
Kurzvorstellung
Der weltweite Beauty-Markt wächst aufgrund einer Vielzahl an Faktoren stetig. Bspw. werden die Menschen in aufstrebenden Regionen immer wohlhabender, wodurch finanzielle Mittel für den Kauf von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten zur Verfügung stehen. Dies führte zwischen 2018 und 2023 zu einem Anstieg des Marktvolumens von 465,82 Mrd. EUR auf 578,50 Mrd. EUR, was 4,43 % p. a. entspricht. Aktuellen Prognosen zufolge ist bis 2028 ein weiterhin stetiger Zuwachs auf 688,94 Mrd. EUR zu erwarten, was einem Anstieg von durchschnittlich 3,56 % gleichkommen würde. Neben seiner überdurchschnittlichen Stabilität zeichnet sich der Beauty-Markt durch ein hohes Gewinnpotenzial aus. Als Investor stellt man sich da natürlich folgende Frage: „Mit welchen Aktien kann ich hiervon profitieren?“
1. Das Unternehmen L’Oréal
Kurzportrait der L’Oréal Aktie
L’Oréal ist mit weitem Abstand das weltweit größte Unternehmen im Bereich der Körperpflegeprodukte. Wie einleitend bereits beschrieben, ist „Beauty“ ein globaler Trend, von welchem selbstverständlich auch die Franzosen als führender Player profitieren können. Wie im im weiteren Verlauf dieser Kurzanalyse zeigen werden, lässt sich die Entwicklung der fundamentalen Kennzahlen von L’Oréal durch eine außergewöhnlich hohe Stabilität charakterisieren. Nur selten kommt es zu vorübergehenden, meist marginalen Rückgängen. Dank der diversifizierten geographischen Positionierung, dem umfassenden Produktportfolio sowie den zahlreichen, weltbekannten Marken wie L’Oréal Paris, Garnier, Maybelline, Essie oder La Roche Posay inkl. vielseitiger Vertriebskanäle scheint der Schönheitskonzern aus Frankreich auch für die kommenden Jahren hervorragend aufgestellt zu sein. Die Analysten sehen dies ähnlich, was sich bspw. in einem Kursziel von 448,96 EUR anhand deren Research auszeichnet, wodurch sich zum aktuellen Aktienkurs ein Renditepotenzial von fast 15,00 % ergibt.
Historie von L’Oréal
Die Geschichte von L’Oréal beginnt im Jahr 1909, als der Franzose Eugène Schueller, ein junger Chemiker, das Vorgängerunternehmen des heutigen Weltkonzerns gründete. Nachdem er mehrere viel Zeit damit verbrachte, Haarfärbemittel zu entwickeln, machte er sich selbstständig und verkaufte diese an Pariser Friseure. In den darauffolgenden Jahren und insbesondere in den 20ern expandierte die „Société française de teintures inoffensives pour cheveux“ (dt. Französisches Unternehmen für harmlose Haarfärbemittel) in Europa und führte weitere Produkte wie Haarpflegemittel oder Kosmetika ein.
Nachdem L’Oréal während des zweiten Weltkrieges keine nennenswerten Fortschritte verzeichnen konnte, was die Nachkriegszeit von einer Fortsetzung des vorherigen Wachstumspfades geprägt. Neben der eigenständigen Einführung neuer Marken hat L’Oréal verschiedene Akquisitionen durchgeführt, um sein operatives Geschäft auszuweiten und die Abhängigkeit einzelner Lösungen, Marken und Regionen zu verringern. Im Oktober 1963 erfolgte schließlich der Gang an die Pariser Börse, welcher einen Zufluss von erheblichen finanziellen Mitteln zur Folge hatte und somit das Fortschreiben der Erfolgsgeschichte von L’Oréal zusätzlich begünstigte. Seitdem befindet sich der Kurs in einem recht stetigen Aufwärtstrend.
Seit den 1980er-Jahren ist die Historie der Franzosen noch viel mehr als vorher durch die Ausweitung des geographischen Fußabdrucks sowie der stetigen Durchführung von Übernahmen gekennzeichnet, was zu einem im Vergleich sehr starken Wachstum der Umsätze und Gewinne führte. Dass sich daraus ein umfassendes Portfolio an Marken und Produkten ergeben hat, werden wir im Rahmen des Abschnitts zum Geschäftsmodell verdeutlichen. Unterm Strich lässt sich festhalten, dass die mehr als 100-jährige Geschichte von L’Oréal ein einziger Erfolg ist, was sich auch in einer überdurchschnittlichen Performance der Aktie sowie einer hohen Rendite für die Anteilseigner sowie einer Marktkapitalisierung von mehr als 200,00 Mrd. EUR des Unternehmens widerspiegelt.
Geschäftsmodell von L’Oréal
Das Geschäftsmodell von L’Oréal ist ziemlich einfach zu erklären: Das Unternehmen befasst sich mit dem Verkauf von einer Vielzahl an Beauty-Produkten in mehr als 150 Ländern, welche unter verschiedenen, weltweit bekannten Brands auf verschiedenen Vertriebskanälen angeboten werden. Das operative Geschäft lässt sich zudem in folgende Geschäftsbereiche gliedern (sortiert nach absteigender Relevanz):
- Consumer Products
- L’Oréal Luxe
- Dermatological Beauty
- Professional Products
Die Aufteilung der Geschäftsbereiche erfolgt anhand der Marken von L’Oréal, welche mit ihren unterschiedlichen Produktpaletten sowie Preissegmenten auf verschiedene Kundengruppen abzielen. Die Consumer Products Sparte beinhaltet demzufolge Marken wie L’Oréal Paris, Garnier oder Maybelline New York, welche in erster Linie Make-Up, Haar- und Körperpflegeprodukte sowie Farben umfassen. Innerhalb des L’Oréal Luxe-Segments werden Produkte derselben Kategorien von folgenden, prestigereichen Marken vertrieben: Lancôme, KGiorgio Armani Beauty, Yves Saint Laurent Beauté, Biotherm, Ralph Lauren,,&Rolf, Valentino oder Prada.
Während sich der Geschäftsbereich Dermatological Beauty auf Marken der Hautpflege fokussiert (bspw. La Roche- Posay, Vichy, CeraVe, SkinCeuticals), vertreibt L’Oréal auch verschiedene Lösungen für professionelle Kunden wie Make-Up-Artists, Friseure oder Hair Stylisten. Wie Abbildung 2 zu entnehmen ist, kann dieses Segment anhand des Umsatzanteils sowie dem Beitrag zum Gewinn von weniger als einem Zehntel eher vernachlässigt werden.
Lass uns Feedback da!
Verbesserungsvorschläge, Anregungen, Lob, Kritik? Wir nehmen alles dankend an. Wenn du uns kostenlos unterstützen möchtest, lass uns eine Rezension auf Trustpilot da – oder schreib uns einfach auf Discord.
Newsletter
Jetzt abonnieren und keine Analyse mehr verpassen.
Transparenzhinweis
Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Informationen und Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung durch „Wir Lieben Aktien“ statt. Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden; der Kunde handelt stets auf eigenes Risiko.
Mehr Infos unter: wir-lieben-aktien.de/haftungsausschluss



