Inhaltsverzeichnis Rüstungs Aktien
Einleitung zu den besten Rüstungs Aktien
Lange Zeit galten Rüstungsaktien an den Finanzmärkten als Nischenthema. Sie waren vor allem etwas für spezialisierte Portfoliomanager, während viele institutionelle und private Anleger den Sektor aus Bewertungsgründen, wegen strenger Nachhaltigkeitskriterien oder schlicht aus mangelndem Interesse links liegen ließen. In den vergangenen Jahren hat sich das grundlegend verändert. Heute zählt der Verteidigungssektor zu den meistdiskutierten Anlagesegmenten überhaupt, weil sich immer deutlicher zeigt, dass wir keinen kurzen Ausgabenschub erleben, sondern einen tiefgreifenden Bruch in der globalen Sicherheitsarchitektur. Verteidigung wird weltweit wieder als strategische Kernaufgabe verstanden, und genau das treibt Budgets nicht nur vorübergehend, sondern strukturell nach oben.
Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Wachstumsbranchen liegt in der Natur der Nachfrage. Verteidigungsbudgets entstehen nicht aus Konsumlaune oder Konjunkturzyklen, sondern aus politischen Entscheidungen, die in parlamentarischen Mehrjahresplänen und langfristigen Beschaffungsprogrammen verankert werden. Diese Mittel lassen sich kurzfristig kaum zurückdrehen, und die Erfahrung zeigt, dass einmal angehobene Verteidigungsausgaben selten wieder auf das alte Niveau fallen. Für Rüstungsunternehmen bedeutet das eine ungewöhnlich hohe Planungssicherheit beim Auftragseingang, oft mit prall gefüllten Auftragsbüchern. Dass dieser Trend auch in Europa angekommen ist, lässt sich an Deutschland ablesen, das 2024 in Berichten zeitweise auf Rang vier der weltweiten Rüstungsausgaben genannt wurde.
Genau deshalb geht dieser Report bewusst weiter als die meisten Analysen. Statt nur die bekannten amerikanischen Großkonzerne zu beleuchten, haben wir 14 börsennotierte Unternehmen aus sechs Ländern identifiziert und analysiert. Im Fokus stehen nicht nur klassische Rüstungskonzerne, sondern auch hochspezialisierte Zulieferer, Sensorikspezialisten und technologische Querschnittslieferanten. Viele dieser Firmen liefern Schlüsselkomponenten, ohne die moderne Systeme nicht funktionieren, und profitieren damit von nahezu jedem großen Verteidigungsauftrag, unabhängig davon, wer am Ende den Hauptvertrag gewinnt.
Historische Performance
In den letzten fünf Jahren haben die besten Rüstungsaktien den breiten Markt gemessen am MSCI All Country World Index und sogar den Nasdaq deutlich outperformt. Die strukturellen Treiber, die diese Entwicklung ausgelöst haben, sind heute stärker als je zuvor. Der Invesco Aerospace & Defense ETF, der ein breites Portfolio führender Rüstungsunternehmen abbildet, hat sich zwischen 2021 und heute mit einem Plus von rund 180,00 % entwickelt und damit alle anderen S&P-Sektoren hinter sich gelassen.
Diese Outperformance ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von vier strukturellen Faktoren, die sich in der Rüstungsbranche bündeln:
Planbare Auftragseingänge:
Verteidigungsbudgets werden in Mehrjahresplänen festgelegt und lassen sich politisch kaum kurzfristig reduzieren. Rüstungsunternehmen haben damit eine Umsatzvisibilität, die kaum eine andere Branche bieten kann.
Hohe Eintrittsbarrieren:
Die Entwicklung von Waffensystemen erfordert jahrzehntelange Expertise, strenge Zertifizierungen und enge Beziehungen zu Regierungsbehörden. Neue Wettbewerber haben es extrem schwer, in etablierte Märkte vorzudringen.
