befinden. Die Zuordnung basiert allerdings nicht ausschließlich auf der Marktkapitalisierung, sondern auf einer von der Deutschen Börse entwickelten Gewichtungsformel. Auch der Streubesitz (Der Streubesitz beschreibt den Anteil der Aktien, der frei an der Börse gehandelt wird.) ist bspw. ein relevanter Faktor, der darüber entscheidet, ob ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird. Daher kann es vorkommen, dass ein Unternehmen im MDAX auf einen höheren Börsenwert als ein DAX-Wert kommt. Der TecDAX wird hingegen vollkommen unabhängig zusammengestellt. Hierbei ist nur entscheidend, welche Firmen von der Deutschen Börse als bedeutende Technologieunternehmen angesehen werden. Aus diesem Grund sind hier sowohl Standardwerte mit vielen Milliarden an Marktkapitalisierung als auch unbekanntere Unternehmen aus der Technologie Branche enthalten. Schlussendlich ist hervorzuheben, dass die DAX-Familie ausschließlich Unternehmen des Prime Standards umfasst, einem Segment der Deutschen Börse, welches gewisse Zulassungsvoraussetzungen wie die Veröffentlichung von Quartalsberichten in Deutsch und Englisch oder die Anwendung von internationalen Rechnungslegungsstandards vorschreibt.

Häufig liest man, dass kleine Unternehmen (Small Cap und Mid Caps) langfristig im Vergleich besser als Große (Large Cap und Mega Caps) performen und somit eine Überrendite ermöglichen. Und tatsächlich: Blickt man auf die Performance anhand des Total Returns (also inklusive reinvestierter Dividenden) der vorgestellten Indizes in den letzten 20 Jahren, so steht der Dax mit 670,89 Prozent im direkten Vergleich am schlechtesten dar. Während der SDAX 719,50 Prozent eine etwas bessere Rendite ablieferte, sind der MDAX und TecDAX mit 865,79 Prozent und 900,72 Prozent als eindeutige Gewinner hervorzuheben. Beachtlich ist darüber hinaus, dass die Diskrepanz der Renditen vorübergehend deutlich höher war. Denn während der DAX in den letzten Wochen ein Kursziel nach dem anderen erklimmen kann, bewegen sich die anderen Indizes der Familie weit unterhalb ihrer bisherigen Rekordwerte aus dem Jahr 2021. Darüber hinaus ist hervorzuheben, dass ein Großteil der Performance des DAX seiner vergleichsweise hohen Dividendenrendite entspringt und Steuern bei der Wertentwicklung nicht berücksichtigt werden. Würde man also den DAX im eigenen Portfolio replizieren, würde das Wachstum des Kapitals geringer ausfallen. Der reine Kursindex des DAX, der also den Kurs ohne reinvestierte Dividenden zeigt, entwickelte sich erheblich schwächer.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass MDAX, SDAX und TecDAX im Vergleich langfristig besser als ihr großer Bruder mit den Large Cap Aktien performen. Zudem besteht in Anbetracht der schwachen Wertentwicklung der jüngeren Vergangenheit ein erhebliches Aufholpotenzial für kleine und mittlere deutsche Unternehmen. Dieses Potenzial sehen auch diverse Analysten, aber man kann es unter anderem auch bei der Bewertung (bspw. anhand des KGV) sehen, wenn man diese in Relation zu dem Potenzial des Unternehmens (oder der Branche) betrachtet. Der perfekte Zeitpunkt für einen Beste Aktien-Report, damit man aus diesem Kurspotenzial abseits der Standardwerte  einen ordentlichen Kursgewinn bzw. generell Gewinn ziehen kann.

Nicht so extrem ist die Schwäche der Nebenwerte übrigens im Vergleich auf der europäischen Ebene. Vergleicht man den EURO STOXX 50 mit dem STOXX Europe 600, hinkt letzterer kaum hinterher. Fairerweise muss man aber dazusagen, dass die Einzelwerte im zweiten Index zwar kleiner sind als im ersten, aber dennoch nicht unbedingt so klein wie bspw. im SDAX.

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