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Über Kerne und Satelliten

Metapher

Die Core-Satellite-Strategie ist ein Ansatz für den Aufbau eines Portfolios, welches den Kompromiss zwischen ausreichender Diversifikation und Outperformance schaffen soll. Im übertragenen Sinn wird dabei das Bild eines Kerns (z.B. ein Planet) mit umherkreisenden Satelliten herangezogen.

In der Metapher stellt der Kern einen festen Bestandteil des Portfolios dar, welcher breit diversifiziert ist, sodass sich dieser nah am Gesamtmarkt entwickelt. Normalerweise wird für den Kern eine kleine Anzahl an ETFs auf marktbreite Indizes ausgewählt.

Die Satelliten sollen dafür sorgen, dass man trotz der Sicherheit, durch die Diversifikation im Kern, dennoch die Möglichkeit der Outperformance hat. Die Satelliten können verschiedene Ansätze verfolgen, die je nach Risikobereitschaft infrage kommen. Einige Beispiele werden im weiteren Verlauf präsentiert.

Core-Satellite-Strategie

Satelliten

Da die Satelliten dem Portfolio zu höheren Renditen verhelfen sollen, werden diese auf einer spekulativeren Basis ausgewählt. Gleichzeitig ist eine Überdiversifikation durch zu viele Satelliten kontraproduktiv. Einige Möglichkeiten für Satelliten sind:

Regionen

Satelliten, die einzelne Regionen widerspiegeln, sind meistens als ETF im Portfolio vertreten. Dabei geht es in der Regel um Schwellen- und Entwicklungsländer, wobei die Emerging Markets als ETF ein bekannter Vertreter sind.

Branchen

Die Berücksichtigung von Branchen bezieht sich normalerweise auf antizyklische Käufe (z.B. Reise-Branche in der Corona-Krise) oder allgemein Sektoren, von denen ein starkes zukünftiges Wachstum erwartet wird (z.B. Wasserstoff-Technologie). Ist der Anleger risikobereiter, so wählt er keinen Aktienkorb (ETF oder Zertifikat), sondern Einzelaktien aus. Dies erhöht die potenziell mögliche Rendite, aber zugleich auch das Risiko.

Core-Satellite-Strategie
Derivate

Die Verwendung von Derivaten kann mit den anderen Themenbereichen verknüpft werden. Es können aber auch separate Anlagestrategien, wie z.B. aktiveres Handeln, verfolgt werden; häufig werden dafür Derivate verwendet. Durch die Verwendung eines Hebels sind höhere Renditen möglich.

Rohstoffe

Auch Rohstoffe müssen sich nicht parallel zum Gesamtmarkt entwickeln, sodass eine zusätzliche Gewichtung für eine Outperformance Sinn ergeben kann. Eine starke Performance hat z.B. das Edelmetall Palladium verbuchen können, welches sich vom Tief im Januar 2016 bis zum Hoch vor dem Corona-Crash (2020) mehr als versechsfachte.

Ähnliches gilt inzwischen auch für Kryptowährungen, welche als Beimischung in vielen Portfolios einen Satelliten-Platz einnehmen.

Anpassung auf den Investor

Je nach Risikobereitschaft kann das Core-Satellite-Modell auf den Charakter des Investors angepasst werden.

1.) Je weniger Gesamtrisiko man eingehen möchte, desto höher wird der Kern gewichtet.

2.) Je weniger Gesamtrisiko man eingehen möchte, desto mehr Satelliten wählt man aus (oder man nimmt eine bessere Diversifizierung dieser vor).

Eine Senkung der Risikobereitschaft geht mit einem niedrigeren Rendite-Potenzial einher.

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