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Edwards Lifesciences Aktie Analyse

NYSE: EW // Analyse vom 30.10.2022

Von Jan Fuhrmann und Christian Lämmle

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Edwards Lifesciences kaufen? | Aktienanalyse | WKN: 936853 | ISIN: US28176E1082 | Ticker: EW (NYSE)

Global sterben die mit Abstand meisten Menschen aufgrund Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während im Jahr 1990 noch 25,90 % aller Todesursachen auf solche Krankheiten zurückzuführen waren, waren es 2019 bereits 32,80 %. Diese Erkrankungen gehören zu den sogenannten „Volkskrankheiten“, die durch die mit der Zivilisation verbundene Lebensweise hervorgerufen werden.

In Zukunft werden immer mehr Länder die Lebensstandards der modernen Zivilisation mit exzessivem Konsum und einem stressigen Alltag übernehmen. Beschwerden wie Bluthochdruck, Übergewicht und Stress sind Folgen dieser Lebensweise, sie erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deswegen ist davon auszugehen, dass in Zukunft immer mehr Menschen an dieser Art von Erkrankungen sterben werden. Hinzu kommt eine immer älter werdende Bevölkerung und anhaltendes Bevölkerungswachstum.

Edwards Lifesciences hat sich auf die Medizintechnik zur Behandlung dieser Krankheiten fokussiert. Das Unternehmen ist vor allem bekannt für Herzklappen-Restruktions-Produkte und Produkte für Gefäßtherapie sowie Überwachungsgeräte während intensiven Operationen. Der Gründer des Unternehmens, Miles Edwards, entwickelte 1958 die erste künstliche Herzklappe, die noch im gleichen Jahr erfolgreich bei einem Patienten implantiert wurde. Ein traurigerweise sehr lukratives und zukunftsorientiertes, gleichzeitig aber sehr spannendes Geschäftsmodell von einem geschichtsträchtigen Unternehmen. Wir haben uns den Konzern, der die häufigste Todesursache der modernen Zivilisation bekämpft, genau angeschaut.

Der Podcast zu unserer Aktienanalyse

Durch den Kursrutsch gab es Änderungen bei unseren Ratings. Im Intro sprechen wir deshalb von 10/10 Punkten im technischen Rating und 8/10 Punkten im fundamentalen Rating (Dies wird auch im dazugehörigen Kapitel so erwähnt.). Die korrekten Punktzahlen sind 9/10 Punkte im technischen und 9/10 im fundamentalen Rating.

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KapitelTimestamp
Einleitung, Historie, Aktionärsstruktur, Werte und Nachhaltigkeit 00:00:00
Geschäftsmodell, Burggraben und Geschäftsführung00:12:19
Fundamentale Kennzahlen00:31:58
Branche & Konkurrenz00:42:40
Chancen, Risiken, Bewertung, Technische Analyse0:58:11

Kurzportrait

Edwards Lifesciences (bzw. der Vorgänger) wurde 1960 mit der Erfindung und erfolgreichen Anwendung einer künstlichen Herzklappe weltweit bekannt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen immer weiter und behielt dabei stets den Fokus bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Thema, welches die Menschheit dauerhaft begleitet und bei dem jede neue Innovation Menschenleben retten kann.

Edwards Lifesciences schafft es nun bereits seit langer Zeit mit den eigenen Ideen und Errungenschaften, ein stabiles Wachstum zu verbuchen. Davon profitieren nicht nur die Patienten, sondern auch die Aktionäre.

Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem stabilen Aufwärtstrend und korrigierte in den letzten Monaten recht ordentlich.

Die Analyse bezieht sich auf den Kenntnisstand unserer Recherche vom 29.10.2022. 

WKN/ ISIN936853/US28176E1082
BrancheGesundheitswesen
Peter Lynch EinordnungAverage Grower
Fundamentales WLA-Rating?/10
Technisches WLA-Rating?/10
Porters Burggraben-Rating?/25
Marktkapitalisierung43,94 Mrd. USD
Dividendenrendite0,00 %
KGV30,12
FirmensitzIrvine (USA)
Gründungsjahr1958
Mitarbeiter15.700
WKN/ ISIN936853/US28176E1082
BrancheGesundheitswesen
Peter Lynch EinordnungAverage Grower
Fundamentales WLA-Rating9/10
Technisches WLA-Rating9/10
Porters Burggraben-Rating17/25
Marktkapitalisierung43,94 Mrd. USD
Dividendenrendite0,00 %
KGV30,12
FirmensitzIrvine (USA)
Gründungsjahr1958
Mitarbeiter15.700

Inhaltsverzeichnis

1. Das Unternehmen

Historie

Gründung

Die Historie von Edwards Lifesciences beginnt mit Miles “Lowell” Edwards im Jahr 1958. Im Gegensatz zu vielen anderen Gründern handelte es sich hierbei um einen 60-jährigen pensionierten Ingenieur, welcher bereits über einen enormen Erfahrungsschatz verfügte (bspw. 63 Patente) und gleichzeitig schon zwei Mal an rheumatischem Fieber erkrankte. Diese Krankheit kann die Herzklappen vernarben und schlussendlich Herzversagen herbeiführen.

Die Kombination aus seiner beruflichen und persönlichen Erfahrung führte zu seinem Ziel, das menschliche Herz zu mechanisieren. Dafür entwickelte Edwards ein Konzept, welches er dem jungen Chirurgen Dr. Albert Starr vorstellte. Nachdem dieser seine Idee als zu komplex einstufte, konzentrierte sich der pensionierte Ingenieur zunächst auf die Entwicklung einer künstlichen Herzklappe.

Es dauerte nur zwei Jahre und die erste Mitralklappe von Starr-Edwards wurde bereits erfolgreich bei Patienten eingesetzt. Eine unglaubliche Revolution in der Medizin und zugleich der Beginn zu Edwards Laboratories.

Forschung & Entwicklung führt zu neuen Geschäftsbereichen

Wie bei den meisten Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, hat auch Edwards Laboratories (später unter anderem Namen) viel Zeit und Geld in die Forschung und Entwicklung investiert. Beispielhaft zu nennen ist ein neuer Katheter in den 1960er-Jahren, welcher der Beginn des vaskulären (betrifft die Blutgefäße) Geschäfts des Unternehmens darstellte. Im Jahr 1970 begann mit der Entwicklung eines Arterienkatheters auf eine ähnliche Weise die Tätigkeit im “Critical Care”-Bereich und wenige Jahre später brachte man Schweine-Bioprothesen auf den Markt.

Das Unternehmen lebte also förmlich von den neuen Innovationen und auf diese Art gelang die Expansion innerhalb der Branche. Allerdings erkannten Konkurrenten das Potenzial relativ schnell (nach dem Erfolg mit der künstlichen Herzklappe wurde man ohnehin weltweit bekannt) und bereits im Jahr 1966 änderte sich die Firmenstruktur maßgeblich. Die meisten Entwicklungen sind also erst der Zeit nach der ersten Änderung in der Unternehmensstruktur zuzuordnen.

Unternehmensstruktur (Entwicklung der Ursprungsfirma) 

1966 kaufte American Hospital Supply dann Edwards Laboratories auf und die Firma wurde zu American Edwards Laboratories. Nach vielen Jahren der Weiterentwicklung, neuen Durchbrüchen usw. übernahm 1985 schließlich Baxter International das Unternehmen und erst 15 Jahre später erfolgte die erneute Ausgliederung.

2000 war dann ein sehr ereignisreiches Jahr, denn der Spin-off von Baxter International (welcher nun den Namen Edwards Lifesciences trägt) wurde direkt an die Börse gebracht. Gleichzeitig schritt die Expansion als eigenständiges Unternehmen direkt voran und in der Dominikanischen Republik fand die Eröffnung einer neuen Produktionsstätte statt. 

Nach dem Börsengang

In der Zeit nach dem Börsengang führte Edwards Lifesciences einige Akquisitionen durch, welche das eigene Geschäft in verschiedener Hinsicht ergänzen sollten. Die letzte Übernahme konnte in 2019 mit CAS Medical Systems abgeschlossen werden.

Natürlich engagiert sich der Konzern aber primär selbst im Bereich der Forschung & Entwicklung und konnte eine ganze Reihe an Erfolgen nach der Jahrtausendwende verbuchen. Zu den bekanntesten Errungenschaften gehört die Transkatheter-Herzklappe Edwards SAPIEN, welche inzwischen in mehreren Generationen erschienen ist. Darüber hinaus eröffnete Edwards Lifesciences neue Produktionsstätten in Singapur (2008) und Utah (2010), um die steigende Nachfrage bedienen zu können.

Heute betreibt Edwards Lifesciences sieben Produktionsstandorte, ist in über 100 Ländern auf der ganzen Welt vertreten und beschäftigt über 15.000 Mitarbeiter. Davon entfallen rund 2.000 auf die Ingenieure, welche sich täglich der Forschung & Entwicklung widmen.