Lange Produktlebenszyklen:
Ein Kampfflugzeug bleibt 30-40 Jahre im Dienst, ein Kampfpanzer 20-30 Jahre. Das bedeutet nicht nur langfristige Wartungsverträge, sondern auch einen stetigen Bedarf an Modernisierung und Ersatzteilen.
Geringe Konjunkturabhängigkeit:
Während zyklische Industrien in Rezessionen stark leiden, bleiben Verteidigungsausgaben weitgehend stabil. In Krisenzeiten steigen sie sogar häufig an, was Rüstungsaktien zu einem natürlichen Diversifikator im Portfolio macht.
Überblick zur Branche
Aus einem Zyklus wurde eine Zeitenwende
Die Geschichte der globalen Militärausgaben der letzten 20 Jahre lässt sich in drei klar unterscheidbare Phasen einteilen:
Phase 1 (2005-2013): Wachstum durch US-Kriege
Von 2005 bis etwa 2013 war die Entwicklung geprägt von realem Wachstum, getrieben durch die US-Auslandsengagements in Afghanistan und im Irak. Die globalen Militärausgaben stiegen von 1,44 Bio. USD auf ihren damaligen Höhepunkt von etwa 1,81 Bio. USD im Jahr 2012. Die USA allein machten dabei fast 40,00 % der weltweiten Ausgaben aus.
Phase 2 (2013-2020): Stagnation und Budgetkürzungen
Phase zwei, von 2013 bis 2020, war eine Phase der Stagnation: Viele westliche Staaten reduzierten ihre Budgets nach dem Rückzug aus den Kriegsgebieten, NATO-Zwei-Prozent-Ziele wurden systematisch ignoriert, und Rüstungsaktien liefen seitwärts. Deutschland etwa gab 2020 nur 1,38 % seines BIP für Verteidigung aus weit unter dem NATO-Ziel. Die globalen Ausgaben stagnierten bei etwa 1,75 bis 1,92 Billionen USD.
Phase 3 (2021-heute): Die größte Ausgabenbeschleunigung seit 1945
Phase drei begann 2021 und ist eine der stärksten Ausgabenbeschleunigungen in der gesamten Nachkriegsgeschichte. Von 2021 bis 2024 stiegen die globalen Ausgaben von 2,11 Bio. USD auf 2,72 Bio. USD ein Anstieg von fast 29,00 % in nur drei Jahren. Das ist mehr absolutes Wachstum als in den gesamten 15 Jahren davor zusammen. Und wer die politische Dynamik beobachtet, sieht: Das Ende dieser Beschleunigung ist nicht in Sicht. Die Treiber dieses Wachstums sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine seit Februar 2022 hat Europa wachgerüttelt. Die zunehmenden Spannungen im Indopazifik-Raum, insbesondere um Taiwan, treiben die asiatischen Budgets nach oben. Und die USA investieren massiv in die Modernisierung ihrer Streitkräfte, um ihre technologische Überlegenheit gegenüber China zu wahren.
Segmente
Landgestützte Systeme
Dieses Segment umfasst alles, was auf dem Gefechtsfeld am Boden eingesetzt wird, also Kampfpanzer, Schützenpanzer, gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme, Raketenwerfersysteme und Munition aller Art. Der Ukrainekrieg hat dabei eindrücklich demonstriert, dass klassische Landkampfsysteme nichts von ihrer Relevanz verloren haben. Im Gegenteil hat der massive Verbrauch von Munition und gepanzerten Fahrzeugen zu einem historischen Nachholbedarf geführt. Europäische Armeen ersetzen nun veraltete Sowjetpanzer durch westliche Systeme und auch die USA modernisieren derzeit ihre gesamte Panzerflotte.
