IPO (Initial Public Offering)

Auch wenn der Begriff IPO häufig als Synonym für einen Börsengang verwendet wird, stellt diese Methode lediglich einen von mehreren Wegen dar, um die Aktien eines Unternehmens öffentlich handelbar zu machen.

Bei einem Initial Public Offering werden im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien des emittierenden Unternehmens an der Börse platziert. Dadurch wird frisches Kapital eingenommen, welches beispielsweise zur weiteren Expansion verwendet werden kann. Für Altaktionär*innen besteht normalerweise eine Sperrfrist von bis zu sechs Monaten.

Ein IPO ist ein langwieriger und komplexer Prozess, welcher in der Regel ein Jahr in Anspruch nimmt und von mehreren Investmentbanken begleitet wird. Nachdem sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen sind, die z. B. eine Unternehmensbewertung, eine SWOT-Analyse und die Erstellung erster Finanzberichte umfassen, folgt die sogenannte Roadshow. Dabei handelt es sich um eine Präsentation des Unternehmens mit dem Ziel, vor allem die Aufmerksamkeit institutioneller Investoren zu erregen.

Die Bestimmung des Emissionskurses kann auf unterschiedliche Wege erfolgen. In der gängigsten Variante wird während der Roadshow im sogenannten Bookbuildung-Verfahren eine Preisspanne bekanntgegeben, innerhalb derer Interessenten verbindlich angegeben können, wie viele Anteile sie zu welchem Limit zeichnen wollen. Im Anschluss wird je nach dem Interesse der Investoren ein Emissionspreis festgelegt, zu dem die Aktien das erste Mal gehandelt werden.

Nach erfolgreicher Durchführung eines Börsengangs verpflichten sich die Unternehmen, gewisse Transparenzstandards einzuhalten sowie im Zusammenhang mit den Investor Relations regelmäßig Geschäftszahlen sowie unter Umständen Ad-hoc Meldungen zu veröffentlichen.