Mission, Ziele und Nachhaltigkeit

Mission und Credo

Edwards Lifesciences sieht die Hilfe für Patienten als Lebensaufgabe an und ergänzt diesen Satz damit, dass das Leben jetzt sei. Man möchte diese Aufgabe dementsprechend in der Gegenwart, zu jedem Moment, erfüllen. Indem der Konzern genau dies umsetzt, kann das Vertrauen der Kunden, Kollegen und Patienten gewonnen werden, was wiederum als Grundlage für die übergeordnete Mission gesehen wird: Die Lebensqualität auf der ganzen Welt zu verbessern.

Darüber hinaus hat das Unternehmen ein Credo, welches lautet: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, innovative Lösungen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen anzubieten.“ Dies beschreibt noch einmal genauer, in welchem Sektor der Konzern eigentlich tätig ist und dass der Fokus auf einer speziellen Art der Erkrankung liegt. Anders als weitere große Gesundheitskonzerne konzentriert sich Edwards Lifesciences also „nur” auf einen bestimmten Bereich.

Ziele

Edwards Lifesciences sieht sich als führend im eigenen Gebiet und verfolgt im Kern fünf Ziele, welche verschiedenen Interessengruppen (Aktionäre, Patienten, …) zugutekommen:

Nachhaltigkeit

Wenn sich ein Unternehmen als Ziel die Verbesserung der Lebensqualität setzt, dann ist das Engagement in Bezug auf die Nachhaltigkeit nahezu eine logische Schlussfolgerung. Unabhängig von der Forschung & Entwicklung, welche der Menschheit neue medizinische Errungenschaften beschert (aber natürlich auch das Geschäft von Edwards Lifesciences ist), setzt sich das Unternehmen auch für eine bessere Gesellschaft ein.

Im Rahmen der eigenen Stiftung unterstützte Edwards Lifesciences allein im Jahr 2021 über 250 Wohltätigkeitsorganisationen auf der ganzen Welt. Der Fokus beim Engagement liegt auf dem, was der Gesundheitskonzern am besten kann: Unterstützung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Spenden der eigenen Produkten, Förderung der Bildung in MINT-Fächern usw. Bis Ende des Jahres 2025 möchte sich Edwards Lifesciences für 2,50 Mio. Herz- und Intensivpatienten einsetzen, welche ansonsten keine Hilfe bekommen würden (unterversorgt).

Außerdem setzt Edwards Lifesciences auf die Werte Integrität, Ehrlichkeit, Offenheit und Fairness. Das Unternehmen setzt sich auch für die Diversität und Inklusion ein und möchte, dass sich in der Firma jeder respektiert und sicher fühlt.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur von Edwards Lifesciences zeigt keine besonderen Auffälligkeiten. Den größten Anteil hält die Vanguard Group mit 7,70 % und darauf folgen weitere Investmentgesellschaften und Vermögensverwalter wie bspw. Capital Research & Management Co. (World Investors) mit 5,26 %, Shapiro Capital Management mit 4,37 % und das SSgA Funds Management mit 4,34 %. Der Gesamteinfluss von Capital Research & Management Co. ist zudem verhältnismäßig groß, denn über den Bereich International Investors werden weitere 3,61 % der Aktien von Edwards Lifesciences gehalten. Weitere relevante Einzelaktionäre gibt es nicht.

Geschäftsmodell

Einleitung

Edwards Lifesciences hat die Mission, das Leben von Patienten zu verbessern, die gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwerwiegende Krankheiten kämpfen. Das mag eine pauschale Aussage für ein medizintechnisches Unternehmen sein, ist aber bei der langen und von Innovationen geprägten Geschichte des Unternehmens durchaus ein plausibles Statement.

Warnhinweis: Wir behandeln hier ein medizinisches Produktportfolio, welches sich auf das Herz fokussiert. Einige der Erklärungen sind eventuell für einige Leser etwas „brutaler“, wir haben aber alle Formulierung so „sanft“ wie möglich gestaltet.

Die eigens gestellte Aufgabe erfüllt das Unternehmen mit einer Auswahl an High-Tech-Software, Hardware und Biotechnologie. Edwards Lifesciences ist weltweit führender Anbieter von patentorientierter, medizinischer Innovation für strukturelle Herzkrankheiten und Überwachung in der Intensivmedizin. Das Wort „patentorientiert“ ist dabei sehr wichtig, da die Anzahl von Patenten bei einem Unternehmen in der schnelllebigen Medizinbranche die finanziellen Überlebenschancen sichern. Seit mehr als sechs Jahrzehnten arbeitet der Konzern eng mit Kliniken und Forschern zusammen, um die eigenen Produkte immer auf dem neuesten Stand zu halten und Innovation herbeizuführen.

Wie bereits oben erwähnt, ist Edwards Lifesciences Pionier bei der Entwicklung von Herzklappentherapie, der Herstellung von Herzklappensystemen und Reparaturprodukten. Damit können kranke oder defekte Herzklappen von Patienten repariert oder ersetzt werden. Wenn wir uns den Aufbau des menschlichen Herzens genauer anschauen, dann besteht dieses aus zwei Hälften. Jede Hälfte hat eine Segelklappe und eine Taschenklappe. Die Segelklappen liegen zwischen Vorhof und Kammer und heißen Mitralklappe (links) und Trikuspidalkappe (rechts). Die Taschenklappen liegen jeweils zwischen Kammer und Ausstromgefäß und heißen Aortenklappe (links) und Pulmonalklappe (rechts).

Als Ventile im Herzen sorgen die vier Herzklappen dafür, dass Blut nur in eine Richtung fließt. Bei einer Herzklappenerkrankung sind eine oder mehrere der Klappen entweder verengt, verkalkt oder undicht. Diese Erkrankungen können in seltenen Fällen angeboren sein, weitaus häufiger sind sie jedoch erworben – bspw. durch Verkalkungen im höheren Lebensalter, Entzündungen oder Durchblutungsstörungen. Eine Fehlfunktion der Klappen entsteht durch eine eingeschränkte Öffnung oder Schließung der Klappen. Das führt dazu, dass der Blutfluss im Körper gestört ist und das Herz ineffektiver arbeiten kann. Der Herzmuskel muss also deutlich mehr Arbeit aufwenden. Wenn die Funktion der Klappen nur leicht beeinträchtig ist, dann macht sich das im Alltag kaum bemerkbar. Schreitet eine solche Erkrankung jedoch fort, kann der Herzmuskel keinen ausreichenden Blutfluss mehr gewährleisten. Das führt dazu, dass Betroffene bei körperlicher Belastung Atemnot, Schwindel, Husten oder Ohnmacht erleiden. Bei schweren Erkrankungen muss die betroffene Klappe entweder repariert oder ersetzt werden. Hier kommen die Produkte von Edwards Lifesciences ins Spiel. Da die Erkrankungen vor allem Leute im höheren Alter betrifft, werden in Zukunft immer mehr Menschen von solchen Krankheitsbildern betroffen sein.

Transkatheter-Aortenklappen-Ersatz

Die Arbeit des Konzerns umfasst sowohl chirurgische als auch Transkatheter-Therapien für Herzklappen. Bei letzteren ist nur ein leichterer Eingriff erforderlich und die Herzklappe wird über einen Katheter (eine Art Schlauch) eingesetzt. Früher wurde diese Variante nur bei Patienten mit sehr hohem Operationsrisiko eingesetzt – heute aufgrund fortschreitender Technik und Haltbarkeit auch bei jüngeren Patienten. Dieses Verfahren wird auch TAVI (engl.: Transcathether Aortic Valve Implantation/dt.: Transkatheter-Aortenklappenimplantation) genannt. Dabei wird auf eine schwierige OP verzichtet, bei der das Brustbein durchtrennt und mit einer Herz-Lungen-Maschine die Körperfunktionen aufrechterhalten werden kann. Bei der gängigsten Methode wird der Katheter über die Leistenarterie und die Hauptschlagader (Aorta) bis ins Herz vorgeschoben. Darüber wird dann eine zusammengefaltete biologische Herzklappenprothese an die Stelle der kranken Aortenklappe vorgeschoben und aufgedehnt, sodass die kranke Herzklappe in die Wand der Aorta gedrückt und ersetzt wird.

Edwards Lifesciences ist weltweit führend bei der Herstellung dieser Prothesen mit minimalinvasivem Eingriff. Die Lebensqualität von Patienten wird mit dieser Methode deutlich schneller verbessert. Transaortenklappen sind die wichtigsten Produkte nach Gesamtumsatz im Geschäftsmodell von Edwards und machen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Die Produkte von Edwards zur TAVI-Behandlung heißen SAPIEN-TAVI/TAVR  und bestehen aus biologischen Materialien, wie z. B. der SAPIEN 3 (künstliche Aortenklappe) aus Rindergewebe. Der Name des Produkts kommt dabei vom lateinischen Wort „sapiens“ für „weise/einsichtig“. Die biologische Bezeichnung des heutigen Menschen lautet außerdem „homo sapiens“, also „weiser Mensch“. Die „Sapien 3 Prothese“ ist eine von mehreren künstlichen Herzklappenvarianten, die Edwards Lifesciences anbietet. Auch sie wird über einen Katheter eingesetzt und mittels einer Art „Ballon“ vor die kranke Herzklappe gedrückt.