Luftfahrt
Das Luftfahrtsegment umfasst Kampfflugzeuge, Transportflugzeuge, Hubschrauber, Drohnen sowie die dazugehörigen Triebwerke, Avionik und Waffensysteme. Die Luftüberlegenheit ist das teuerste Segment der Rüstungsindustrie und das mit dem längsten Planungshorizont. Ein modernes Kampfflugzeug wie der F-35 kostet über 80 Mio. USD pro Stück, bleibt aber 30 bis 40 Jahre im Dienst und generiert über seine Lebensdauer das Dreifache seines Kaufpreises an Wartungsaufträgen und Modernisierungsaufträgen. Angetrieben wird die Nachfrage massiv durch die Spannungen im Indopazifik, weshalb Japan, Südkorea, Australien und Taiwan ihre Luftwaffen aufrüsten. Gleichzeitig ersetzt Europa veraltete Tornadojets und F-16 durch moderne Systeme.
Marine
Das Marinesegment umfasst Kriegsschiffe, U-Boote, Flugzeugträger, Raketenzerstörer sowie die dazugehörigen Antriebssysteme, Waffensysteme und Unterwasseraufklärungstechnologie. Die Marinerüstung erlebt derzeit eine Renaissance. Die USA investieren massiv in ihre Flotte, um China im Indopazifik Paroli bieten zu können, während Australien mit amerikanischer und britischer Hilfe nuklear betriebene Angriffsboote baut. Auch Deutschland und Europa modernisieren ihre Marinen, um kritische Seewege schützen zu können. Eine Besonderheit ist hier, dass Marineprogramme die längsten und teuersten Beschaffungsvorhaben überhaupt sind. Ein Flugzeugträger kostet über 10 Mrd. USD und wird über 50 Jahre betrieben, was für Zulieferer eine jahrzehntelange Auftragsdeckung bedeutet.
Raumfahrt
Das Raumfahrtsegment umfasst Satelliten, Trägerraketen, Weltraumaufklärungssysteme, Raketenabwehr und die zunehmende Militarisierung des erdnahen Weltraums. Die globale Raumfahrtindustrie wächst rasant und der weltweite Umsatz hat sich seit 2009 fast verdreifacht. Bis 2032 wird ein Umsatz von einer Billion USD prognostiziert. Moderne Kriegsführung ist ohne Satelliten heute nicht mehr denkbar, denn GPS-Navigation, Kommunikation, Aufklärung und Frühwarnsysteme basieren auf weltraumgestützten Systemen. Der Ukrainekrieg hat gezeigt, wie entscheidend Satellitentechnologie für die militärische Koordination ist. Als Wachstumstreiber wetteifern die USA und China um die Dominanz im erdnahen Weltraum, wobei die USA massiv in das Space Force Programm investieren und China eigene Satellitennetzwerke aufbaut. Europa will mit Programmen wie Galileo und IRIS² unabhängiger von amerikanischen Systemen werden.
Regionen
Um zu verstehen, welche börsennotierten Unternehmen am stärksten profitieren, muss man zuerst verstehen, wo das Geld fließt. Auf Länderebene führen die USA mit rund 997,00 Mrd. USD die Rangliste mit einem schier unglaublichen Abstand an das entspricht allein rund 37,00 % aller weltweiten Militärausgaben, und ist fast so viel wie die nächsten acht Länder zusammen ausgeben. Was diese Zahlen für Anleger bedeuten: Wer als Rüstungsunternehmen in den USA, Deutschland oder dem Vereinigten Königreich gut positioniert ist, hat direkten Zugang zu den drei relevantesten und zahlungskräftigsten Militärkunden der westlichen Welt. Besonders Deutschland sticht dabei herausin nur zwei Jahren von Rang sieben auf Rang vier weltweit vorgerückt, mit einem Budgetanstieg, der direkt und sofort in Aufträge bei heimischen Rüstungsunternehmen umgemünzt wird.
Verschiebung der Anteile
Die regionale Verteilung der Militärausgaben 2024 zeigt eine Verschiebung, die wenige Analysten in dieser Deutlichkeit erwartet hätten: Europa liegt mit 693,00 Mrd. USD erstmals vor Asien und Ozeanien (629,00 Mrd. USD). Noch 2019 war dieses Verhältnis klar umgekehrt. Für Anleger bedeutet das eine entscheidende Botschaft: Europäische Rüstungsunternehmen profitieren nicht nur von wachsenden Heimatmärkten, sondern von einem strukturellen Aufholprozess, der in der NATO-Geschichte beispiellos ist.
