Fiatgeld

Der Begriff Fiatgeld oder Fiatwährungen wird von dem lateinischen Wort “fiat” abgeleitet, welches übersetzt „Es sei getan! Es geschehe! Es werde!“ bedeutet. Dies steht für etwas, das aus dem Nichts erschaffen wurde: In diesem Fall die uns geläufigen Währungen wie der US-Dollar oder der Euro.

Das Geld mit dem wir täglich bezahlen hat keinen inneren Wert und es verbrieft vielmehr das Versprechen aller Menschen, dass sie den Wert z. B. eines 50 €-Euroscheins genauso ansehen wie man selbst. Genau genommen ist die Euromünze oder der 50 €-Schein kaum etwas wert (vom Material her).

In großen Krisen, in denen das Vertrauen in die Regierungen sinkt, lässt sich bei Fiatwährungen oft eins feststellen: Der Wertverlust ist immens. Das liegt daran, dass Fiatwährungen nur auf dem Vertrauen beruhen, dass einem jemand anderes morgen dasselbe für den Euro gibt, den man heute erhalten hat. Zu Zeiten des Goldstandards war das bspw. anders: Damals war der US-Dollar direkt an den Goldpreis gekoppelt und die Währung war mit Gold verbrieft. Die Währung beruhte also nicht auf Vertrauen, sondern es war ein echter Gegenwert hinterlegt: Gold.

Die bekannten Fiatwährungen haben im Laufe der Zeit stetig an Kaufkraft verloren, weshalb viele in andere Anlageklassen flüchten: So z. B. Immobilien oder Aktien, welche einen inneren Wert besitzen.