Transkatheter-Therapien für Mitral- und Trikuspidalklappen

Während der Markt für künstliche Aortaklappen mit der Transkatether-Methode bereits schon relativ gut ausgereift ist, so ist der Markt für künstliche Mitral- und Trikuspidalklappen mit diesem Verfahren wesentlich jünger. Viele der Technologien befinden sich noch in der klinischen Entwicklungs- oder Forschungsphase. Nur wenige Transkatheter-Klappenreparatursysteme wie PASCAL oder Cardioband von Edwards Lifesciences sind in Europa auf dem Markt. Bei Mitral- und Trikuspidalklappen ist deutlich mehr Flexibilität und Anpassung während des Eingriffs notwendig, was beide Systeme liefern.

Dabei entwickelt Edwards Lifesciences auch die Verfahren des kompletten Transkatheter-Systems weiter. Mit SAPIEN M3 verbessert man den Andock- und Anpassungsmechanismus an die alte Herzklappe unter Verwendung der oben bereits beschriebenen SAPIEN Klappe. Evoque Eos ist ein Transkatheter-Ersatzsystem der nächsten Generation, das vor allem für Mitralklappen-Patienten entwickelt wurde. Das System ist in drei Größen erhältlich.

Chirurgische Herzeingriffe

Edwards Lifesciences leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung widerstandsfähiger Gewebeklappen. Es geht darum, die Lebensdauer von Implantaten zu verlängern und somit auch Risiko und Aufwand von Patienten zu reduzieren. Das vom Konzern patentierte RESILIA Gewebe ist ein Beispiel dafür. Klinische Tests haben in den letzten fünf Jahren 0 % Gewebeverschlechterung der Klappenprothesen gezeigt, welche mit RESILIA ausgestattet waren. Patienten entscheiden sich immer wieder für Gewebe- anstatt mechanische Klappen. Diese brauchen keine Antikoagulationstherapie, bei der Arzneimittel zur Hemmung von Blutgerinnung verabreicht werden müssen.

Intensivpflege

Das letzte Themenfeld des Geschäftsmodells von Edwards Lifesciences betrifft die Überwachung von Patienten in Intensivstationen bspw. während einer Operation. Der Konzern baut hochmoderne Hardware zur Überwachung von Herzfunktionen und Flüssigkeitsstatus von Patienten. Dies spielt auch post-operativ eine wichtige Rolle bei der Genesung. Dazu kommen Softwares, die Ärzte bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. Ein Beispiel hierfür ist die Acument Hypotension Prediction Index Software. Ein Pilot-Projekt, welches Ärzten auf Basis von Daten Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Zwischenfälle errechnet.

Die Geschichte von Jim

Wir haben diese Geschichte aus dem Edwards Lifesciences Annual Report 2021 hier komplett für euch übernommen. Viele von euch haben Probleme, an ihren Investments in Krisenzeiten festzuhalten. Damit wollen wir Edwards nicht ohne Einschränkungen zum Kauf empfehlen. Wir wissen aber, dass es sehr hilfreich ist, sich immer mal wieder in Erinnerung zu rufen, dass viele Unternehmen, in die wir an der Börse investieren, reale Probleme in der Realität lösen und uns das Leben einfacher machen. Das sind nicht einfach irgendwelche ausgedachten Kurse, sondern echte Anteile an sämtlichen Arbeiten von Menschen, die in diesen Unternehmen arbeiten.

Geboren und aufgewachsen in Kalifornien, zog Jim vor mehr als 25 Jahren vom Silicon Valley nach Neuengland, um seinen Lebensstil zu ändern und um sich wieder Gesundheit, Wohlbefinden und seiner Fitness zu widmen. Während er den Großteil seiner Karriere in der Software-Systementwicklung verbrachte, wechselte Jim vor etwa zehn Jahren in eine neue Phase seiner Karriere, damit er und seine Frau das Leben und Arbeiten in Vollzeit auf der Insel Martha’s Vineyard genießen können. Jim ist gerne in der freien Natur aktiv, sei es beim Laufen, Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf. In den letzten  Jahren haben er und seine Tochter es zu einer jährlichen Tradition gemacht, am Malibu-Triathlon teilzunehmen. Jim’s Leidenschaft ist jedoch das Bergsteigen. Zu seinen denkwürdigsten Besteigungen zählt er die des Mt. Dana in Tuolumne Meadows im Yosemite National Park, eine anstrengende, hochalpine Wanderung. Vor einigen Jahren, während seines Triathlon-Trainings und anderer körperlicher Aktivitäten, begann Jim Kurzatmigkeit und eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit festzustellen. „Im Jahr 2020 begann ich, mich beim Sport schlechter zu fühlen, mit starker Kurzatmigkeit und Schmerzen in den Schultern”, sagte Jim, „schon das Steigen einer Treppe begann mich zu belasten. Mein erster Versuch einer Winterbesteigung des Mt. Washington scheiterte.”

Wegen der COVID-Pandemie wurde Jims jährlicher kardiologischer Check-up abgesagt und andere Termine wurden verschoben. Schließlich wurde bei Jim jedoch eine schwere Aortenstenose diagnostiziert. Nachdem ihm zuerst geraten wurde, einen ruhigeren Lebensstil zu verfolgen, suchten seine Frau und er nach alternativen Behandlungsmethoden. Mit dem Wissen, eine schwere Aortenstenose könne tödlich sein, wurde Jim von einem Ärzteteam untersucht und es wurde festgestellt, dass er für einen Transkatheter-Aortenklappen-Ersatz geeignet ist.

Jim unterzog sich am 17. Dezember 2020 einer Operation nach TAVR-Verfahren mit dem Einsetzen einer SAPIEN 3-Klappe. „Und innerhalb weniger Tage“, so sagte er, „bekam ich mein Leben zurück. Ich verbrachte eine Nacht im Krankenhaus. Eine Woche später konnte ich wieder all meinen Aktivitäten nachgehen, ohne Einschränkungen. Am Tag nach Weihnachten, ging ich mit meinen Töchtern joggen. Ich fühlte mich großartig und mein Tempo stieg um mehrere Minuten pro Meile, ohne mich anzustrengen.” 

Jim feierte seinen Geburtstag nach der TAVR mit einer Winterbesteigung des Mt. Washington und arbeitet weiter an seinem Ziel, alle 4.000er in den White Mountains von New Hampshire zu besteigen. Außerdem freut er sich darauf, dieses Jahr 50 Jahre Ehe mit seiner Frau zu feiern und mehr Zeit mit seinen drei erwachsenen Kindern und vier Enkelkindern zu verbringen.

Burggraben 

Einleitung

Edwards Lifesciences investiert jedes Jahr einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Selbstverständlich sind die Lösungen durch internationale Patente geschützt und können von konkurrierenden Playern nicht ohne Weiteres repliziert werden. Gemeinsam mit dem bestehenden Netzwerk aus weltweiten Produktionskapazitäten, Geschäftsgeheimnissen sowie dem unternehmensinternen Know-how stellen diese Schutzrechte einen wichtigen Faktor für den Burggraben dar.

Außerdem konnte sich Edwards Lifesciences nach eigenen Angaben als weltweit führender Anbieter von patientenorientierten Behandlungen von strukturellen Herzerkrankungen etablieren und besitzt als solcher eine hohe Reputation. Wie sich Edwards Lifesciences in Bezug auf die Marktanteile für kardiologische Geräte schlägt, werden wir außerdem im Rahmen der Branchenanalyse näher beleuchten.

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Porters Five Forces

Nachstehend die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter. Diese dient der Einordnung von externen Kräften, welche auf die Unternehmen einer Branche einwirken. Unsere Skala reicht hierbei von 0 bis 5. Je besser Edwards Lifesciences aufgestellt ist, desto höher ist die Punktzahl, welche wir vergeben. 