Entwicklung in Deutschland
Für die europäische Rüstungsindustrie ist Deutschland der entscheidende Katalysator. Jahrzehntelang hatte die Bundesrepublik ihre Verteidigungsausgaben vernachlässigt und damit nicht nur die eigene Einsatzbereitschaft gefährdet, sondern auch die heimische Rüstungsindustrie ausgehungert. Das hat sich fundamental geändert.
Deutschland erhöhte seinen Verteidigungsetat in einem einzigen Jahr von 67,30 auf 88,50 Mrd. USD – ein Plus von 31,50 %. Das ist der größte Einjahresanstieg in der Geschichte der Bundesrepublik und bringt Deutschland auf Rang vier der weltweiten Militärausgaben – vor Indien und dem Vereinigten Königreich.
Dieser Sprung ist das Ergebnis des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens, das die Bundesregierung nach Beginn des Ukrainekriegs aufgelegt hat. Doch das Sondervermögen ist nur der Anfang: Deutschland hat sich verpflichtet, das NATO-Zwei-Prozent-Ziel dauerhaft zu erreichen. Bei einem deutschen BIP von etwa 4,10 Bio. EUR bedeutet das jährliche Verteidigungsausgaben von mindestens 82,00 Mrd. EUR – und bei steigendem BIP entsprechend mehr.
Die Verteidigungsausgaben in Deutschland fließen in erster Linie in folgende Großprojekte:
Schwerer Kampfpanzer (Leopard 2 und Panther):
Deutschland plant die Beschaffung von bis zu 550 neuen Kampfpanzern bis 2030. Rheinmetall profitiert direkt als Hersteller, Renk liefert die Getriebe, und zahlreiche Zulieferer sind an der Elektronik, Optronik und Panzerung beteiligt.
F-35-Kampfjets:
Deutschland kauft 35 F-35A-Jets von Lockheed Martin für die nukleare Teilhabe in der NATO. Obwohl der Hersteller amerikanisch ist, profitieren deutsche und europäische Zulieferer von Wartungsverträgen und Systemintegration.
Eurofighter-Modernisierung:
Die bestehende Eurofighter-Flotte wird mit modernster Sensorik und Avionik aufgerüstet. Hensoldt liefert Radarsysteme, MTU Aero Engines die Triebwerkswartung, und Diehl Defence die Luft-Luft-Raketen.
Artillerie und Munition:
Rheinmetall hat Großaufträge für Artilleriesysteme und Munition erhalten, die über Jahre hinaus Produktionskapazitäten ausfüllen.
Luftverteidigung:
Deutschland investiert massiv in Luftverteidigungssysteme wie das israelische Arrow 3 und das europäische IRIS-T. Hensoldt ist als Radarspezialist direkt beteiligt.
Wachstumstreiber
Dass Rüstungsaktien in den vergangenen Jahren den breiten Aktienmarkt schlagen konnten, kommt nicht von ungefähr. Vier voneinander unabhängige, aber sich wechselseitig verstärkende Wachstumstreiber sorgen dafür, dass die Nachfrage nach Verteidigungsgütern nicht kurzfristig versiegt. Und entscheidend für den Investment-Case: Diese Treiber verstärken sich gegenseitig, anstatt in Konkurrenz zueinander zu stehen.
Geopolitische Zeitenwende
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die zunehmenden Spannungen im Indopazifik und die Großmachtkonkurrenz zwischen USA, China und Russland haben die globale Sicherheitsarchitektur fundamental verändert. Verteidigung ist von einer Pflichtaufgabe zur politischen Priorität Nummer eins geworden – auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinaus.
