Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), im Englischen auch price-to-earnings ratio (P/E ratio) genannt, ist eine fundamentale Kennzahl, die von Investor*innen und Analyst*innen verwendet und zur Unternehmensbewertung herangezogen wird.

Das KGV beschreibt, wie oft man den aktuellen Gewinn eines Unternehmens, bezogen auf eine Aktie, bezahlt, wenn man zum aktuellen Kurs kaufen würde. Die Formel für die Kennzahl siehst du in der Abbildung.

Beispiel

Nehmen wir an, dass der Aktienkurs eines Unternehmens „A“ bei 10 € liegt und der Gewinn je Aktie im letzten Geschäftsjahr bei 2 €, so würde sich folgendes Kurs-Gewinn-Verhältnis ergeben:

10 € / 2 € = 5

Das KGV des Unternehmens „A“ liegt somit bei 5. Das bedeutet, dass wir, wenn wir 10 € investiert haben, dabei jedes Jahr 2 € Gewinn erzielt haben. So brauchen wir 5 Jahre, um das investierte Geld zurückzuverdienen. Des Weiteren kann man aus dem Kehrwert des KGV die erwartete Rendite ableiten. In diesem Fall wäre dies 1/5 = 0,2. Das entspricht also einer Rendite von 20 % pro Jahr.

Generell gilt: Umso niedriger das KGV, desto günstiger ist die Firma bewertet. Häufig wird ein KGV unter 12 als niedrig und ein KGV von über 20 als hoch bewertet. Pauschal lässt sich sich jedoch keine Aussage dazu treffen, bei welchem KGV ein Wertpapier als niedrig bewertet angesehen werden kann. Es müssen immer der gesamte Markt und vor allem die jeweilige Branche des betrachteten Unternehmens miteinander verglichen werden.