Externe Kraft Stärke Begründung
Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern
3/5
Zu den bestehenden Mitbewerbern von Edwards Lifesciences gehören zum einen kleine, spezialisierte Player, aber auch große, diversifizierte Konzerne wie Abbott Laboratories oder Medtronic. Trotz der ausgeprägten Konkurrenzsituation vergeben wir 3 Punkte, da Edwards Lifesciences mit seinen spezifischen Produktlinien führende Positionen für sich beanspruchen kann.
Bedrohung durch neue Wettbewerber
5/5
Die Entwicklung von empfindlichen medizinischen Produkten erfordert Know-how und eine erhebliche Menge an finanziellen Mitteln. Weiterhin ist die Herstellung und Sterilisierung der Produkte hochkomplex und wird von verschiedenen internationalen Aufsichtsbehörden kontrolliert. Aus den genannten Gründen stufen wir Bedrohung durch neue Wettbewerber als äußerst niedrig ein.
Verhandlungsmacht der Lieferanten
2/5
Edwards Lifesciences bezieht verschiedene Rohstoffe und sonstige Materialien von Drittanbietern, um seine Produkte entwickeln und herstellen zu können. Für bestimmte Einsatzstoffe existiert eine limitierte Auswahl an Zulieferern, deren Ausfall Edwards Lifesciences Probleme bereiten könnte. Daher halten wir 2 von 5 Punkte für die Verhandlungsmacht der Lieferanten als angemessen.
Verhandlungsmacht der Kunden
4/5
Die Anzahl an Kunden bzw. Patienten, welche mit den Lösungen von Edwards Lifesciences behandelt werden, ist vergleichsweise groß und es bestehen in dieser Hinsicht keine Abhängigkeiten. Außerdem unterscheiden sich die Produkte von Edwards Lifesciences von denen der Konkurrenten und zeichnen sich insbesondere durch die minimalinvasive Operationsmethode aus.
Bedrohung durch Ersatzprodukte
3/5
Der Bedarf für medizinische Produkte, welche sich der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen widmen, wird in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach zunehmen. Die Medizintechnik ist allerdings als äußerst innovationsstarke Branche einzuordnen und es ist nicht auszuschließen, dass zukünftig Ersatzprodukte entwickelt werden, welche für Edwards Lifesciences eine Bedrohung darstellen könnten. Um dieser Möglichkeit Rechnung zu tragen, vergeben wir nur 3 Punkte.

Geschäftsführung

Michael A. Mussallem

Seit dem Spin-off von Baxter International und dem damit einhergehenden Börsengang von Edwards Lifesciences führt Michael A. Mussallem das Unternehmen als CEO und Chairman of the Board. Heute ist er 69 Jahre alt und dementsprechend ist ungewiss, wie lange er die aktuelle Tätigkeit noch ausführen wird.

Bevor Mussallem die Unternehmensleitung übernahm, war er bei Baxter International in diversen Bereichen in Führungspositionen aktiv, wobei er zuletzt der Group Vice President vom biopharmazeutischen Geschäft war. Sein Erfahrungsschatz in der Branche, vor allem auch in leitenden Positionen, ist somit außerordentlich groß und ausgeprägt.

Ursprünglich studierte Michael A. Mussallem Chemieingenieurwesen und erhielt in diesem Bereich seinen Bachelorabschluss. Heute hält er zudem die Ehrendoktorwürde vom Rose-Hulman Institute of Technology.

2. Fundamentale Ansicht 

Kennzahlen 

Aktienfinder
Aktienfinder

Die Prognosen aus diesem Abschnitt werden vom Aktienfinder zur Verfügung gestellt.

Umsatz

Entwicklung

Zum Ende des 20. Jahrhunderts stagnierten die Erlöse von Edwards Lifesciences für mehrere Jahre bzw. tendierten sogar nach unten. Seit 2001 hatte das Unternehmen jedoch keinen einzigen Rückgang mehr zu beklagen und konnte ein gleichmäßiges Wachstum verbuchen. Für die Zuwächse der letzten Jahre lässt sich insbesondere ein Treiber ausmachen: Die bereits erwähnte SAPIEN 3-Klappe, welche 2015 eingeführt und auch zur Behandlung von Jim verwendet wurde.

Seit 2017 beläuft sich das durchschnittliche Wachstum auf 11,09 %. Die Corona-Pandemie führte ab März 2020 zu vorübergehenden Schwankungen des chirurgischen Eingriffsvolumens, was auch Edwards Lifesciences spürte. Demnach war das operative Geschäft des Unternehmens insbesondere im zweiten Quartal und dritten Quartal betroffen. Unterm Strich konnten die Erlöse dennoch um 0,88 % gesteigert werden. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Edwards Lifesciences davon profitieren, dass immer mehr Menschen gegen COVID-19 geimpft wurden und chirurgische Eingriffe wieder häufiger durchgeführt werden konnten. Das Umsatzwachstum betrug somit 19,29 %.  

Die Analysten erwarten, dass die Wachstumsdynamik von Edwards Lifesciences bis 2024 leicht abnehmen wird. Die aktuellen Schätzungen liegen bei 6,73 Mrd. USD, wodurch eine Steigerung von 8,78 % pro Jahr zustande kommen würde. Auf welchen Faktoren das zukünftig Wachstum fußen könnte, kannst du dem Kapitel zu den Chancen und Risiken entnehmen.

Umsatzverteilung nach Segmenten

Im vergangenen Jahrzehnt konnte Edwards Lifesciences innerhalb des Segments Transcatheter Aortic Valve Replacement große Fortschritte verzeichnen. Einen Meilenstein stellt hierbei ohne Frage die Markteinführung der SAPIEN 3-Klappe dar. Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs stieg daher kontinuierlich an und belief sich zuletzt auf fast zwei Drittel.

Noch vor zehn Jahren war das Segment Surgical Heart Valve Therapy die wichtigste Einnahmequelle für Edwards Lifesciences. In absoluten Zahlen konnten die entsprechenden Erlöse seitdem zwar gesteigert werden, doch aufgrund der Erfolge, welche Edwards Lifesciences mit seinem heutigen Kernsegment verzeichnen konnte, ist der Umsatzanteil auf 16,99 % in 2021 geschrumpft.

Die historische Entwicklung der Umsatzanteile des Geschäftsbereichs Critical Care lässt sich mit jener der chirurgischen Herzeingriffe vergleichen, denn obwohl die Umsätze in absoluten Zahlen angestiegen sind, nahm die Relevanz für das operative Geschäft in den letzten Jahren fortlaufend ab. Nichtsdestotrotz beträgt der Umsatzanteil noch 15,96 %.

Das kleinste Segment, Transcatheter Mitral and Tricuspid Therapies, existiert in dieser Form erst seit dem Geschäftsjahr 2018. Während Edwards Lifesciences damals lediglich 2,90 Mio. USD mit den entsprechenden Produkten erlöste, waren es im vergangenen Geschäftsjahr bereits 86,00 Mio. USD, was einem Umsatzanteil von 1,64 % entspricht.

Umsatzverteilung nach Regionen

Edwards Lifesciences ist mit seinen Produkten derzeit in über 100 Ländern weltweit vertreten. Mit einem Umsatzanteil i. H. v. 56,63 % in 2021 waren die USA als Heimatland des Unternehmens der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt.

Etwas weniger als ein Viertel der Einnahmen erwirtschaftet das Medizintechnikunternehmen in Europa. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und das Vereinigte Königreich hervorzuheben.

Neben den Vereinigten Staaten ist ein weiteres Land für einen nicht zu vernachlässigenden Umsatzanteil von Edwards Lifesciences verantwortlich: Japan. Dem Land der aufgehenden Sonne waren im vergangenen Geschäftsjahr ungefähr ein Zehntel der Erlöse zuzuordnen.

Die restlichen 10 % der Erlöse erwirtschaftete Edwards Lifesciences zuletzt in anderen Regionen, welche nicht näher spezifiziert werden. Allerdings werden Kanada und China als weitere wichtige Märkte erwähnt.

EBIT und Konzerngewinn

Bei der Entwicklung der von uns betrachteten Profitabilitätskennzahlen ergeben sich mehrere Besonderheiten, welche wir im Folgenden näher thematisieren. 

Zuerst zum operativen Ergebnis: In 2018 hatte Edwards Lifesciences infolge eines Patentstreits eine einmalige Zahlung an Boston Scientific i. H. v. 180 Mio. USD zu entrichten, welche einen großen Belastungsfaktor darstellte und mit für den Einbruch des EBIT um über 30 % verantwortlich war. Der erneute Rückgang in 2020 ist nicht etwa auf die Einflüsse der Corona-Pandemie zurückzuführen, sondern erneut auf eine Auseinandersetzung mit einem konkurrierenden Unternehmen. Dieses Mal ging es um Abbott Laboratories und erneut ließ sich Edwards Lifesciences darauf ein, eine Summe im dreistelligen Millionenbereich zu zahlen, um die Streitigkeiten beizulegen.

Die Verzerrungen der Konzerngewinne sind hingegen steuerlicher Natur. Während Edwards Lifesciences in 2017 aufgrund der US-amerikanischen Steuerreform einen hohen Aufwand zu verzeichnen hatte, konnte das Unternehmen in 2018 von Steuervorteilen profitieren und den Rückgang des operativen Ergebnisses sogar mehr als ausgleichen.

Insgesamt entwickelten sich beide betrachteten Kennzahlen dennoch sehr positiv. Die Nettoergebnisse wuchsen zwischen 2017 und 2021 um 26,68 % pro Jahr an, was auf die ungewöhnlich niedrige Ausgangsbasis zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Steigerungsrate der operativen Ergebnisse belief sich derweil auf 11,61 %. Die Analysten erwarten künftig Zuwächse, welche ungefähr auf dem Niveau des Umsatzwachstums liegen sollen.

Margen

Nach Abzug der Umsatzkosten, welche Aufwendungen für Rohmaterialien, Logistik sowie für bestimmte Mitarbeiter umfassen, erwirtschaftete Edwards Lifesciences in den letzten vier Quartalen eine Bruttomarge i. H. v. 78,90 %, was ohne Zweifel als überdurchschnittlich einzuordnen ist.