Diese Zeitenwende ist nicht auf eine Region beschränkt. In Europa sprechen Politiker offen von der ‘Kriegstüchtigkeit’ ihrer Armeen. Deutschland hat ein 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufgelegt, Polen plant, bis 2025 über 4,00 % seines BIP für Verteidigung auszugeben – mehr als jedes andere NATO-Land. In Asien rüsten Japan, Südkorea und Taiwan massiv auf, während Australien sein AUKUS-Abkommen mit den USA und Großbritannien zur nuklearen U-Boot-Beschaffung vorantreibt.
Diese globale Aufrüstungswelle ist nicht konjunkturell bedingt, sondern strukturell. Sie wird sich nicht zurückdrehen, sobald einzelne Konflikte beigelegt sind, denn sie ist das Ergebnis langfristiger strategischer Neuausrichtungen.
Zwei-Prozent-Ziel der NATO
Das NATO-Ziel, mindestens zwei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben, wurde jahrelang von den meisten europäischen Mitgliedern ignoriert. 2014, nach der russischen Annexion der Krim, einigten sich die NATO-Staaten darauf, dieses Ziel bis 2024 zu erreichen. Doch erst der Ukrainekrieg sorgte für die entscheidende Umsetzung.
Deutschland erhöhte seinen Verteidigungsetat in einem einzigen Jahr von 67,30 Mrd. USD auf 88,50 Mrd. USD – ein Plus von 31,50 %. Dieser Budgetsprung landet direkt in den Orderbüchern europäischer Rüstungsunternehmen und ist erst der Anfang der Modernisierungswelle. Bis 2026 soll das Zwei-Prozent-Ziel dauerhaft erreicht werden, was bei steigendem BIP weitere jährliche Steigerungen bedeutet.
Andere europäische Länder folgen diesem Beispiel: Frankreich plant, seine Verteidigungsausgaben bis 2030 auf über 60,00 Mrd. EUR zu steigern. Italien, Spanien und die Niederlande haben ebenfalls mehrjährige Aufrüstungsprogramme angekündigt. Für Rüstungsunternehmen bedeutet das einen vollen Auftragsbuch-Horizont bis mindestens 2030.
Künstliche Intelligenz und Technologie
Moderne Kriegsführung ist zunehmend eine Frage technologischer Überlegenheit. Autonome Drohnen, KI-gestützte Sensorik, elektronische Kriegsführung und Cyber-Defence erweitern die Wachstumsstory weit über klassische Waffensysteme hinaus. Für Technologieführer in diesen Segmenten rechtfertigt das Premium-Bewertungen und überdurchschnittliches Margenwachstum.
Der Ukrainekrieg hat eindrucksvoll demonstriert, wie KI-gesteuerte Drohnen und Sensornetzwerke das Gefechtsfeld dominieren können. Die USA investieren Milliarden in Programme wie das Joint All-Domain Command and Control (JADC2), das alle militärischen Systeme in einem KI-gestützten Netzwerk verbinden soll. China verfolgt ähnliche Konzepte mit seiner Militärmodernisierung, und Europa zieht mit Programmen wie dem Future Combat Air System (FCAS) nach.
Nachholbedarf bei Munition
Der Ukrainekrieg hat schonungslos offengelegt, dass westliche Armeen jahrelang zu wenig Munition gelagert haben. Die systematische Wiederbeschaffung und Lageraufstockung bedeutet für Hersteller ein strukturell gesichertes Zusatzgeschäft auf Jahre hinaus.
Konkrete Zahlen verdeutlichen das Ausmaß: Die Ukraine verschießt täglich mehr Artilleriemunition als die gesamte europäische Produktion in einem Monat liefern kann. Die EU hat erkannt, dass ihre Produktionskapazitäten völlig unzureichend sind, und will die jährliche Munitionsproduktion bis 2025 auf zwei Millionen Schuss verdreifachen – eine Größenordnung, die massive Investitionen in neue Produktionslinien erfordert.
