Fremdkapital

Das Fremdkapital, auch equity capital, ist eine Unternehmenskennzahl, welcher das temporär und leihweise überlassene Kapital beschreibt.

Die Berechnung des Fremdkapitals ist relativ simpel. In der Unternehmensbilanz wird es auf der Passivseite dargestellt. Es errechnet sich aus der Summe der Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Fremdkapital kann in verschiedenen Arten entstehen bzw. aufgenommen werden:
  • Durch die Aufnahme eines Bankdarlehens.
  • Durch die Ausgabe von Unternehmensanleihen.
  • Durch die Bildung von Rückstellungen.
Es gibt drei Arten vom Fremdkapital:
  • Kurzfristiges Fremdkapital muss innerhalb eines Jahres ausgeglichen werden. Beispiele sind hier etwa Anzahlungen oder Lieferantenrechnungen.
  • Mittelfristiges Fremdkapital muss innerhalb von ein bis fünf Jahren ausgeglichen werden. Hierzu zählen Fälligkeitsdarlehen mit 2 Jahren Laufzeit.
  • Langfristiges Fremdkapital steht über fünf Jahre zur Verfügung. Beispiele sind hier Anleihen, Bankdarlehen oder auch Pensionsrückstellungen.

Fremdkapital wird aufgenommen, da es deutlich günstiger als Eigenkapital ist. Der Fremdkapitalgeber muss nämlich weder an Gewinnen beteiligt werden, noch erhält er ein Mitspracherecht an der Unternehmensführung. Außerdem können die Zinsen von den Steuern abgezogen werden

Für das Fremdkapital besteht im Gegensatz zum Eigenkapital eine Rückzahlungspflicht. Es steht zeitlich begrenzt zur Verfügung und muss verzinst werden.