Unseren Ausführungen zu der vergangenen und erwarteten Entwicklung der operativen Ergebnisse und Konzerngewinne ist bereits zu entnehmen, dass die entsprechenden Gewinnspannen innerhalb der letzten fünf Geschäftsjahre ebenfalls Schwankungen unterlegen haben. Die EBIT Marge, welche die Ertragskraft des operativen Geschäfts von Edwards Lifesciences besser abbildet, konnte in 2021 nichtsdestotrotz auf alte Höchststände zurückkehren und ist mit über 30 % auch in Relation zu den bestehenden Mitbewerbern als sehr attraktiv einzustufen.

Die Analysten prognostizieren derzeit, dass die Gewinnspannen von Edwards Lifesciences bis 2024 auf dem aktuellen Niveau verbleiben und nur um wenige Prozentpunkte schwanken werden. 

Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe

Bisher hat Edwards Lifesciences keine Dividenden an seine Aktionäre ausgeschüttet und nach Angaben des Managements ist auch zukünftig geplant, die erwirtschafteten Gewinne für Reinvestitionen im Unternehmen zu belassen.

Allerdings kauft Edwards Lifesciences seit dem Jahr 2006 eigene Aktien zurück, um die Auswirkungen der aktienbasierten Vergütungsprogramme auszugleichen. Unterm Strich kann die Anzahl ausstehender Aktien sogar fast kontinuierlich gesenkt werden. Innerhalb der letzten 15 Jahre wurde eine Reduzierung von 694,59 Mio. Anteilen auf 623,21 Mio. erreicht, was einem Rückgang um 0,72 % pro Jahr entspricht. Das derzeitige Rückkaufprogramm des Unternehmens umfasst ein Restvolumen von mehr als 1,50 Mrd. USD, weshalb in den kommenden Jahren mit dem Einzug weiterer Aktien zu rechnen ist.

Historische Kennzahlen

KUV

Der Wertzuwachs der Aktie von Edwards Lifesciences lag zwischen 2017 und 2021 in jedem Jahr oberhalb des Umsatzwachstums. Infolgedessen stieg das Kurs-Umsatz-Verhältnis deutlich an und belief sich zum Ende des letzten Geschäftsjahres auf 15,43. Aufgrund der jüngsten Korrektur befindet sich das Multiple nun wieder unter dem historischen Mittelwert i. H. v. 11,02 und könnte bis 2024 auf 6,52 absinken.

KGV

In 2020 stieg das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Edwards Lifesciences aufgrund des Gewinnrückgangs ungewöhnlich stark an. Ansonsten entwickelte sich die Bewertungskennziffer analog zum KUV. Derzeit wird das Medizintechnikunternehmen mit den 30,12-fachen Gewinnen der letzten vier Quartale bewertet, der Durchschnittswert der letzten fünf Jahre beläuft sich auf 50,83. Für 2024 lässt sich ein erwartetes KGV von 23,22 berechnen. 

KOCV

Auch beim operativen Cashflow hatte Edwards Lifesciences in 2020 einen Rückgang zu verbuchen, sodass das entsprechende Multiple in diesem Jahr mit 54,04 seinen Hochpunkt im vorliegenden Zeitraum markierte. Während das Kurs-Cashflow-Verhältnis des Unternehmens zum aktuellen Zeitpunkt 29,06 beträgt, könnte bis 2024 ein Rückgang auf 21,11 erfolgen und dementsprechend sogar das Tief von 2017 unterboten werden.

Einordnung nach Peter Lynch

Wenngleich die Gewinne von Edwards Lifesciences im Laufe der letzten Jahren gelegentlich von verschiedenen Faktoren verzerrt wurden, entwickeln sich die Erlöse des Unternehmens insbesondere seit dem 21. Jahrhundert sehr gleichmäßig. Die Wachstumsgeschwindigkeit liegt im hohen einstelligen bzw. im niedrigen zweistelligen Bereich, weshalb wir eine Einordnung als Average Grower für angebracht halten.

Fundamentales Wir Lieben Aktien-Rating

In unserem fundamentalen Rating für Average Grower erfüllt Edwards Lifesciences fast alle Kriterien und kommt mit 9 von 10 Punkten auf ein sehr starkes Ergebnis. Zum Abzug führt nur das prognostizierte EBIT Margen Wachstum, welches mit 0,39 % deutlich unterhalb unserer Anforderung von 10 % liegt.

3. Konkurrenzvergleich und Branchenanalyse  

Allgemeine Infos über die Branche

Einordnung nach dem GICS

Zur besseren Einordnung definieren wir zuerst die Branche, basierend auf der zentralen Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Wir beziehen uns hierbei auf den Global Industry Classification Standard (kurz GICS), der zunächst den Sektor definiert, welcher sich wiederum in Industriegruppe, Industrie und Subindustrie unterteilen lässt.

Edwards Lifesciences wird dem Sektor Gesundheitswesen, der Industriegruppe Gesundheitswesen: Ausstattung und Dienste, der Industrie Gesundheitswesen: Ausstattung und Produkte und der Subindustrie Ausstattung, zugeordnet. Daraus ergibt sich der GICS-Code 35101010. 

Markt der medizinischen Technologie

Beginnen wollen wir diesen Abschnitt mit einem Ausblick für die Umsatzentwicklung des Marktes der medizinischen Technologie. Wichtig dabei ist es sich nicht von der letzten Kurve irritieren zu lassen, da hier der Abstand drei Jahre – und nicht wie bei den anderen Werten – ein Jahr beträgt. Zu dieser Branche gehören allgemein gefasst Produkte, Geräte und Verfahren zur Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen.

Es lässt sich zu aller erst festhalten, dass die gesamte Entwicklung sehr stabil und größtenteils gleichmäßig aussieht. Lediglich in einem Jahr war die Wachstumsrate negativ (2014), in welchem die Umsätze um etwa 2 % zurückgingen. Ebenfalls gab es nur in den Jahren 2015-2016 stagnierende Werte, ansonsten lag das Wachstum immer zwischen 2,70 % und 8 %. Der höchste abgebildete Umsatz wird mit 633 Mrd. USD für 2024 prognostiziert. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,36 % pro Jahr bis 2021 ist das Wachstum zwar nicht besonders hoch, aber insgesamt über die Jahre gesehen sehr stabil. Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, dass diese Grafik weitaus mehr Bereiche inkludiert als Edwards Lifesciences primär tätig ist. Dennoch sehen die Aussichten hier nicht schlecht aus, denn bis 2024 werden Wachstumsraten i. H. v.  5,7 % pro Jahr erwartet.

Kardiologie

Einleitung

Der primäre Bereich von Edwards Lifesciences ist der kardiologische Sektor. In der Kardiologie wird sich mit den Strukturen und Funktionen des Herzens auseinandergesetzt, vielmehr aber mit der Erkennung und Behandlung von Herzerkrankungen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Edwards Lifesciences hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative Lösungen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu finden. Dieser Bereich umfasst Krankheiten, die das Herz und die Blutgefäße betreffen, in der Regel liegen hier chronische Erkrankungen vor, die den Patienten meist verpflichten, sich behandeln zu lassen. Das Spektrum der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist sehr breit, jedoch gibt es nur wenige, die den Großteil der Erkrankungen ausmachen. Verschiedene Quellen sehen vor allem drei Krankheiten als besonders bedeutsam an:

  • Koronare Herzkrankheit
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
Koronare Herzkrankheit

Wenn die Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen, verengt oder sogar verschlossen sind, ist die Sauerstoffversorgung des Herzens nicht mehr gewährleistet. Die Ursache hierfür kann bei Ablagerungen in den Blutgefäßen liegen, die sich im Laufe des Lebens bilden. Die koronare Herzkrankheit lässt sich, ob mit Tabletten oder OPs nicht gänzlich aufhalten.

Herzinfarkt

Hier wird der Herzmuskel nicht mehr mit ausreichend Blut versorgt. Diese Minderversorgung geht von dem Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien aus. Ohne schnelle und wirksame Hilfe stirbt der nicht durchblutete Teil des Herzmuskels schließlich ab, besonders ältere Menschen sind von dieser Krankheit betroffen.

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall wird das Gehirn plötzlich nicht mehr mit ausreichend Blut versorgt. Folglich entsteht eine Unterversorgung der Nervenzellen des Gehirns mit zu wenig Blut und Sauerstoff. Seltener gibt es eine Hirnblutung durch Einreißen eines Gefäßes im Gehirn.

Auch aufgrund weiterentwickelter Behandlungsmethoden von Edwards Lifesciences, geht die Erkrankungshäufigkeit, aber auch die Sterblichkeit in diesem Bereich zurück.