Für Unternehmen wie Rheinmetall, BAE Systems und Northrop Grumman bedeutet das ein jahrelanges, planbares Zusatzgeschäft, das unabhängig von einzelnen Waffensystemprogrammen läuft. Munition ist ein Verbrauchsgut – je mehr trainiert und eingesetzt wird, desto mehr Nachschub wird benötigt.
Übersicht über die besten Rüstungs Aktien
Hinweis zu ETFs
Auch im Bereich der Rüstungsunternehmen gibt es für Anleger und Investoren an der Börse die Möglichkeit ein Investment über einen Index bzw. ETF vorzunehmen um sein Anlageziel zu verfolgen. Die Anbieter von einem ETF ermöglichen es, dass man mit einem Finanzinstrument in einen Index investiert, der aus diversen Rüstungsaktien zusammengesetzt wird. Bekannt ist bei Anlegern unter anderem der “Invesco Aerospace & Defense ETF” (WKN von dem ETF: A2JNSR), welcher in verschiedenste Unternehmen aus der Rüstungsindustrie investiert. In dem genannten ETF von Invesco wird die Liste der größten Positionen von Lockheed Martin, Northrop Grumman, RTX, General Dynamics und Rheinmetall angeführt. Ob eine Anlageentscheidung für ein solches Finanzinstrument allerdings besonders gut ist, steht auf einem anderen Blatt. Wir denken, man schneidet mit einer durchdachten Auswahl der besten Rüstungsaktien langfristig am besten ab – vor allem dann, wenn man eine Investition in das jeweilige Unternehmen dann vornimmt, wenn die Aktie zum aktuellen Kurs unterbewertet ist.
Zudem bringt ein Fonds oder ETF jährliche Kosten mit sich, die der jeweilige ETF Anbieter berechnet, was auf Aktien an der Börse nicht zutrifft. Diese Kosten des ETFs schmälern die potenzielle Rendite und verschieben deshalb das Verhältnis zwischen Chance und Risiko zugunsten der Risiken. Im weiteren Verlauf des Reports präsentieren wir deshalb noch die besten Rüstungsaktien mit der lukrativsten Wertentwicklung und attraktiven Dividendenrenditen, welche auch in Zukunft höhere Gewinne als ein ETF einbringen sollten.
Beste Rüstungs Aktien
Alle besten Rüstungs Aktien werden auch in die große “Beste Aktien“-Tabelle eingefügt, in der sämtliche weitere Informationen wie unsere Ratings, die Marktkapitalisierung und Dividendenrendite zum aktuellen Kurs, die gängige Korrekturlänge der Aktien oder diverse Fundamentaldaten sichtbar sind. Darüber hinaus berücksichtigen wir alle diese Aktien auch in unserem monatlichen Blog zu aktuell kaufenswerten Titeln, damit ihr optimale Investitionsentscheidungen treffen könnt. Wenn sich eine Chance bei einem Wertpapier ergibt, dann taucht die börsennotierte Aktie mit einem entsprechenden Kurs als Kaufsignal in diesem Blog auf. Auf diese Weise verpasst ihr als Mitglieder keinen Einstieg um ein Wertpapier gezielt in unterbewerteten Situationen einzukaufen und auf Sicht ein höheres Wachstumspotenzial für euer Depot zu haben.
Aktie | WKN | Land | Rheinmetall | 703000 | Deutschland |
|---|---|---|
Transdigm Group | A0YHLL | USA |
Northrop Grumman | 851915 | USA |
Curtiss-Wright | 850583 | USA |
Teledyne Technologies | 926932 | USA |
Lockheed Martin | 894648 | USA |
Axon Enterprise | A2DPZU | USA |
MTU Aero Engines | A0D9PT | Deutschland |
L3Harris | A2PM3H | USA |
General Dynamics | 851143 | USA |
Heico | 889997 | USA |
Safran | A0YDJG | Frankreich |
Honeywell | 870153 | USA |
RTX | A2PZ0R | USA |
Autoren dieses Blogs
Jan Fuhrmann
Bendix Banken
„The best loser wins – I win because I’m really good at losing.” — Tom Hougaard
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