Entwicklung des Marktes für kardiologische Geräte

Vorangetrieben durch einen enormen Fortschritt, etwa durch die Zugänglichkeit einer hochmodernen (medizinischen) Infrastruktur und den Versicherungsschutz, ist die Branche die letzten Jahre gestiegen, wird es aber vor allem in den nächsten Jahren tun. Vermutlich aufgrund vieler abgesagter Operationen während Corona, gingen die Umsatzerlöse im Jahr 2020 um etwa 10 % zurück. Betrachtet man die Abbildung zunächst von 2016-2021, erkennt man ein eher moderates Wachstum mit 4,14 % pro Jahr, Hauptgrund hierfür ist überwiegend das Jahr 2020. Bis 2027 soll es nun jährliche Zuwächse von 8,43 % p. a. geben und am Höchststand 87,57 Mrd. USD Umsatz generiert werden.

Aufteilung des Marktes für kardiologische Geräte

Zu den Hauptakteuren der kardiologischen Geräte gehört auch Edwards Lifesciences. Allein die größten drei Unternehmen besitzen insgesamt knapp die Hälfte des Gesamtmarktes. Dies spricht für einen sehr konzentrierten Markt, d. h. wenige Konzerne besitzen einen Großteil des Marktes. Dennoch sehen wir, dass Medtronic mehr als doppelt so viele Marktanteile besitzt und somit klarer Marktführer ist. Auch zum zweiten Platz, Abbott Laboratories, trennen Edwards Lifesciences 7 %. Die fünf größten Unternehmen besitzen in dieser Branche insgesamt 65 % des Gesamtmarktes, 35 % sind auf sonstige Konzerne zurückzuführen.  

Todesursachen in Deutschland

Auch wenn die folgende Grafik nicht besonders schön zu betrachten ist, ist es für uns wichtig zu wissen, welche Rolle Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland aktuell einnehmen. Wir versuchen diesen Teil möglichst kurz zu halten und nur auf das Wesentliche einzugehen.

Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren in Deutschland 2020 für insgesamt 35 % aller Sterbefälle verantwortlich und belegen damit klar den ersten Platz. In diesen Bereich fallen, wie wir bereits gesehen haben, auch Krankheitsfälle, von denen Edwards Lifesciences nicht profitiert, dennoch sind sie in diesem Bereich primär vertreten. Die zweitmeisten Sterbefälle gingen von Neubildungen, also Tumoren aus, prozentual gesehen, beträgt der Anteil hier etwa 24 %. In den Bereich der Erkrankungen des Atmungssystems fallen bspw. allergische Lungenerkrankungen oder Luftröhrenverengungen. Knapp 6 % aller Todesfälle sind auf solche Krankheitsfälle zurückzuführen. 

Herzklappen

Eine neue Herzklappe ist nicht gerade günstig, aber bei einem Fehler absolut notwendig für den Patienten. In diesem Bereich ist man bereits so weit, dass die Lebenserwartung eines Patienten mit einer neuen Herzklappe mit der eines Nicht-Patienten zu vergleichen ist. Zwischen den einzelnen Herstellern gibt es Preisunterschiede, aber auch verschiedene Operationsmethoden kosten unterschiedlich viel. Im Folgenden werden wir die angebotenen Herzklappen von Edwards Lifesciences mit denen von Medtronic vergleichen. Die Daten stammen aus dem Jahr 2017 und können mittlerweile abweichen, geben uns dennoch einen guten Überblick. Am Ende ist es schwierig diese Produkte miteinander zu vergleichen, da es immer kleine Unterschiede geben wird. Wir haben uns jedoch Beispiele rausgesucht, bei denen die gleiche Herzklappe ausgetauscht und mit der gleichen Operationsmethode implantiert wurde. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Kosten einer neuen Herzklappe nicht dem Anteil entsprechen, den die Hersteller letztlich bekommen.

Die erste Herzklappe wird mittels eines Transkatheters eingesetzt, mehr dazu haben wir bereits im Geschäftsmodell erfahren können. Aortic bezieht sich in diesem Falle auf die zu ersetzende Herzklappe und würde bei Edwards Lifesciences insgesamt über 32.000 USD kosten. Bei dieser Beispielrechnung würden etwa 8.000-12.000 USD an den Hersteller gehen. Die Kosten bei Medtronic, dem Marktführer bei kardiologischen Geräten, würden sich im Vergleich auf 30.030 USD belaufen und wären damit ein Stück günstiger. Dieses Bild zeichnet sich auch bei den übrigen Beispielen ab, bei denen die Herzklappen von Edwards Lifesciences immer ein Stück mehr als die von Medtronic gekostet haben. 

Das nächste auserwählte Beispiel zeigt den TE-Herzklappenersatz (tissue-engineering) beider Hersteller. Dies ist ein sehr komplexes und neuartiges System, über das man ein ganzes eigenes Kapital schreiben könnte. Bei dieser Methode wird die Herzklappe nach der Implantation mit körpereigenen Zellen besiedelt, die dafür sorgen, dass die neue Klappe mitwächst. Gerade für junge Patienten, die noch im Wachstum sind, erleichtert dieser Fortschritt das Leben und bewahrt sie vor vielen weiteren Operationen. Soll diese Methode bei der Mitralklappe eingesetzt werden, kostet dies bei Edwards Lifesciences 5.900 USD und bei Medtronic 5.000 USD.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die durchschnittlichen Preise pro Herzklappe bei Edwards Lifesciences durchweg teurer als bei Medtronic sind. Aber auch bei anderen, hier nicht dargestellten, Herstellern gibt es teilweise sehr große Preisunterschiede. 

Zulassungen

Die Zulassung in Europa entscheidet sich grundlegend von der in den USA. Denn während es in Europa nicht zentral geregelt ist, sondern Unternehmen selbst die Konformität ihrer Produkte beweisen müssen, ist in den USA die FDA für die Zulassungen verantwortlich. Die EMA ist in Europa eine Prüfstelle, die den Prozess in vielen europäischen Ländern verwaltet. Bei der FDA gibt es ca. 1700 verschiedene Typen von Medizinprodukten, die verschiedenen Risikoklassen zugeordnet und in 16 unterschiedliche Fachkategorien eingeteilt werden. Zur selben Zeit sind diese Zulassungen sehr kapitalintensiv, die Kosten unterscheiden sich aber bei kleinen und größeren Unternehmen. Allgemein ist dieses Themengebiet gerade in den USA sehr komplex und legt den Fokus anders als der europäische Markt. 

Auch für Edwards Lifesciences sind Zulassungen und Patente von entscheidender Bedeutung. Denn medizinische Fortschritte und Durchbrüche müssen abgesichert sein, damit das Unternehmen davon langfristig profitieren kann. Gleichzeitig wird hierdurch der Wettbewerb nochmals verstärkt. In Abbildung 25 haben wir dazu einen Vergleich verschiedenster Unternehmen im Medizinsektor. Die Anzahl der Zulassungen unterscheiden sich stark und sind auch schwer zu vergleichen, da diese Branche sehr breit aufgestellt ist und die Unternehmen unterschiedliche Primärbranchen haben. Dennoch gibt es einige Namen, auf die wir vorhin bei der Marktanteilsbetrachtung schon gestoßen sind und so nochmals eingeordnet und verglichen werden können. 

Medtronic wird in dieser Abbildung seiner klaren Marktführerposition gerecht. Insgesamt wurden hier 2017 knapp 800 Produkte zugelassen und freigegeben, bei Edwards Lifesciences waren es zum selben Zeitpunkt 92. Auch Abbott Laboratories, vorhin auf dem zweiten Platz, hat hier den dritten Platz für sich beanspruchen können und erhielt 332 Zulassungen bzw. Freigaben für neue Produkte.

Edwards Lifesciences spielt in dieser Grafik eine eher untergeordnete Rolle. Mit insgesamt 92 Zulassungen belegte der Konzern hier den sechsten Platz und hat insgesamt 699 Zulassungen weniger als der Marktführer Medtronic.

Überblick über die Konkurrenz

Kennzahlen

In folgender Tabelle vergleichen wir die Konkurrenten von Edwards Lifesciences anhand der Kennzahlen. 

Unternehmen Edwards Lifesciences Medtronic Abbott Laboratories ICU Medical
WKN/ISIN
936853/US28176E1082
A14M2J/IE00BTN1Y115
850103/US0028241000
894139/US44930G1076
Mitarbeiter
15.700
95.000
113.000
8.500
Marktkapitalisierung
43,94 Mrd. USD
115,40 Mrd. USD
174,23 Mrd. USD
3,57 Mrd. USD
Umsatz
5,36 Mrd. USD
31,07 Mrd. USD
45,55 Mrd. USD
1,78 Mrd. USD
Umsatzwachstum (letzten 5 Jahre)
11,09 % p. a.
1,42 % p. a.
11,98 % p. a.
0,46 % p. a.
Umsatzwachstum (nächsten 3 Jahre)
8,78 % p. a.
2,87 % p. a.
-1,12 % p. a.
24,42 % p. a.
Bruttomarge
78,90 %
67,61 %
58,05 %
33,23 %
EBIT Marge
31,23 %
19,37 %
22,42 %
1,12 %
KUV
8,19
3,71
3,83
2,00
KGV
30,12
22,17
20,37
653,08
Dividendenrendite
-
3,13 %
1,89 %
-
Ausschüttungsquote
-
67,53 %
38,92 %
-
Nettoverschuldung
-1,14 Mrd. USD
21,07 Mrd. USD
7,47 Mrd. USD
1,39 Mrd. USD
Renditeerwartung bis 2024 nach dem Fair Value*
18,60 % p. a.
18,60 % p. a.
7,60 % p. a.
45,98 % p. a.

*Die Berechnung der Renditeerwartung anhand des Fair Values entstammt der „Faire Wert“-Funktion von Aktienfinder.net. Dabei haben wir das durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre verwendet und in Kombination mit den erwarteten Nettoergebnissen in die Zukunft fortgeschrieben.

Entwicklung des fairen Werts

In Bezug auf die Renditeerwartung bis 2024 nach dem Fair Value (siehe vorherige Tabelle), ist der Abbildung 26 die Entwicklung des fairen Werts zu entnehmen. Derzeit notiert Edwards Lifesciences über 20 % unterhalb des fairen Werts, was in den vergangenen Jahren nicht vorgekommen ist.

Performance seit 10 Jahren

In den letzten 10 Jahren hat sich Edwards Lifesciences von der Konkurrenz deutlich abheben können und auch nach der aktuellen Korrektur ist die Performance noch immer besser als bei den anderen Aktien. Medtronic und ICU Medical gehen als Verlierer aus dem direkten Vergleich hervor und Abbott siedelt sich im Mittelfeld an.

4. Chancen und Risiken   

Chancen 

Kosten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (1)

Wie wir schon gesehen haben, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen für die meisten Todesfälle verantwortlich. Gleichzeitig sind diese Krankheiten jedoch auch sehr kostenintensiv, wie der Abbildung 28 zu entnehmen ist. Allein in Deutschland gingen 2015 14 % der Gesamtkosten aller Krankheiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Neubildungen, also Tumore, sind „nur“ für 6,80 % aller Kosten verantwortlich, ein im Vergleich eher niedriger Anteil. Darüber hinaus können die Patienten zwar behandelt, aber in den meisten Fällen nicht geheilt werden. Dies hat zur Folge, dass es zu Behandlungen kommen kann, die im Zweifel bis ans Lebensende andauern. Auch aus diesem Grund sind die Kosten einer solchen Krankheit am höchsten. Dies ist, auch wenn es falsch klingt, ein Vorteil für Edwards Lifesciences. Gerade im Hinblick auf die stetig wachsende und immer älter werdende Weltbevölkerung gibt es hier weitaus mehr Personen, die von einer solchen Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen sein könnten und damit auf Produkte von Edwards Lifesciences angewiesen wären.

Investitionen in den Gesundheitssektor (2)

Spätestens nach der Corona-Pandemie wurde allen Ländern klar, wie wichtig ein gut aufgestellter Gesundheitssektor eigentlich wirklich ist. Gerade in den kommenden Jahren sind dazu erhebliche Investitionssummen einiger Staaten geplant. Einen besonders guten Ausblick bieten hier die Schwellenländer, welche nun auch mehr und mehr in diesen Bereich investieren werden. Auch hier spielt das starke Bevölkerungswachstum in den nächsten Dekaden eine positive Rolle. Denn wenn ein Land mehr Einwohner hat, müssen folglich auch mehr Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden, um die Versorgung aller zu sichern. 

Diese Tendenz wird auch bei Edwards Lifesciences deutlich, wenn man sich anschaut, wie sehr die einzelnen Branchen ihres Geschäftsmodells noch wachsen können. Aktuell beträgt die Marktgröße 8,60 Mrd. USD und kann bis 2028 auf nahezu 20 Mrd. USD ansteigen. Dies wäre ein großer Sprung, der die Umsätze, aber auch die Effizienz des Unternehmens voranbringen würde. Durch neue Technologien, dem Wandel zur künstlichen Intelligenz und den Investitionen aufstrebender Schwellenländer, gibt es hier in den kommenden Jahren viel Wachstumspotenzial. 

Risiken

Hohe Hygienestandards (1)

Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch
Auswirkungen: niedrig-mittel

Dieses Risiko betrifft nahezu alle Unternehmen, die im Gesundheitssektor tätig sind. Edwards Lifesciences aus unserer Sicht hingegen mehr als andere. Denn fast alle Produkte, die Edwards Lifesciences anbietet, müssen absolut sterilisiert sein, um ohne Probleme verwendet werden zu können. Dies beinhaltet enorm hohe Kosten, auch im Hinblick auf Kontrollen o. ä. Das Hauptrisiko sehen wir jedoch bei Komplikationen innerhalb dieses Prozesses. Denn zum einen sind die produzierten Waren „nicht-sterilisiert“ ganz sicher nicht mehr verwendbar und müssen entsorgt werden, auf der anderen Seite kann das Geschäft aber auch durch einen unvorhergesehenen Fehler stark negativ beeinflusst werden. Gerade die Reputation des Unternehmens könnte hierdurch stark geschädigt werden. Aber auch bei keinem Eintritt dieses Szenarios, bleiben die Kosten für den Prozess weiterhin auf einem hohen Niveau und stellen zu jeder Zeit ein Risiko dar.

Abhängigkeit von Zulassungen und Patenten (2)

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel
Auswirkungen: mittel

Als weitere Bedrohung sehen wir die Abhängigkeit von Zulassungen und Patenten, denn diese sind für Edwards Lifesciences von wichtiger Bedeutung. Um neue Produkte auf den Markt zu bringen und vor Nachahmungen schützen zu können, müssen Patente und Zulassungen angemeldet werden. Diese Anmeldungen sind sehr zeitintensiv und stellen eine gewisse Unklarheit für den anmeldenden Konzern dar. Die Anforderungen im medizinischen Bereich sind extrem hoch, verschiedene Studienphasen müssen für eine Zulassung durchlaufen werden. Dieser Punkt ist sowohl zeit- als auch kapitalintensiv. Das größte Problem ist jedoch die Dauer einer solchen Zulassung insgesamt. Denn in der Vergangenheit war es nicht unüblich, dass der Prozess von der Idee über die Studienphase bis hin zur Zulassung knapp 13 Jahre brauchte. Dies ist nicht eins zu eins auf den Bereich von Edwards Lifesciences übertragbar, gibt aber dennoch Aufschluss darüber, wie komplex eine Zulassung in der Medizin wirklich ist. Bis zur endgültigen Zulassung ist gleichzeitig auch nicht garantiert, dass die Anmeldung erfolgreich sein wird. Dadurch kann wertvolle Zeit verloren gehen.

5. Unsere Bewertung 

Eigenkapitalkosten

Unsere Werte für Edwards Lifesciences sind hier wie folgt:

Risikoloser Basiszins: 3,00 %

Risikoprämie: 6,40 %

Marktrendite: 7,00 %

Beta: 1,60

Diese ergeben insgesamt Eigenkapitalkosten von 9,40 %, die die aktuelle Marktlage und das erwartete Wachstum angemessen repräsentieren.

Bilanzanalyse

Die gesamte, von Edwards Lifesciences ausgewiesene, Bilanzsumme beträgt für das Geschäftsjahr 2021 etwa 8,50 Mrd. USD. Wie gewohnt möchten wir hier mit der Aktivseite beginnen. Im Jahresvergleich konnte eine Bilanzverlängerung um etwa 17,50 % erzielt werden. Die Zahlungsmittelbestände sind seit 2020 um etwa 320 Mio. USD zurückgegangen und betragen aktuell ca. 863 Mio. USD. Im Gegensatz dazu sind die kurzfristigen Investments um fast 400 Mio. USD auf 604 Mio. USD und die noch ausstehenden Zahlungen um 67,60 Mio. USD auf etwa 582 Mio. USD angestiegen. Zusammenfassend ist das Umlaufvermögen, trotz der gesunkenen Zahlungsmittelbestände, um knapp 90 Mio. USD auf ca. 3,18 Mrd. USD angestiegen.

Das Anlagevermögen ist, verglichen mit dem letzten Geschäftsjahr, um etwa 1,175 Mrd. USD gewachsen. Der größte Teil davon entfällt auf langfristige Investitionen, die sich von knapp 800 Mio. USD auf über 1,80 Mrd. USD mehr als verdoppelt haben. Weitere ca. 1,55 Mrd. USD der Bilanzsumme liegen in Grundstücken, Fabriken und Equipment. Dieser Posten ist um ca. 150 Mio. USD gewachsen. Der Goodwill beträgt aktuell ca. 1,17 Mrd. USD und ist damit im Jahresvergleich um ca. 5 Mio. USD gesunken.

Auf der Passivseite der Bilanz ist der vergleichsweise kleine Fremdkapitalanteil von etwa 31 % erkennbar. Zahlenmäßig teilt sich die Bilanzsumme in etwa 5,84 Mrd. USD Eigenkapital und ca. 1,03 Mrd. USD kurzfristige sowie ca. 1,63 Mrd. USD langfristige Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch das Wachstum über das letzte Geschäftsjahr nun größer als die Zahlungsmittelbestände. Unserer Ansicht nach sind diese aber noch nicht besorgniserregend groß. Auffällig ist auch, dass der gesamte Anteil an Fremdkapital allein durch das Umlaufvermögen gedeckt ist. Dadurch ist unserer Meinung nach auch der Goodwill weitgehend unbedenklich. Die weitere Entwicklung sollte zwar trotzdem beobachtet werden, allerdings gibt es aktuell bei Edwards Lifesciences keinen nennenswerten Kritikpunkt bezüglich der Bilanz.

Optimistisches Szenario

Für die Jahre 2022 bis 2025 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von ca. 9,43 % p. a. Anschließend soll dieses im Jahr 2026 noch einmal auf 12 % steigen und im weiteren Verlauf bis 2031 auf 4 % langsam zurück gehen. Für die ewige Rente (2032ff.) nehmen wir noch ein Wachstum von 2 % an.

Bezüglich der Margen gehen wir von einem konstanten Wachstum von aktuell etwa 31 % auf bis zu 35 % in die ewige Rente (2032ff.) aus.

Zudem schätzen wir, dass auch weiterhin keine Dividenden gezahlt werden, rechnen allerdings weiterhin mit einem Rückkauf von etwa 1 % der ausstehenden Aktien p.a.

Der dann ermittelte faire Wert beläuft sich auf 56,10 USD und gibt damit eine Überbewertung von etwa 26 % an.

Mit einem KGVe von 32 in 2031 kommen wir dann auf eine Renditeerwartung von 11,02 % p. a.

Pessimistisches Szenario

Das pessimistische Szenario gestalten wir bis 2025 exakt gleich wie das optimistische. Anschließend gehen wir von einem rückläufigen Umsatzwachstum aus, so soll sich dieses von 7 % in 2026 auf 2 % im Jahr 2031 abflachen. Unsere Annahme für die ewige Rente (2032ff.) legen wir auf 1,50 %.

Für die Margen nehmen wir an, dass sich diese konstant über die nächsten Jahre bis einschließlich der ewigen Rente (2032ff.) von aktuell ca. 31 % auf 34 % entwickeln.

Zum aktuellen Zeitpunkt kommen wir damit nur noch auf einen fairen Wert von 42,97 USD und eine entsprechende Überbewertung von etwa 65 %.

Mit einem Gewinnmultiple von 18 ergibt sich dann eine Rendite von 1,11 % p. a.

Auch hier gehen wir davon aus, dass keine Dividenden ausgeschüttet werden. Für die Aktienrückkäufe kalkulieren wir mit 0,50 % der ausstehenden Aktien p. a.

DCF-Modell

Bei der DCF-Berechnung kommen wir auf einen WACC von 9,33 % und verwenden einen Wachstumsabschlag von 2 %.

Wir rechnen damit, dass die Free Cashflow Marge von den für 2022 erwarteten 27 % zunächst auf 23 % in 2023 zurück geht. Anschließend soll diese bis 2030 auf bis zu 30 % steigen.

Für den Zeitraum 2022 bis 2025 verwenden wir hier die Umsatzzahlen der beiden DNP-Szenarien und ab 2026 nutzen wir Durchschnittswerte dieser.

Damit kommen wir auf einen fairen Wert von 48,84 USD und eine Überbewertung um 45,12 %.

Das Modell findest du hier

Unsere Einschätzung 

Edwards Lifesciences kann mit einer sehr ausgewogenen Bilanz und einer sehr sauberen Umsatz- sowie Gewinnentwicklung punkten. Eine Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus ist überhaupt nicht erkennbar. Unsere Bewertungsmodelle zeigen allerdings eine Tendenz zu einer Überbewertung. 

Betrachten wir aber die stabile Bilanz, Konjunkturunabhängigkeit und das geringe Zinsrisiko durch den verhältnismäßig kleinen Fremdkapitalanteil, ist eine gewisse Überbewertung nicht wirklich überraschend. Bewusst sein sollte man sich, unserer Meinung nach, aber über das hohe erwartete Wachstum, das sich bei Nichterfüllung sehr negativ auf den Kurs auswirken könnte.

Ich (Christian) habe Edwards Lifesciences zwar noch nicht im Depot, aber auf meiner Watchlist.

Meine erwartete Rendite liegt hier bei etwa 9,50 % p. a. und orientiert sich aufgrund der bereits erwähnten Punkte eher am optimistischen Szenario.

Die Investmentampel stelle ich auf Grün, mit leichten Tendenzen zu Gelb, da die Bilanz und die Entwicklung der fundamentalen Kennzahlen sehr stark sind, wir aber die hohe Bewertung und das hohe erwartete Wachstum nicht ignorieren können.

Die genaue Berechnung kann der Exceltabelle (DNP-Modell) durch einen Klick entnommen werden.

6. Technische Ansicht

Charttechnische Trendeinordnung

Übersicht

Langfristig

Langfristig ist Edwards Lifesciences in einem sehr stabilen Aufwärtstrend, welcher aktuell wieder in einem angemessenen und gängigen Ausmaß korrigiert. Der Trend ist äußerst stabil und wurde nur einmal (nicht nachhaltig) in 2013 gebrochen.

Mittelfristig

Die Korrektur des langfristigen Aufwärtstrends zeigt sich mittelfristig als Abwärtstrend, welcher erst vor wenigen Wochen mit neuen Tiefs bestätigt wurde.

Kurzfristig

Der kurzfristige Abwärtstrend konnte bereits neutralisiert werden und nun wurde er durch den Abverkauf am Tag nach den Quartalszahlen wieder aufgenommen.

Aussicht

Edwards Lifesciences hat jüngst auf die wichtigste Unterstützung reagiert, bildete auf der kurzfristigen Zeitebene einen Boden aus und rauschte im Rahmen der Quartalszahlen jetzt noch einmal ordentlich abwärts. Aus diesem Grund muss eine neue Stabilisierung abgewartet werden, welche in der Region um 70 USD erfolgen muss. Andernfalls gerät der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr.

Technisches Wir Lieben Aktien-Rating

Im technischen Wir Lieben Aktien-Rating erreicht Edwards Lifesciences 9 von 10 Punkte. Der Abverkauf am Freitag sorgte dafür, dass relevante Volumen-Widerstände nun über dem aktuellen Niveau liegen, welche das Bild etwas eintrüben.

Marktsymmetrie

Die aktuelle Korrektur liegt über dem historischen Durchschnitt und ist bereits die längste Abwärtsphase, die die Aktie seit Beginn des Aufwärtstrends erlebt hat.

Im Rainbow-Chart ist ersichtlich, dass der Bereich der gelben EMAs normalerweise das maximale Ausmaß der Korrekturen darstellt. Der starke Kursverlust am Freitag sorgte allerdings dafür, dass Edwards Lifesciences die Abwärtsphase weiter ausweitete als normal und fast den orangenen Bereich testete.

7. Fazit

Wie das Beispiel von Jim verdeutlich, sind die Lösungen von Edwards Lifesciences imstande, die Beschwerden der von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffenen Patienten erheblich zu mindern und ihnen ihre Lebensqualität zurückzugeben. Aus fundamentaler Sicht handelt es sich um ein hochwertiges Unternehmen, was sich auch in den Bewertungskennzahlen sowie unserem Wir Lieben Aktien-Rating mit 9 von 10 möglichen Punkten widerspiegelt. Nachdem die Corona-Pandemie ein kurzzeitiges Stocken der Umsatz- und Gewinnentwicklung ausgelöst hat, scheint Edwards Lifesciences auf den vorherigen Wachstumspfad zurückgekehrt zu sein und auch weiterhin von langfristigen Trends profitieren zu können.

Wie beschrieben, steht die Investmentampel auf Grün, mit einer Renditeerwartung von rund 9,50 % pro Jahr. 

Die technische Lage von Edwards Lifesciences ist insgesamt gut: Die Aktie ist in einem stabilen langfristigen Aufwärtstrend, welcher in einem (gerade noch so) angemessenen Ausmaß korrigiert. Nun sollte allerdings auch ein Boden ausgebildet werden.

Autoren dieser Analyse 

Christian Lämmle
Christian Lämmle

"Markets are never wrong, only opinions are."
- Jesse Livermore

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss:

Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch “Wir Lieben Aktien”, oder durch einen für “Wir Lieben Aktien” tätigen Autor statt. Dieser Beitrag soll eine journalistische Publikation darstellen und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Wer an den Finanz- und Rohstoffmärkten handelt, muss sich zunächst selbstständig mit den Risiken vertraut machen. Der Kunde handelt immer auf eigenes Risiko und eigene Gefahr. “Wir Lieben Aktien” und die für uns tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Es kann zu Interessenkonflikten kommen, durch Käufe und einen darauffolgenden Profit durch eine positive Kursentwicklung von in Artikeln erwähnten Aktien. 

Mehr Infos unter: https://wir-lieben-aktien.de/haftungsausschluss/

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